Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gewoge, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gewoges · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-wo-ge
Wortzerlegung ge- wogen
eWDG

Bedeutung

fortwährendes Wogen, Auf und Ab, Hin und Her
Beispiele:
das Gewoge des Kornfeldes, der Bäume, Gräser
auf dem Markt war ein großes Gewoge und Gedränge
bildlich
Beispiel:
Aus dem Gewoge der Gedanken und Gefühle erhob sich eine neue Aufgabe in mir [ WelkHoher Befehl136]

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewoge · Wellen · Wellengang · Wellenschlag
Synonymgruppe
Gedränge · Gemenge · Getümmel · Gewimmel · Gewoge · Gewühl  ●  Wuling  regional · Geschiebe  ugs. · Gewurl  ugs., landschaftlich, süddt. · Gewusel  ugs., landschaftlich
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Gewoge‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch wird freilich das innere Gewoge hierbei verschieden rasch oder stark verlassen. [Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 115]
Ab und zu erkennt man dann in dem schrecklichen Gewoge vertraute Personen des Sports. [Süddeutsche Zeitung, 12.11.1996]
Nach 55 Jahren mustergültiger liberal‑demokratischer Entwicklung sollten die Deutschen in der Lage sein, mit diesem Gewoge fertig zu werden, ohne den anderen zu exkommunizieren. [Die Zeit, 20.11.2000, Nr. 47]
So bunt das Gewoge um die Sache auch wird, es bedeutet nicht Chaos. [Gesundheit und Erziehung, 1932, Nr. 2, Bd. 45]
Der Intendant faßte schließlich das zähe Gewoge von Sätzen rasch zusammen. [Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 66]
Zitationshilfe
„Gewoge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewoge>.

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