Gewohnheitsrecht, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Ge-wohn-heits-recht
Wortbildung  mit ›Gewohnheitsrecht‹ als Erstglied: ↗gewohnheitsrechtlich
eWDG

Bedeutung

Recht, das aus gewohnheitsmäßiger Übung, nicht durch Gesetzgebung entstanden ist
Beispiele:
gegen das Gewohnheitsrecht verstoßen
Bei dem Mangel besonderer gesetzlicher Vorschriften entscheidet darüber das Gewohnheitsrecht [ DöblinAlexanderpl.124]

Typische Verbindungen zu ›Gewohnheitsrecht‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gewohnheitsrecht‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gewohnheitsrecht‹

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Ein Feld jahrelang beackert zu haben, das hat nach örtlichem Gewohnheitsrecht Gewicht.
Die Zeit, 11.04.2011, Nr. 15
Nach Gewohnheitsrecht würde dies bedeuten, dass dies dann so bleiben würde.
Der Tagesspiegel, 24.05.2004
Wann und wie sich dieses Gewohnheitsrecht herausgestellt hat, ist bis heute nicht geklärt.
Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 38
Die in letzter Zeit von vielen Seiten vorgebrachten Bedenken hätten dieses Gewohnheitsrecht bislang noch nicht zu erschüttern vermocht.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 431
Bei dem Mangel besonderer gesetzlicher Vorschriften entscheidet darüber das Gewohnheitsrecht.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 123
Zitationshilfe
„Gewohnheitsrecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gewohnheitsrecht>, abgerufen am 17.04.2021.

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