Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gezänk, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gezänk(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ge-zänk
eWDG

Bedeutung

abwertend das (fortwährende) Streiten, Zanken
Beispiele:
ein kleinliches, erregtes Gezänk
Schon auf der Treppe vernahm er Gezänk, das immer heftiger und heftiger wurde [ E. T. A. Hoffm.6,37]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zanken · Zank · Gezänk · zänkisch
zanken Vb. ‘schelten, heftig tadeln’, reflexiv ‘sich streiten’, mhd. zanken, zenken ‘streiten’. Herkunft unbekannt. Zu mhd. frühnhd. zanke ‘Spitze, Zacke’, ablautend neben Zinke (s. d.)? Eine versuchte Herleitung aus ahd. zanigōn ‘mit den Zähnen packen, zernagen, zerfleischen’ (11. Jh.), gebildet wie gleichbed. ahd. zanōn (9. Jh.) zu dem unter Zahn (s. d.) behandelten Substantiv (¹DWB 15, 235), ist nur möglich, wenn, von ahd. (obd.) *zandigōn (zu ahd. zand ‘Zahn’) ausgehend, eine vermittelnde Form *zanggen angenommen wird. Zank m. ‘heftiger Wortwechsel, Streit’, frühnhd. zangk (Ende 15. Jh.), aus dem Verb rückgebildet; das zunächst obd. bezeugte Wort wird durch Luthers Aufnahme in die Bibelübersetzung literatursprachlich. Gezänk n. mhd. gezenke. zänkisch Adj. ‘streitsüchtig’ (1. Hälfte 16. Jh.), zuvor zankisch (2. Hälfte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gezeter · Gezetere · Gezänk  ●  Gekeife  ugs. · Geplärr  ugs. · Geplärre  ugs.
Synonymgruppe
Gerangel · Gezanke · Gezerre (um) · Gezänk · Hakeleien · Reibereien · Streiterei · Streitigkeiten  ●  Kleinkrieg  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Gezänk‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gezänk‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gezänk‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ewige Gezänk der Politiker geht uns auf die Nerven. [Bild, 17.07.2001]
Unterdessen amüsieren sich die anderen über das Gezänk der Intellektuellen. [konkret, 1990]
Das aber ging fast unter im täglichen Gezänk im Irak. [Die Zeit, 21.05.2003, Nr. 21]
Er zog es bisher ohnehin vor, sich aus dem Gezänk herauszuhalten. [Die Zeit, 09.03.1979, Nr. 11]
Das Gezänk hebt an, von ganz unten bis ganz oben. [Süddeutsche Zeitung, 29.08.2002]
Zitationshilfe
„Gezänk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gez%C3%A4nk>.

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