Gesträuch, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gesträuch(e)s · Nominativ Plural: Gesträuche
Aussprache 
Worttrennung Ge-sträuch
Wortbildung  mit ›Gesträuch‹ als Letztglied: ↗Beerengesträuch · ↗Brombeergesträuch · ↗Dornengesträuch · ↗Himbeergesträuch · ↗Ziergesträuch
eWDG

Bedeutung

viele Sträucher, die ein zusammenhängendes Ganzes bilden, Strauchwerk
Beispiele:
dunkles, kahles Gesträuch
die Anpflanzung von Gesträuchen
alle Gesträuche müssen im Herbst verschnitten werden
im Garten ... von dessen nacktem Gesträuch der Winter die Blätter geschält hatte [ MusilMann765]
Es dringen Blüten aus jedem Zweig / Und tausend Stimmen aus dem Gesträuch [ GoetheMailied]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strauch · Gesträuch · strauchig · Strauchdieb
Strauch m. ‘buschartiges Holzgewächs’. Das nur im Dt. und Nl. bezeugte Substantiv mhd. (vorwiegend md.) strūch, mnd. strūk(e), mnl. struuc, auch ‘Strunk, (gekappter) Stamm’, nl. struik, afries. strūk (westgerm. *strūka-) ist wie ↗straucheln und wohl auch nasaliertes ↗Strunk (s. d.) verwandt mit lit. strùgas, strùkas ‘kurz, verstümmelt’, strùgė eine Grasgattung ‘Zwenke’ und vielleicht griech. strýchnon (στρύχνον) ‘Nachtschatten’ (und andere Pflanzen). Auszugehen ist von ie. *streug-, *strug-, einer Gutturalerweiterung der unter ↗starren (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’. Gesträuch n. Kollektivbildung zu Strauch; mhd. gestriuche. strauchig Adj. ‘mit Sträuchern bewachsen’ (16. Jh.), ‘in der Art eines Strauches’ (18. Jh.). Strauchdieb m. ‘Straßenräuber, verhungert und elend aussehender Mensch’ (16. Jh., durch Luther verbreitet); vgl. mnd. strūkdēf.

Thesaurus

Synonymgruppe
Buschwald · ↗Buschwerk · ↗Dickicht · ↗Gebüsch · Gesträuch · ↗Gestrüpp · ↗Macchia (it., kors.) · ↗Macchie · ↗Strauchwerk · ↗Unterholz  ●  ↗Maquis  franz.

Typische Verbindungen zu ›Gesträuch‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gesträuch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gesträuch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jahrelang blieb sein Grab verlassen und vergessen unter wildwucherndem Gesträuch.
Süddeutsche Zeitung, 03.01.1998
Er hatte das Gesträuch wieder zusammenfließen lassen und stand in erschrecktem Sinnen da.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 108
Sie schalteten den Motor ab, und nichts war zu hören, kein Knacken im Gesträuch, kein Vogel, kein Auto, kein Meer.
Die Welt, 08.01.2000
Im Gesträuch neben dem Tiede-Steg wechselt meine Mutter die Schuhe.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 898
Er blieb auch diesseits dicht an der Mauer und drängte mit den Armen die Zweige des Gesträuchs beiseite.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 237
Zitationshilfe
„Gesträuch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gestr%C3%A4uch>, abgerufen am 19.06.2021.

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