Gestik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gestik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ges-tik
Wortzerlegung gestisch -ik
Herkunft gestikulieren
eWDG

Bedeutung

Gesamtheit der Gesten
Beispiele:
eine lebhafte Gestik
durch entsprechende Gestik und Mimik unterstützte er seinen Vortrag
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geste · gestikulieren · Gestikulation · Gestik
Geste f. ‘Gebärde, Körperbewegung beim Sprechen’ wird im 15. Jh. in der Wendung gesten machen ‘ausdrucksvolle Körperbewegungen machen’ (von Gauklern und Spaßmachern) aus lat. gestus ‘Bewegung der Hände, Gebärde der Schauspieler oder Redner’, zu lat. gerere (gestum) ‘tragen, (aus)führen’, (reflexiv) ‘sich verhalten’, ins Dt. entlehnt. Daneben begegnet vielfach die lat. Form Gestus (auch mit lat. Flexion); erst im 18. Jh. wird der Plur. Gesten, dann auch der Sing. Geste üblich. gestikulieren Vb. ‘durch Gesten, Gebärden ausdrücken, mit den Händen herumfuchteln’, im 17. Jh. aus gleichbed. lat. gesticulārī entlehnt, einer Ableitung von allerdings erst später bezeugtem gesticulus ‘pantomimische Bewegung’, dem Deminutivum von lat. gestus (s. Geste). Gestikulation f. ‘Gebärdenspiel’ (18. Jh.), lat. gesticulātio (Genitiv gesticulātiōnis). Gestik f. ‘Zusammenspiel der Gebärden’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
  • Kinesik · sprachlose Verständigung

Typische Verbindungen zu ›Gestik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gestik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gestik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch auf großen Flächen war dieses Medium seiner dynamischen Gestik gefügig. [Der Spiegel, 17.06.1985]
Alles in Qom ist Religion, die Kleidung, die Sprache, die Gestik. [Die Zeit, 16.09.1994, Nr. 38]
Dann leuchten seine blauen Augen, setzt er seine oft fahrige Gestik pointiert ein. [Die Zeit, 01.06.1990, Nr. 23]
Ähnlich ist es mit der weltlichen Gestik, die in der säkularen Malerei dokumentiert ist. [Die Zeit, 28.03.1980, Nr. 14]
Deswegen verdient die Gestik, mehr zur Deutung der Religionen und der Frömmigkeit herangezogen zu werden. [Schmidt-Clausing, F.: Gesten. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16105]
Zitationshilfe
„Gestik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gestik>.

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