Gewitter, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gewitters · Nominativ Plural: Gewitter
Aussprache
WorttrennungGe-wit-ter (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Gewitter‹ als Erstglied: ↗Gewitterbö · ↗Gewitterböe · ↗Gewitterfront · ↗Gewittergewölk · ↗Gewitterguss · ↗Gewitterhimmel · ↗Gewitterkragen · ↗Gewitterluft · ↗Gewitterneigung · ↗Gewitterregen · ↗Gewitterschauer · ↗Gewitterschwüle · ↗Gewitterstimmung · ↗Gewittersturm · ↗Gewitterwand · ↗Gewitterwolke · ↗gewitterig · ↗gewitterschwül · ↗gewittrig
 ·  mit ›Gewitter‹ als Letztglied: ↗Blitzlichtgewitter · ↗Düsengewitter · ↗Frühlingsgewitter · ↗Hitzegewitter · ↗Sommergewitter · ↗Stahlgewitter · ↗Wintergewitter
 ·  mit ›Gewitter‹ als Grundform: ↗gewittern
eWDG, 1967

Bedeutung

Unwetter mit Blitz, Donner und heftigen Niederschlägen
Beispiele:
ein Gewitter ist im Anzug, kündigt sich an, steht am Himmel, kommt, zieht herauf, ballt sich zusammen, droht
ein aufsteigendes, schweres, nächtliches Gewitter
wir bekommen heute noch ein Gewitter
ein Gewitter geht nieder, entlädt sich, geht vorbei, zieht vorüber
der Streit hat wie ein reinigendes, befreiendes Gewitter gewirkt
bildlich
Beispiele:
ein häusliches, eheliches Gewitter
ein Gewitter (= Zornesausbruch) auf jmdn. niederprasseln lassen
ich sah das drohende Gewitter, das auf den Stirnen der beiden geschrieben stand [H. W. RichterSpuren184]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gewitter · gewittern · gewitt(e)rig
Gewitter n. ‘Unwetter mit luftelektrischer Entladung’, ahd. giwiteri ‘(Un)wetter, Sturm’ (9. Jh.), mhd. gewiter(e) ‘Wetter, Unwetter’, asächs. giwideri, mnd. gewēder, gewedder, mnl. ghewēder ‘Witterung, Unwetter, Hagel’, aengl. gewidere. Die Kollektivbildung zu dem unter ↗Wetter (s. d.) behandelten Substantiv bedeutet zunächst ‘Witterung’, also auch ‘Unwetter mit Regen, Hagel und Sturm’; die Beschränkung auf ‘Unwetter mit Blitz und Donner’ prägt sich ab Mitte des 16. Jhs. aus. gewittern Vb. (unpersönlich) verstärktes wittern, d. h. ‘irgendeine Art Wetter sein’ (15. Jh.); dann vom Substantiv Gewitter beeinflußt und eingeengt ‘Niederschlag mit Blitz und Donner geben’ (17. Jh.). gewitt(e)rig Adj. ‘gewitterdrohend’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blitz und Donner (und Regen) · Gewitter · ↗Unwetter  ●  ↗Ungewitter  süddt. · ↗Donnerwetter  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bewölkung Blitz Blitzschlag Donner Hagel Hagelschauer Hagelschlag Regen Regenfall Regenguß Regenschauer Schauer Starkregen Sturm Sturmböe Wolke Wolkenbruch aufziehen aufziehend entladen heftig heraufziehend hereinbrechen losbrechen nahend niedergehen reinigend toben tropisch zusammenbrauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewitter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da sieht man einen Mann telefonieren, er steht mitten in einem tropischen Gewitter, der Regen peitscht ihm um den Kopf.
Die Zeit, 04.01.2010, Nr. 01
Vielleicht wirkt der Wirbel der letzten Tage wie ein reinigendes Gewitter.
Bild, 07.03.2003
Die Häufigkeit von Gewittern hängt auch von der geographischen Breite ab.
o. A. [frg]: Gewitter. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1998]
Die Gewitter laden sich überall aus, nur nicht bei uns.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 27.08.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
In der Nacht hatte es ein Gewitter gegeben, und es regnete drei Tage.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18541
Zitationshilfe
„Gewitter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewitter>, abgerufen am 21.10.2019.

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