Gewölbe, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gewölbes · Nominativ Plural: Gewölbe
Aussprache
WorttrennungGe-wöl-be
Wortbildung mit ›Gewölbe‹ als Erstglied: ↗Gewölbebau · ↗Gewölbebogen · ↗Gewölbepfeiler · ↗Gewölberippe
 ·  mit ›Gewölbe‹ als Letztglied: ↗Bogengewölbe · ↗Deckengewölbe · ↗Grabgewölbe · ↗Himmelsgewölbe · ↗Kappengewölbe · ↗Kellergewölbe · ↗Kerkergewölbe · ↗Klostergewölbe · ↗Kreuzgewölbe · ↗Kreuzrippengewölbe · ↗Kräutergewölbe · ↗Kuppelgewölbe · ↗Ladengewölbe · ↗Laubgewölbe · ↗Muldengewölbe · ↗Schädelgewölbe · ↗Spiegelgewölbe · ↗Sterngewölbe · ↗Tonnengewölbe · ↗Verkaufsgewölbe
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gewölbte Decke
Beispiele:
das gotische Gewölbe einer Kirche
in einem eisernen Bett, das ... unter einem weiß getünchten Gewölbe von freundlicher Dicke eingebaut war [A. ZweigErziehung120]
bildlich
Beispiel:
das Gewölbe des Himmels
2.
(niedriger) Raum mit gewölbter Decke
Beispiele:
ein dumpfes, finsteres, dunkles, verräuchertes, kühles Gewölbe
in ein Gewölbe hinabsteigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gewölbe n. ‘gekrümmte Steindecke eines Raumes, Raum mit einer solchen Decke’, ahd. giwelbi (11. Jh.), gewolbe (Hs. 13. Jh.), mhd. gewelbe ist zu dem unter ↗wölben (s. d.) behandelten Verb gebildet. Die ahd. Formen übersetzen lat. camera ‘gewölbte Decke eines Zimmers, Gewölbe’ (s. ↗Kammer). Heute noch gelegentlich omd. zur Bezeichnung eines Ladens (vgl. Kräutergewölbe).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewölbe · ↗Kuppel
Unterbegriffe
  • Diamantgewölbe · ↗Zellengewölbe
  • Kraggewölbe · Kragsteingewölbe · falsches Gewölbe
Synonymgruppe
Gewölbe · ↗Wölbung
Synonymgruppe
Dach · Gewölbe · ↗Kuppel
Unterbegriffe
Assoziationen
Geologie
Synonymgruppe
Gewölbe · ↗Grotte · ↗Gruft · ↗Höhle
Unterbegriffe
  • Lourdesgrotte · Mariengrotte

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fresko Gewölbe Kupferstichkabinett Kuppel Kuppeln Mittelschiff Münzkabinett Pfeiler Porzellansammlung Ratskeller Rippe Rüstkammer Schatzkammer Schlußstein Schultheiss-Brauerei Steinschneidekunst Unterkirche Whitehall Zitadelle finster gemauert gotisch grün hinabsteigen moldauisch romanisch spätgotisch steinern unterirdisch widerhallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewölbe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotzdem war er nicht gern in dem finsteren Gewölbe gesessen.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 247
Man vermutet, es liegt an der Feuchtigkeit in den Gewölben.
Bild, 08.11.2003
Im Dach klaffen Löcher, das Gewölbe ist einsturzgefährdet, die Wände sind feucht.
Süddeutsche Zeitung, 21.01.1998
Und jederzeit war es hier kühl wie in einem Gewölbe.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 92
Die war lange außer Gebrauch gesetzt und diente nur noch zum Gewölbe.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 7
Zitationshilfe
„Gewölbe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewölbe>, abgerufen am 13.10.2019.

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