Gig, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gigs · Nominativ Plural: Gigs
Aussprache  [gɪk]
Herkunft gigengl
eWDG

Bedeutung

veraltend zweirädriger Einspänner
Beispiel:
Ein ziemlich ausgedienter Landauer aus dem Hofbestande, ein Gig, ein Schlitten und einige Reitpferde standen ihnen zur Verfügung [ Th. MannKönigl. Hoheit7,75]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gig f. n. ‘leichtes, schlankes, für den Kapitän oder Kommandanten eines Schiffes bestimmtes Boot, Sportruderboot’, auch (nur n.) ‘leichter, zweirädriger Einspänner’. Im 19. Jh. wird gleichbed. engl. gig übernommen, dessen Herkunft nicht gesichert ist. Es wird lautmalend allgemein mit der Vorstellung leichter und schneller Bewegung verknüpft. Eine Verbindung mit der unter Geige (s. d.) genannten Wortgruppe (vgl. geigen mundartlich ‘sich hin und her bewegen’) ist möglich.
Zitationshilfe
„Gig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gig#1>, abgerufen am 07.12.2021.

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Gig, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gig · Nominativ Plural: Gigs
Aussprache  [gɪk]
Herkunft gigengl
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
Seemannssprache als Beiboot mitgeführtes leichtes, schnelles Ruderboot, besonders zur Benutzung für den Schiffskapitän
Beispiele:
[…] die Männer von St. Agnes galten als die besten und schnellsten, wenn es darum ging, in ihren Gigs als erste das erspähte Schiff mit dem begehrten Lotsenplatz zu erreichen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.1995]
Gig[…], leichtes, schlankes Boot, bes. für den Kapitän oder Kommandanten eines Schiffs. [Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 26990]
2.
Rudern zum Training und für Wanderfahrten verwendetes leichtes Ruderboot
Beispiele:
[…] können wohl kleine Festlichkeiten stattfinden. Ein Tanzvergnügen an Land im Freien oder ein Wettrudern im Fjord. Bei letzterem steuert der Kaiser eigenhändig seine schlanke Gig und ist herzlich erfreut, wenn seine Mannschaft nach hartem Ringen den Preis erhält. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.1994]
Der Name Ratzeburg war auf den Landkarten der Ruderer noch nicht verzeichnet, es gab in Ratzeburg keinen Ruder‑Klub und keine Rennboote. Wir fuhren anfangs in breiten Gigs auf Schülerregatten. [Die Zeit, 12.05.1972]
[…]hatten die Senioren im Gig und Rennboot 21 km auf dem Wege Langer See, Seddin‑, Zeuthener‑, Krossinsee und zurück zu absolvieren. [Neues Deutschland, 26.04.1971]
Etwa 600‑Sportler in fast 100 Gigs und Rennbooten tummelten sich im Köpenicker Becken. [Berliner Zeitung, 15.04.1957]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gig f. n. ‘leichtes, schlankes, für den Kapitän oder Kommandanten eines Schiffes bestimmtes Boot, Sportruderboot’, auch (nur n.) ‘leichter, zweirädriger Einspänner’. Im 19. Jh. wird gleichbed. engl. gig übernommen, dessen Herkunft nicht gesichert ist. Es wird lautmalend allgemein mit der Vorstellung leichter und schneller Bewegung verknüpft. Eine Verbindung mit der unter Geige (s. d.) genannten Wortgruppe (vgl. geigen mundartlich ‘sich hin und her bewegen’) ist möglich.
Zitationshilfe
„Gig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gig#2>, abgerufen am 07.12.2021.

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Gig, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gigs · Nominativ Plural: Gigs
Aussprache  [gɪk]
Herkunft aus gleichbedeutend gigengl
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Auftritt eines Musikers, einer Band bei einem Konzert o. Ä.
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: einen Gig spielen
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Ticket für einen Gig
Beispiele:
Zu Anfang des etwa anderthalbstündigen Gigs präsentiert das Trio »Ahnma« vom neuen Album eine Hymne an Hamburg. [Die Zeit, 09.11.2016 (online)]
Meine Band hat heute Abend einen Gig in Oberschöneweide – und ich bleibe einige Tage, um ein wenig auf der Straße zu spielen. [Der Tagesspiegel, 01.02.2004]
Von diesem Zeitpunkt an häuften sich die Auftritte, und mittlerweile bringen sie es auf um die 35 Gigs pro Jahr. [Frankfurter Rundschau, 17.06.1999]
Oft spielen die Musiker drei Gigs an einem Abend und gehen dann noch ins Studio. [Süddeutsche Zeitung, 12.03.1998]
Trotzdem war es letztlich ein Auftritt, ein »Gig« im Musikerjargon, wie jeder andere. [Die Zeit, 23.04.1982]
metonymisch In der 200.000 Einwohner zählenden Stadt tummeln sich über 300 Bands, die Proberäume suchen, Gigs (= Auftrittsmöglichkeiten) ausfindig machen wollen und Konzerte planen. [konkret, 2000 [1986]]

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Typische Verbindungen zu ›Gig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gig‹.

Zitationshilfe
„Gig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gig#3>, abgerufen am 07.12.2021.

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