Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gestaltung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gestaltung · Nominativ Plural: Gestaltungen
Aussprache 
Worttrennung Ge-stal-tung
Wortzerlegung gestalten -ung
Wortbildung  mit ›Gestaltung‹ als Erstglied: Gestaltungsansatz · Gestaltungsaufgabe · Gestaltungsdrang · Gestaltungselement · Gestaltungsempfehlung · Gestaltungsfaktor · Gestaltungsfeld · Gestaltungsform · Gestaltungshöhe · Gestaltungskraft · Gestaltungsmittel · Gestaltungsparameter · Gestaltungsplan · Gestaltungsprinzip · Gestaltungsprozess · Gestaltungsraum · Gestaltungsspielraum · Gestaltungstrieb · Gestaltungsvermögen · Gestaltungsvorschlag · Gestaltungsweise · Gestaltungswille · Gestaltungswillen
 ·  mit ›Gestaltung‹ als Letztglied: Arbeitsgestaltung · Arbeitsplatzgestaltung · Arbeitszeitgestaltung · Beziehungsgestaltung · Bildgestaltung · Bodengestaltung · Bühnengestaltung · Covergestaltung · Deckengestaltung · Einbandgestaltung · Erdgestaltung · Fallgestaltung · Farbgestaltung · Fassadengestaltung · Feriengestaltung · Formgestaltung · Freizeitgestaltung · Gartengestaltung · Grüngestaltung · Landschaftsgestaltung · Lebensgestaltung · Menschengestaltung · Modellgestaltung · Neugestaltung · Oberflächengestaltung · Organisationsgestaltung · Politikgestaltung · Preisgestaltung · Produktgestaltung · Programmgestaltung · Prozessgestaltung · Raumgestaltung · Rollengestaltung · Spielplangestaltung · Stadtgestaltung · Systemgestaltung · Tarifgestaltung · Technikgestaltung · Umschlaggestaltung · Umschlagsgestaltung · Umweltgestaltung · Unterrichtsgestaltung · Vertragsgestaltung · Webgestaltung · Weltgestaltung · Zukunftsgestaltung
eWDG

Bedeutungen

1.
das Gestalten, Formgeben
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
Probleme der künstlerischen, realistischen, dichterischen Gestaltung
die Gestaltung einer Rolle
2.
das Gestaltetsein, die sichtbare Art der Anlage
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
die typografische, äußere Gestaltung eines Buches
die architektonische Gestaltung einer Fassade
die großzügige Gestaltung eines Platzes
die griechischen Stile unterscheiden sich in der Gestaltung der Säulen
3.
das Gestaltete, die Form, Gestalt
Beispiele:
Aus der dicken Treppenspindel wuchs eine kleine quellende Welt von Gestaltungen, von Pflanzen, Tieren und Menschen empor [ HesseNarziß5,296]
Ich habe sehr verschiedene Zustände der Gesellschaft kennengelernt und unter verschiedenen Gestaltungen derselben gelebt [ Chamisso3,134]
Sind doch in meinen Augen diese Rechte … veränderliche Gestaltungen, wechselnde Formen [ C. F. Meyer4,97]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gestalt · gestalt · ungestalt · Ungestalt · gestalten · Gestaltung
Gestalt f. ‘Beschaffenheit, Äußeres, Figur’. Das alte, noch Rückumlaut zeigende Part. Prät. des unter stellen (s. d.) behandelten Verbs ahd. gistalt, mhd. gestalt, nhd. gestalt geht in der Bedeutung ‘aussehend, beschaffen, eingerichtet’ in adjektivischen Gebrauch über (vgl. schöngestalte Glieder Schiller). Das substantivierte Adjektiv ergibt mhd. gestalt f. ‘Aussehen, Beschaffenheit, Ursache’, während das Part. Prät. des Verbs im Nhd. durch gestellt ersetzt wird. ungestalt Adj. ‘übel beschaffen, unförmig, häßlich’, mhd. ungestalt. Substantiviert Ungestalt f. ‘Mißgestalt’, mhd. ungestalt f. gestalten Vb. ‘bilden, formen’ (16. Jh.), abgeleitet von Gestalt. Gestaltung f. ‘Formgebung’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Design · Formgebung · Gestaltung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Gestaltung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gestaltung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gestaltung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Einstellung ist charakteristisch für die Gestaltung eines phantasievollen Tanzes. [Wahl, Friedrich A.: Hygiene und Körperschulung der Frau, Stuttgart: Thieme 1950, S. 95]
Im Hinblick auf deren abwechslungsreichere Gestaltung ist zu hoffen, daß diese Pflanzen wieder mehr bei uns angebaut werden. [Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 20]
Die einzelne historische Gestaltung müssen wir stets scharf von dem allgemeinen soziologischen Typ unterscheiden. [Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik, 1929, Nr. 32, Bd. 5]
Denn die zuletzt geschilderten Entwicklungen gehen Hand in Hand mit der früher erörterten Gestaltung der parlamentarischen Arbeit. [Weber, Max: Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Politische Schriften, München: Drei Masken Verl. 1921 [1918], S. 199]
Ich glaube, diese Phase der Diskussion ist auch eine große Chance für politische Gestaltung. [Die Zeit, 07.05.1998, Nr. 20]
Zitationshilfe
„Gestaltung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gestaltung>.

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