Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gesundheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gesundheit · Nominativ Plural: Gesundheiten
Aussprache  [gəˈzʊnthaɪ̯t]
Worttrennung Ge-sund-heit
Wortbildung  mit ›Gesundheit‹ als Erstglied: Gesundheitsamt · Gesundheitsausgaben · Gesundheitsausschuss · Gesundheitsausweis · Gesundheitsbehörde · Gesundheitsbereich · Gesundheitsberuf · Gesundheitsbeschwerden · Gesundheitsbogen · Gesundheitscheck · Gesundheitsdienst · Gesundheitseinrichtung · Gesundheitserziehung · Gesundheitsexperte · Gesundheitsforschung · Gesundheitsförderung · Gesundheitsgefahr · Gesundheitsgrund · Gesundheitshelfer · Gesundheitsindustrie · Gesundheitskalender · Gesundheitskarte · Gesundheitskommission · Gesundheitskost · Gesundheitskosten · Gesundheitslehre · Gesundheitsleistung · Gesundheitsmanagement · Gesundheitsmarkt · Gesundheitsmesse · Gesundheitsminister · Gesundheitsministerin · Gesundheitsministerium · Gesundheitsnotstand · Gesundheitspflege · Gesundheitspolitik · Gesundheitspolitiker · Gesundheitsprogramm · Gesundheitsprämie · Gesundheitsreferat · Gesundheitsreform · Gesundheitsrücksicht · Gesundheitsschuh · Gesundheitsschutz · Gesundheitsschädling · Gesundheitssektor · Gesundheitsstörung · Gesundheitssystem · Gesundheitstourismus · Gesundheitsversorgung · Gesundheitsvorsorge · Gesundheitswert · Gesundheitswesen · Gesundheitszentrum · Gesundheitszustand · gesundheitsbewusst · gesundheitsfördernd · gesundheitsgefährdend · gesundheitshalber · gesundheitsschädigend · gesundheitsschädlich
 ·  mit ›Gesundheit‹ als Letztglied: Bärengesundheit · Männergesundheit · Tiergesundheit · Volksgesundheit
 ·  mit ›Gesundheit‹ als Binnenglied: Weltgesundheitsorganisation
eWDG

Bedeutungen

1.
Zustand des Gesundseins, körperliches und geistiges Wohlbefinden
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
er hat eine gute, robuste, unverwüstliche, schlechte, zerrüttete Gesundheit
sie ist von zarter Gesundheit (= sehr empfindlich)
sich bester, der besten, einer eisernen, blühenden Gesundheit erfreuen
das Kind strotzt vor Gesundheit
er ist die Gesundheit selbst
jmds. Gesundheit lässt sehr zu wünschen übrig, ist angegriffen
etw. reibt jmds. Gesundheit auf, schadet jmds. Gesundheit
du solltest etw. für deine Gesundheit tun
sie klagt ständig über ihre (schwache) Gesundheit
wie steht's mit der Gesundheit?
umgangssprachlich Gesundheit! (= Zuruf) (= wird gesagt, wenn jmd. niest)
zur Gesundheit!, Gesundheit und langes Leben!, auf Ihre Gesundheit! (= Zuruf beim Trinken)
auf jmds. Gesundheit trinken, anstoßen
2.
veraltend Trinkspruch auf jmds. Wohl
Beispiele:
einen Toast auf ihre Gesundheit ausbringen
sie … tranken noch einige Gesundheiten, bis kein Tropfen mehr in Gläsern und Flasche war [ Stifter1,329]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gesund · gesunden · Gesundheit · gesundschrumpfen · gesundstoßen
gesund Adj. ‘nicht krank, wohlauf, heilsam’, ahd. gisunt(i) ‘stark, nicht krank, unverletzt’ (8. Jh.), mhd. mnd. gesunt, asächs. gisund, mnl. ghesont, nl. gezond, aengl. gesund (engl. sound) können am ehesten als schwundstufige Bildungen (germ. *ga-sunda-) zu den unter geschwind (s. d.) angesetzten Formen angesehen und an ie. *sunto- (mit der Hochstufe *su̯ento-) ‘rüstig, gesund’ angeschlossen werden. gesunden Vb. ‘gesund werden’, ahd. gisuntēn ‘gesund sein’ (10./11. Jh.), mhd. gesunden, gesunten ‘gesund machen, bleiben, werden’. Gesundheit f. ‘Zustand des Gesundseins’, mhd. gesuntheit; älter ahd. gisuntī ‘Unverletztheit’ (8. Jh.), mhd. (md.) gesunde ‘Gesundheit’. Aus der Sprache der Wirtschaft die Komposita (20. Jh.) gesundschrumpfen Vb. ‘durch Reduzierung der Produktion wieder erfolgreich machen’ und gesundstoßen Vb. ‘durch geschickte oder zweifelhafte Manipulationen sich bereichern’, eigentlich wohl ‘die wirtschaftliche Lage durch zeitgünstiges Abstoßenvon Aktien verbessern’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gesundheit [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Antonyme
Synonymgruppe
(Leben und) Gesundheit · Leib und Leben · körperliche Unversehrtheit

Typische Verbindungen zu ›Gesundheit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gesundheit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gesundheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da kann es nicht schaden, etwas für die Gesundheit zu tun. [Wölfl, Norbert: Die wiedergefundene Zärtlichkeit, Genf u. a.: Ariston 1995 [1983], S. 98]
Wir streben nach Gesundheit, um besser leben zu können, um unser Leben richtig zu erfüllen. [Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 380]
Hat er deswegen so laut von der großen Gesundheit gesprochen? [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2037]
Sie haben niemals müde werden wollen, wenn wir Sie baten, doch einmal Ihre Gesundheit zu schonen. [o. A.: Eröffnung des Gautages der NSDAP Ostpreußen im Königsberger Schloss, 16.06.1938]
Infolge seiner zarten Gesundheit blieb seine Erziehung weitgehend der spontanen Entwicklung seiner Kräfte überlassen. [Ferber, Chr. von: Spencer. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 32915]
Zitationshilfe
„Gesundheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gesundheit>.

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