Gezänk, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gezänk(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungGe-zänk
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend das (fortwährende) Streiten, Zanken
Beispiele:
ein kleinliches, erregtes Gezänk
Schon auf der Treppe vernahm er Gezänk, das immer heftiger und heftiger wurde [E. T. A. Hoffm.6,37]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zanken · Zank · Gezänk · zänkisch
zanken Vb. ‘schelten, heftig tadeln’, reflexiv ‘sich streiten’, mhd. zanken, zenken ‘streiten’. Herkunft unbekannt. Zu mhd. frühnhd. zanke ‘Spitze, Zacke’, ablautend neben ↗Zinke (s. d.)? Eine versuchte Herleitung aus ahd. zanigōn ‘mit den Zähnen packen, zernagen, zerfleischen’ (11. Jh.), gebildet wie gleichbed. ahd. zanōn (9. Jh.) zu dem unter ↗Zahn (s. d.) behandelten Substantiv (¹DWB 15, 235), ist nur möglich, wenn, von ahd. (obd.) *zandigōn (zu ahd. zand ‘Zahn’) ausgehend, eine vermittelnde Form *zanggen angenommen wird. Zank m. ‘heftiger Wortwechsel, Streit’, frühnhd. zangk (Ende 15. Jh.), aus dem Verb rückgebildet; das zunächst obd. bezeugte Wort wird durch Luthers Aufnahme in die Bibelübersetzung literatursprachlich. Gezänk n. mhd. gezenke. zänkisch Adj. ‘streitsüchtig’ (1. Hälfte 16. Jh.), zuvor zankisch (2. Hälfte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gezeter · Gezetere · Gezänk  ●  ↗Gekeife  ugs. · ↗Geplärr  ugs. · ↗Geplärre  ugs.
Synonymgruppe
Gerangel · ↗Gezanke · ↗Gezerre (um) · Gezänk · Hakeleien · Reibereien · ↗Streiterei · Streitigkeiten  ●  ↗Kleinkrieg  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gezerre Gezeter Hader Niederung Streit beenden endlos ewig heftig heraushalten ideologisch innenpolitisch innerparteilich intern jahrelang juristisch kleinkariert kleinlich kleinmütig laut lähmend monatelang parteipolitisch peinlich untergehen unwürdig verstricken wild wochenlang üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gezänk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ewige Gezänk der Politiker geht uns auf die Nerven.
Bild, 17.07.2001
Unterdessen amüsieren sich die anderen über das Gezänk der Intellektuellen.
konkret, 1990
Das aber ging fast unter im täglichen Gezänk im Irak.
Die Zeit, 21.05.2003, Nr. 21
Das Gezänk hebt an, von ganz unten bis ganz oben.
Süddeutsche Zeitung, 29.08.2002
In Mainz hatten die hochwürdigen Herren von diesem "widerlichen, abscheulichen Gezänk", wie sie es nannten, allerlei Aufsehens gemacht.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 425
Zitationshilfe
„Gezänk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gezänk>, abgerufen am 25.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
gezahnt
gezählt
Gezähe
gezackt
gez.
Gezanke
Gezappel
Gezauder
Gezeichnete
Gezeit