Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gewerbeförderung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gewerbeförderung · Nominativ Plural: Gewerbeförderungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache [gəˈvɛʁbəˌfœʁdəʀʊŋ]
Worttrennung Ge-wer-be-för-de-rung
Wortzerlegung Gewerbe Förderung1
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Unterstützung und Hilfe bei der Belebung des Gewerbes (1 ●), bei der Neugründung, Ansiedlung und dem erfolgreichen Betrieb von (kleinen und mittleren) Unternehmen (in einer bestimmten Region)
Beispiele:
Die HWK (= Handwerkskammer) Potsdam bietet in ihrem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz umfangreiche Angebote für die Weiterbildung im westbrandenburgischen Handwerk und führt in den dortigen Lehrwerkstätten auch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung durch. [Partnerschaft zur Berufsorientierung, 29.05.2020, aufgerufen am 01.09.2020]
Nachdem viel in die Gewerbeförderung in Einhäge und Sengern investiert wurde, bestehen Erwartungen, dass sich dies für die wirtschaftliche Leistungskraft der Stadt auszahlt. [Südkurier, 16.11.2019]
Ehlert fordert eine Entbürokratisierung der Gewerbeförderung. So sei es viel zu kompliziert, an eine Meistergründungsprämie zu gelangen. [Neue Westfälische, 17.01.2019]
Angetrieben durch die Gewerbeförderungen des Monarchen konnten diese Uhrmacher sowohl in technischer als auch künstlerischer Weise den anderen großen Metropolen der Uhrmacherkunst, London und Paris, Paroli bieten. [Sammeln und investieren in Wohnraumuhren!, 14.08.2012, aufgerufen am 31.08.2020]
Dieses Streben nach Wirtschaftsautarkie durch kräftige Gewerbeförderung prägte Potsdam seit dem Umbau zur Residenz‑ und Garnisonsstadt 1713. [Berliner Zeitung, 11.10.1996]
Mit wachsendem Gewicht der betriebstechnischen und betriebswirtschaftlichen Fragen ist in den letzten Jahrzehnten die handwerkliche Gewerbeförderung immer wichtiger geworden, um die Konkurrenzfähigkeit des H.s (= Handwerk) auch von dieser Seite her zu stützen. [Wernet, W.: Handwerk. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 12893]
2.
metonymisch Einrichtung, Abteilung o. Ä., deren Zweck und Tätigkeitsgebiet die Gewerbeförderung (1) darstellt
Beispiele:
Der Weg in die Selbstständigkeit im Handwerk wird bei einer Info‑Veranstaltung am 21. November durch die Gewerbeförderung der Handwerkskammer Chemnitz aufgezeigt. [Döbelner Allgemeine Zeitung, 15.11.2013]
So gibt es bis heute [im Kreis] zehn verschiedene, viel zu schwach ausgestattete Gewerbeförderungen, die miteinander konkurrieren. [Aachener Zeitung, 23.12.2021]
Auch bei den Kleinkrediten von bis zu 20.000 Euro beobachtet Christian B[…], Chef der Gewerbeförderung der Handwerkskammer Erfurt, bereits seit langem eine schwierige Vertragsgestaltung. [Thüringer Allgemeine, 16.01.2009]
»Das Handwerk profitiert von der stabilen Binnennachfrage«, betonte Astrid K[…], die bei der Kammer die Gewerbeförderung leitet. [Der Prignitzer, 08.04.2016]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Gewerbeförderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewerbef%C3%B6rderung>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Gewerbefreiheit
Gewerbefläche
Gewerbefleiß
Gewerbeertragsteuer
Gewerbeertragssteuer
Gewerbegebiet
Gewerbegenehmigung
Gewerbehof
Gewerbehygiene
Gewerbeimmobilie