Gewebe, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gewebes · Nominativ Plural: Gewebe
Aussprache
WorttrennungGe-we-be
Grundformweben
Wortbildung mit ›Gewebe‹ als Erstglied: ↗Gewebebank · ↗Gewebebrand · ↗Gewebebreite · ↗Gewebeentnahme · ↗Gewebeentzündung · ↗Gewebeerkrankung · ↗Gewebefaser · ↗Gewebeflüssigkeit · ↗Gewebehormon · ↗Gewebekultur · ↗Gewebelehre · ↗Gewebeprobe · ↗Gewebepräparat · ↗Gewebeschicht · ↗Gewebesäckchen · ↗Gewebetherapie · ↗Gewebetod · ↗Gewebetransplantation · ↗Gewebeverpflanzung · ↗Gewebeveränderung · ↗Gewebewucherung · ↗Gewebezelle · ↗Gewebezerfall · ↗Gewebezerstörung · ↗Gewebeübertragung · ↗Gewebsbrand · ↗Gewebsentnahme · ↗Gewebsentzündung · ↗Gewebserkrankung · ↗Gewebsfaser · ↗Gewebsflüssigkeit · ↗Gewebshormon · ↗Gewebskultur · ↗Gewebslehre · ↗Gewebsprobe · ↗Gewebspräparat · ↗Gewebsschicht · ↗Gewebstherapie · ↗Gewebstod · ↗Gewebstransplantation · ↗Gewebsverpflanzung · ↗Gewebsveränderung · ↗Gewebswucherung · ↗Gewebszelle · ↗Gewebszerfall · ↗Gewebszerstörung · ↗Gewebsübertragung · ↗gewebeschonend · ↗gewebeverträglich · ↗gewebsschonend
 ·  mit ›Gewebe‹ als Letztglied: ↗Absorptionsgewebe · ↗Baumwollgewebe · ↗Bindegewebe · ↗Damastgewebe · ↗Dauergewebe · ↗Deckgewebe · ↗Doppelgewebe · ↗Drahtgewebe · ↗Fettgewebe · ↗Frottiergewebe · ↗Gazegewebe · ↗Granulationsgewebe · ↗Hautgewebe · ↗Hirngewebe · ↗Knochengewebe · ↗Krebsgewebe · ↗Leinengewebe · ↗Lungengewebe · ↗Lügengewebe · ↗Mischgewebe · ↗Muskelgewebe · ↗Muttergewebe · ↗Nervengewebe · ↗Netzgewebe · ↗Seidengewebe · ↗Speichergewebe · ↗Spinnengewebe · ↗Spinngewebe · ↗Spitzengewebe · ↗Truggewebe · ↗Wollgewebe · ↗Wortgewebe
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Gewebte, der Stoff aus sich kreuzenden Fäden
Beispiele:
ein flauschiges, feines, grobes, buntes Gewebe
dieses Waschmittel schont das Gewebe
bildlich Netz
Beispiele:
ein Gewebe von Lügen, Falschheit
das Gewebe von Intrigen zerreißen
Daß ein Betrug vorhanden ist, ist klar, / Wenn meine Sinn' auch das fluchwürdige / Gewebe noch nicht fassen [KleistAmphitryonII 2]
2.
Medizin Gefüge, Verband gleichartiger Zellen
Beispiele:
krankes Gewebe operativ entfernen
das Fett ... schützt das darunterliegende Gewebe vor Druck und Stoß [DöblinAlexanderpl.124]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gewebe n. ‘Stoffart, Zellengefüge’, ahd. giweb n. (um 800), giwebbi (Hs. 12. Jh.), mhd. gewebe ist Verbalabstraktum zu dem unter ↗weben (s. d.) behandelten Verb. Das Simplex ahd. webbi (8. Jh.), mhd. weppe, webbe ‘Gewebe’ ist erhalten in ↗Spinnwebe, ↗Spinnewebe (neben Spinnengewebe, s. ↗spinnen). Im 18. Jh. wird Gewebe medizinischer Terminus (Ader-, Muskel-, Zellgewebe).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewebe · ↗Stoff · ↗Textilie · ↗Tuch
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Quadratmetergewicht  ●  Flächengewicht  ugs., Jargon, Hauptform · Grammage  fachspr. · Grammatur (Papierherstellung)  fachspr. · Massebelag  fachspr. · Massenbelag  fachspr. · Massenbelegung  fachspr. · flächenbezogene Masse  fachspr.
Synonymgruppe
Gewebe · Webstoff · gewebte Textilie  ●  gewebter Stoff  Hauptform · ↗Webware  fachspr. · ↗Zeug  geh., veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Entnahme Garn Organ Stammzelle Transplantation Zelle Züchtung abgestorben absterben dicht embryonal entnehmen entzündet erkrankt fötal geschädigt gesund gezüchtet krank körpereigen menschlich pflanzlich polyphon schädigen tierisch umgebend umliegend zerreißen zerstört züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewebe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dem einen Schuh war das Gewebe innen gelblich verfärbt.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 133
Und wenn sie heftig genug daran ziehen, dann ribbelt sich womöglich ein großer Teil des ganzen Gewebes auf.
Die Welt, 25.09.2000
Man kann also dicht mit dem Auge heran - sollte aber unbedingt die Hände von den einmaligen Geweben lassen.
Der Tagesspiegel, 16.09.1998
Wir wußten, er dringt nicht tiefer als etwa 4 mm in das lebende Gewebe ein.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 128
Ihre Ränder sind meist unregelmäßig und durch das in die Gewebe hineingepreßte Blut bläulich gefärbt.
Körting, Georg Friedrich: Unterrichtsbuch für die weibliche freiwillige Krankenpflege, Berlin: Mittler 1913 [1907], S. 47
Zitationshilfe
„Gewebe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewebe>, abgerufen am 12.12.2019.

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