Getümmel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Getümmels · Nominativ Plural: Getümmel
Aussprache
WorttrennungGe-tüm-mel (computergeneriert)
Grundformtummeln
Wortbildung mit ›Getümmel‹ als Letztglied: ↗Kampfgetümmel
eWDG, 1967

Bedeutung

(lärmendes) Durcheinander einer Menge
Beispiele:
mitten im fröhlichen, dichtesten, dicksten Getümmel
ein großes, wüstes Getümmel
umgangssprachlich sich ins Getümmel stürzen
dem Getümmel entfliehen
das Getümmel eines Festes, der Schlacht
Das Getümmel des Umzuges würde nichts Angenehmes sein [Th. MannBuddenbrooks1,431]
bildlich
Beispiel:
das Getümmel des Lebens, der Welt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Getümmel n. ‘lebhaftes, lärmendes Treiben einer Menge’, spätmhd. getümele, getummele ‘Lärm, Getöse’, geläufig seit dem 16. Jh., als Abstrakt- bzw. Kollektivbildung von mhd. tumel m. ‘betäubender Schall, Lärm’ oder vom zugehörigen Verb (s. ↗tummeln) abgeleitet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Durcheinander · Getümmel · ↗Gewühl · Hin und Her · ↗Rummel · ↗Trubel · ↗Wirbel  ●  Gewiggel  ugs., regional
Assoziationen
Synonymgruppe
Gedränge · ↗Gemenge · Getümmel · ↗Gewimmel · ↗Gewoge · ↗Gewühl  ●  Wuling  regional · ↗Geschiebe  ugs. · ↗Gewurl  ugs., landschaftlich, süddt. · ↗Gewusel  ugs., landschaftlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basar Geschrei Getöse Großstadt Lärm Premierenfeier Schlacht Strafraum begeben bunt dicht dick entkommen final fröhlich hektisch innenpolitisch mischen sichten stürzen untergehen unübersichtlich urban verschwinden vorweihnachtlich wagen werfen wild wüst übersehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Getümmel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kurz darauf stand der Mann im Getümmel wieder vor Anna.
Bild, 31.12.2003
Doch die Handwerker ließen sich von dem Getümmel nicht beeindrucken.
Der Tagesspiegel, 10.08.1999
Als sie die anderen Gruppen erreichten, war das Getümmel bereits in vollem Gang.
Pausewang, Gudrun: Die Wolke, Ravensburg: Maier 1989 [1987], S. 125
Unberührt tauchten in der Ferne die Berge über das Getümmel.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 228
Dies war ein blonder junger Mann mit einem Getümmel von Haaren auf dem Kopf.
Huch, Friedrich: Pitt und Fox, München: Langewiesche-Brandt 1910 [1909], S. 310
Zitationshilfe
„Getümmel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Getümmel>, abgerufen am 23.03.2019.

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