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Gewohnheitsrecht, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Ge-wohn-heits-recht
Wortbildung  mit ›Gewohnheitsrecht‹ als Erstglied: gewohnheitsrechtlich
eWDG

Bedeutung

Recht, das aus gewohnheitsmäßiger Übung, nicht durch Gesetzgebung entstanden ist
Beispiele:
gegen das Gewohnheitsrecht verstoßen
Bei dem Mangel besonderer gesetzlicher Vorschriften entscheidet darüber das Gewohnheitsrecht [ DöblinAlexanderpl.124]

Typische Verbindungen zu ›Gewohnheitsrecht‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewohnheitsrecht‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gewohnheitsrecht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Feld jahrelang beackert zu haben, das hat nach örtlichem Gewohnheitsrecht Gewicht. [Die Zeit, 11.04.2011, Nr. 15]
Dieses durchaus verbindliche Gewohnheitsrecht läßt sich jetzt nicht mehr einseitig demontieren. [Die Zeit, 24.07.1992, Nr. 31]
Selbst jahrelange freiwillige Leistungen lassen nicht eine Art Gewohnheitsrecht entstehen. [Süddeutsche Zeitung, 13.10.2004]
Sonst wird der Gebrauch wechselnder Mehrheiten allmählich zum Gewohnheitsrecht instabiler Regierungen. [Die Welt, 12.11.2001]
Wann und wie sich dieses Gewohnheitsrecht herausgestellt hat, ist bis heute nicht geklärt. [Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 38]
Zitationshilfe
„Gewohnheitsrecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewohnheitsrecht>.

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