Gletscher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gletschers · Nominativ Plural: Gletscher
Aussprache
WorttrennungGlet-scher (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Gletscher‹ als Erstglied: ↗Gletscherbach · ↗Gletscherbrand · ↗Gletscherbrille · ↗Gletschereis · ↗Gletscherfeld · ↗Gletscherforschung · ↗Gletscherhang · ↗Gletscherkunde · ↗Gletscherlandschaft · ↗Gletschermilch · ↗Gletschermühle · ↗Gletscherschutt · ↗Gletscherspalte · ↗Gletschertisch · ↗Gletschertopf · ↗Gletschertor · ↗Gletscherwanderung · ↗Gletscherzone · ↗Gletscherzunge · ↗gletscherartig
 ·  mit ›Gletscher‹ als Grundform: ↗vergletschern
eWDG, 1969

Bedeutung

von Firnfeldern gespeister Strom aus Eis
Beispiele:
ein Gletscher der Eiszeit
die Bewegungen eines Gletschers
Ablagerungen von Gletschern
die durch die Gletscher beförderten Moränen
eine durch einen Gletscher verursachte Katastrophe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gletscher m. ‘sich langsam talab bewegender Eiskörper’ (in Hochgebirgen und Polargebieten). Schweizerdt. Gletzer, Gletscher, das sich durch literarische Verwendung im 16. Jh. weiter im Hd. ausbreitet, ist aus roman. Dialektformen des Alpengebietes (vgl. glačer in Wallis, giascei im Tessin) entlehnt, die wie gleichbed. frz. glacier, ital. ghiacciaio auf einem vlat. *glaciārium (abgeleitet von lat. glaciēs, spätlat. glacia ‘Eis’) beruhen.

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Gletscher  ●  ↗Ferner  bair., tirolerisch · ↗Kees  österr.
Unterbegriffe
  • Mendenhall-Gletscher  ●  Auke-Gletscher  veraltet
  • Rettenbachferner · Rettenbachgletscher
  • Eisloben · Piedmontgletscher · Vorlandgletscher
  • Rhonegletscher · Rottengletscher
  • Eiskappe · ↗Plateaugletscher
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschmelzen Alp Alpe Eisberg Eiskappe Eismaß Eisschild Eiszeit Fels Fjord Geysir Hochgebirge Kalben Moräne Polkappe Schmelzen Schmelzwasser Schneefeld Treibhaus Vulkan Wasserfall abschmelzen abschmelzend antarktisch eiszeitlich grönländisch kalben kalbend schmelzen schmelzend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gletscher‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer möchte, kann problemlos von einem Gletscher zum anderen wechseln.
Der Tagesspiegel, 22.12.2002
Vierhundert, in manchen Landesteilen fünfhundert Jahre lang war es vom Osmanischen Reich wie von einem Gletscher begraben.
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2001
Doch noch waren sie getrennt durch die Gletscher des Rauchenden Berges und der Weißen Frau.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 54
Die Gletscher der nördlichen und südlichen Zone dringen vor und bedecken einen großen Teil des Landes.
Petersen, Jes: Erde und Mensch, Berlin: Columbus-Verl. [1935] [1925], S. 51
Drüben am Rande des Gletschers befanden sich Sandhügel, von rückwärts ungefähr einen halben Meter hoch, von vorne zwei bis drei Meter, hoch im Abfall.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 25762
Zitationshilfe
„Gletscher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gletscher>, abgerufen am 16.11.2018.

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