Glühbirne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungGlüh-bir-ne (computergeneriert)
WortzerlegungglühenBirne
eWDG, 1969

Bedeutung

Glühlampe in der Form einer Birne
Beispiele:
eine neue Glühbirne einschrauben
die Glühbirne brannte nur noch schwach
unter das kalte Licht der Glühbirnen [WerfelMusa Dagh535]
Die Glühbirnen der löwenfüßigen Schaftkandelaber und der großen Kristall-Lüster brannten im Gartensalon [Th. MannKönigl. Hoheit7,330]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glühen · Glühbirne · Glühwein · Glühwürmchen
glühen Vb. ‘Hitze ausstrahlen, vor Hitze leuchten, ohne Flamme brennen, begeistert sein’, ahd. gluoen ‘glühen, brennen’ (9. Jh.), mhd. glüe(je)n, glüewen, asächs. glōian, mnd. glöyen, mnl. gloeyen, glōyen, nl. gloeien ‘glühen’ gehen zurück auf ie. *g̑hlō-, während aengl. glōwan, engl. to glow ‘glühen’, anord. glōa ‘leuchten, glänzen’ ie. *g̑hlōu- voraussetzen; beide Formen gehören zu der unter ↗gelb (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’. Glühbirne f. ‘birnenförmige Glühlampe’ (20. Jh.), vermutlich nach Glühstrumpf, dem ‘Glühkörper der Gasbeleuchtung’, für älteres Glasbirne (2. Hälfte 19. Jh.). Glühwein m. ‘heiß zu trinkender, gewürzter Rotwein’ (Anfang 19. Jh.); älter geglühter Wein (17. Jh.), glühender Wein (18. Jh.), d. h. ‘heißgemachter, heißer Wein’. Glühwürmchen n. ‘Leuchtkäfer, Johanniswürmchen’ (Anfang 19. Jh.), Deminutivum zu Glühwurm (seit dem 18. Jh. bezeugt, in der Mundart wohl älter, vgl. engl. glowworm, 14. Jh.). Landschaftliche Varianten sind Johanniskäfer, -fünkchen, Zündkäfer, -würmlein. Vgl. Pfeifer Tiernamen 330 ff.

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Glühbirne · ↗Glühfadenlampe · ↗Glühlampe  ●  ↗Glühlicht  veraltet · ↗Birne  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswechseln Energiesparlampe Girlande Leuchten Leuchtstoffröhre Neonröhre Watt Wolframdraht aufleuchtend ausschrauben auswechseln baumeln baumelnd blinkend defekt durchbrennen durchgebrannt durchknallen eindrehen einschrauben energiesparend erleuchten flackern flackernd herausschrauben herkömmlich illuminieren kaputt leuchten nackt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Glühbirne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und Sie überlegen sich den Platz für jede einzelne Glühbirne?
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2004
Mit der Glühbirne als Symbol versprechen sie, Licht ins Dunkel der korrupten türkischen Politik zu tragen.
Der Tagesspiegel, 14.08.2001
Sie wechselte auch über dem Eingang außen eine defekte Glühbirne aus.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 195
Dreht man den Schalter in die erste Stellung, brennt nur die dicke Glühbirne.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 240
Vor dem Schlichtungsausschuß gestand er ohne weiteres, Glühbirnen gestohlen zu haben.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 1008
Zitationshilfe
„Glühbirne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Glühbirne>, abgerufen am 19.09.2019.

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