Gesundheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gesundheit · Nominativ Plural: Gesundheiten
Aussprache  [gəˈzʊnthaɪ̯t]
Worttrennung Ge-sund-heit
eWDG

Bedeutungen

1.
Zustand des Gesundseins, körperliches und geistiges Wohlbefinden
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
er hat eine gute, robuste, unverwüstliche, schlechte, zerrüttete Gesundheit
sie ist von zarter Gesundheit (= sehr empfindlich)
sich bester, der besten, einer eisernen, blühenden Gesundheit erfreuen
das Kind strotzt vor Gesundheit
er ist die Gesundheit selbst
jmds. Gesundheit lässt sehr zu wünschen übrig, ist angegriffen
etw. reibt jmds. Gesundheit auf, schadet jmds. Gesundheit
du solltest etw. für deine Gesundheit tun
sie klagt ständig über ihre (schwache) Gesundheit
wie steht's mit der Gesundheit?
umgangssprachlich Gesundheit! (= Zuruf) (= wird gesagt, wenn jmd. niest)
zur Gesundheit!, Gesundheit und langes Leben!, auf Ihre Gesundheit! (= Zuruf beim Trinken)
auf jmds. Gesundheit trinken, anstoßen
2.
veraltend Trinkspruch auf jmds. Wohl
Beispiele:
einen Toast auf ihre Gesundheit ausbringen
sie ... tranken noch einige Gesundheiten, bis kein Tropfen mehr in Gläsern und Flasche war [ Stifter1,329]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gesund · gesunden · Gesundheit · gesundschrumpfen · gesundstoßen
gesund Adj. ‘nicht krank, wohlauf, heilsam’, ahd. gisunt(i) ‘stark, nicht krank, unverletzt’ (8. Jh.), mhd. mnd. gesunt, asächs. gisund, mnl. ghesont, nl. gezond, aengl. gesund (engl. sound) können am ehesten als schwundstufige Bildungen (germ. *ga-sunda-) zu den unter ↗geschwind (s. d.) angesetzten Formen angesehen und an ie. *sunto- (mit der Hochstufe *su̯ento-) ‘rüstig, gesund’ angeschlossen werden. gesunden Vb. ‘gesund werden’, ahd. gisuntēn ‘gesund sein’ (10./11. Jh.), mhd. gesunden, gesunten ‘gesund machen, bleiben, werden’. Gesundheit f. ‘Zustand des Gesundseins’, mhd. gesuntheit; älter ahd. gisuntī ‘Unverletztheit’ (8. Jh.), mhd. (md.) gesunde ‘Gesundheit’. Aus der Sprache der Wirtschaft die Komposita (20. Jh.) gesundschrumpfen Vb. ‘durch Reduzierung der Produktion wieder erfolgreich machen’ und gesundstoßen Vb. ‘durch geschickte oder zweifelhafte Manipulationen sich bereichern’, eigentlich wohl ‘die wirtschaftliche Lage durch zeitgünstiges Abstoßenvon Aktien verbessern’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gesundheit [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
(Leben und) Gesundheit · Leib und Leben · körperliche Unversehrtheit

Typische Verbindungen zu ›Gesundheit‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gesundheit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gesundheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich muss mich jetzt erst einmal um meine Gesundheit kümmern, dann geht das absolut vor.
Die Zeit, 07.06.2010, Nr. 23
In meiner kranken Welt habe ich eine tiefe Sehnsucht nach Gesundheit.
Bild, 13.02.2006
Da kann es nicht schaden, etwas für die Gesundheit zu tun.
Wölfl, Norbert: Die wiedergefundene Zärtlichkeit, Genf u. a.: Ariston 1995 [1983], S. 98
Ich weiß doch was davon abhängt und Du hast vollkommen recht, Gesundheit geht eben vor alles.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 06.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Nach einem Monate solch jammervollen Lebens war auch die Gesundheit meiner Kinder dahin.
Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 17079
Zitationshilfe
„Gesundheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gesundheit>, abgerufen am 17.06.2021.

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