Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gold, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gold(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Gold‹ als Erstglied: Gold führend · Goldader · Goldafter · Goldammer · Goldanstrich · Goldarbeit · Goldatom · Goldaugenbremse · Goldausbeute · Goldbarbe · Goldbarren · Goldbarsch · Goldbergwerk · Goldbeschlag · Goldbestand · Goldblättchen · Goldborte · Goldbrasse · Goldbrassen · Goldbrille · Goldbrokat · Goldbronze · Goldbrosche · Goldbuchstabe · Goldbörse · Golddeckung · Golddistel · Golddoublé · Golddraht · Golddruck · Golddublee · Goldehrlichkeit · Goldengel · Goldesel · Goldfaden · Goldfasan · Goldfeder · Goldfeld · Goldfieber · Goldfinger · Goldfisch · Goldfliege · Goldfolie · Goldfranse · Goldfuchs · Goldfüllung · Goldgehalt · Goldgeld · Goldgeschirr · Goldgeschmeide · Goldgewinnung · Goldgier · Goldglanz · Goldglas · Goldgrube · Goldgrund · Goldgräber · Goldgulden · Goldhaar · Goldhamster · Goldhase · Goldhähnchen · Goldjunge · Goldkettchen · Goldkette · Goldkind · Goldklumpen · Goldknopf · Goldkorn · Goldkrone · Goldkurs · Goldkäfer · Goldküste · Goldlack · Goldlager · Goldland · Goldleder · Goldlegierung · Goldleiste · Goldlitze · Goldmacher · Goldmacherei · Goldmark · Goldmarkt · Goldmedaille · Goldmine · Goldmull · Goldmundstück · Goldmädchen · Goldmünze · Goldnessel · Goldorfe · Goldpapier · Goldparität · Goldparmäne · Goldplattierung · Goldplombe · Goldpokal · Goldpool · Goldpreis · Goldprobe · Goldrahmen · Goldrand · Goldrausch · Goldraute · Goldregen · Goldreichtum · Goldreif · Goldreinette · Goldrenette · Goldreserve · Goldring · Goldrute · Goldsand · Goldschatz · Goldschaum · Goldschläger · Goldschmied · Goldschmiede · Goldschmuck · Goldschnitt · Goldschrift · Goldseife · Goldsohn · Goldspecht · Goldspitze · Goldstandard · Goldstaub · Goldstickerei · Goldstoff · Goldstück · Goldsucher · Goldtochter · Goldton · Goldtopas · Goldtresse · Goldvorrat · Goldwaage · Goldware · Goldwasser · Goldwährung · Goldwäsche · Goldwäscher · Goldwäscherei · Goldzahn · Goldüberzug · gold gelockt · goldartig · goldbeschlagen · goldbesetzt · goldbetresst · goldblond · goldbraun · golddurchwirkt · goldecht · goldehrlich · golden · goldfarben · goldfarbig · goldführend · goldgelb · goldgelockt · goldgerändert · goldgierig · goldglänzend · goldgrün · goldhaarig · goldhaltig · goldhell · goldhungrig · goldlockig · goldrichtig · goldtreu · goldverziert · goldähnlich · gülden
 ·  mit ›Gold‹ als Letztglied: Abendgold · Altgold · Barrengold · Berggold · Betongold · Blattgold · Dubleegold · Dukatengold · Falschgold · Feingold · Flittergold · Halbgold · Hüftgold · Katzengold · Knittergold · Kronengold · Mattgold · Muschelgold · Musivgold · Münzgold · Nazigold · Neugold · Olympiagold · Plattgold · Raubgold · Rauschgold · Reingold · Rotgold · Schaumgold · Sonnengold · Talmigold · Waschgold · Weißgold · Zahngold
 ·  mit ›Gold‹ als Grundform: vergolden  ·  formal verwandt mit: durchgoldet
eWDG

Bedeutungen

1.
wertvolles, in der Natur stets gediegen vorkommendes, hochgeschätztes Edelmetall, das im kompakten und geschmolzenen Zustand eine gelbe Farbe besitzt
Beispiele:
Gold suchen, finden
(nach) Gold graben, schürfen
Gold (aus dem Flusssand) waschen
historisch Gold machen (= chemisch herzustellen versuchen)
Gold und Silber, Platin
Gold mit Silber, Kupfer legieren
gelbes, rotes, glänzendes, leuchtendes, gediegenes, reines, massives Gold
gehobengleißendes Gold
Schmuck, Geräte aus echtem Gold
unechtes Gold
den Feingehalt des Goldes berechnete man früher in Karat
etw. mit Gold überziehen
ein mit Gold überzogener Löffel
der Anhänger zu der Kette war aus, in Gold gearbeitet
ein in Gold gefasster Smaragd
etw. glänzt wie Gold
etw., jmd. ist jmdm. so kostbar, teuer wie Gold
jmd. ist treu, zuverlässig wie Gold
gehobener war lauter wie Gold
sprichwörtliches ist nicht alles Gold, was glänzt
sprichwörtlicheigner Herd ist Goldes wert
Ich war nicht in der Absicht nach Johannesburg gegangen, mich am Run nach dem Golde zu beteiligen [ SchomburgkAfrika110]
Laß mir den besten Becher Weins / In purem Golde reichen [ GoetheSänger]
Bitten wir ihn zu Gevatter, so schenkt er dem Kinde ein ganzes Service aus schwerem Golde [ Th. MannBuddenbrooks1,408]
Es ist noch lang' nicht alles Gold gemünzt [ SchillerPiccolominiI 2]
bildlich
Beispiele:
das schwarze Gold (= Kohle)
das flüssige Gold (= Erdöl)
gehobendas Gold der untergehenden Sonne
gehobenIhr Haar sonnt sich … in dem mächtigeren Gold des Lichtes [ H. Mann8,63]
gehobenUnd luft und land in lautrem golde schwamm [ St. GeorgeSiebenter Ring133]
gehobennun war der Äther nichts als wehendes Gold und Klarheit [ Hausm.Lampioon93]
2.
Münze, Geldstück aus 1
Beispiele:
er hat noch Gold von früher
er bezahlt in Gold
jmd., etw. ist nicht in, mit Gold zu bezahlen
umgangssprachlichjmd., etw. ist nicht in, mit Gold aufzuwiegen
umgangssprachlichdiese Arbeiten wurden ihm mit Gold aufgewogen (= für diese Arbeiten wurde er sehr hoch bezahlt)
Gold fließt in die Kassen
jmd. scheffelt das Gold, verdient eine Stange Gold
das olympische Gold (= die olympische Goldmedaille)
salopp, scherzhaftmein Gold! (= mein Goldstück!)
jmd. hat Gold in der Kehle (= kann mit seiner schönen Singstimme viel Geld verdienen)
von Gold und Silber (= von goldenem und silbernem Tafelgeschirr) speisen
umgangssprachlichSolch ein Mieter ist nicht mit Gold aufzuwiegen [ BrechtGuter Mensch2]
Er wirbt nicht lange, er zeiget nicht Gold [ SchillerWallenst. Lager11]
Schmuckstück aus 1
Beispiele:
er schmückte sie mit Gold und Edelsteinen
umgangssprachlich, abwertendvon Gold strotzen
umgangssprachlich, abwertendsie war mit Gold und Juwelen behängt
3.
großer Reichtum
Beispiele:
im Gold schwimmen
dem Gold nachjagen
Hätte er […] riesige Schwindelgeschäfte getätigt und Amerika und die Menschheit sich selber überlassen, dann säße er jetzt dick in Gold und Ehren [ Feuchtw.Füchse758]
Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles [ GoetheFaustI 2802]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gold · golden · vergolden · goldig · Goldfisch · Goldkäfer · Goldlack · Goldwaage
Gold n. Die gemeingerm. Bezeichnung des gelbglänzenden, in der Natur stets gediegen vorkommenden Edelmetalls ahd. gold (8. Jh.), mhd. mnd. golt, asächs. afries. aengl. engl. gold, mnl. gout, nl. goud, anord. gull, goll, schwed. dän. guld, got. gulþ (germ. *gulþa-) führt auf schwundstufiges ie. *g̑hḷtom, während die verwandten Formen lett. zelts, aslaw. zlato, russ. zóloto (золото), poln. złoto ‘Gold’, ostlit. žel̃tas ‘golden, goldgelb, blond’ ie. *g̑heltom, *g̑holtom voraussetzen, sämtlich Bildungen zu der unter gelb (s. d.) aufgeführten, weitverzweigten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, zu der auch aind. híraṇyam, awest. zaranya- ‘Gold’ gehören. Die Bezeichnung ist daher als ‘das Gelbschimmernde’ zu deuten. golden Adj. ‘aus Gold bestehend, hergestellt, goldfarben, schön, wertvoll’. Neben dieser heute allein üblichen, doch vereinzelt schon spätmhd. bezeugten und an das Substantiv Gold angeglichenen Form steht (bis Anfang 19. Jh.) älteres gulden und umgelautetes gülden; vgl. ahd. (um 800), mhd. asächs. mnd. guldīn. vergolden Vb. ‘mit einer dünnen Schicht Gold überziehen, verschönen, angenehm, glücklich machen’; entsprechend dem Adjektiv golden setzt sich auch beim Verb die an das Substantiv angeglichene Form vergolden erst spät durch; mhd. vergulden, daneben vereinzelt auch schon vergolden; lange miteinander konkurrierend vergulden und vergülden. goldig Adj. ‘wie Gold glänzend’, heute vor allem in übertragenem Sinne ‘reizend, lieb, nett’ (um 1700), in der älteren Bergmannssprache ‘goldhaltig’ (16. Jh.). Goldfisch m. goldglänzender Zierfisch, ‘Goldkarausche’, in Wörterbüchern seit dem 15. Jh. gebucht. Goldkäfer m. goldgrüner, metallisch glänzender Käfer (15. Jh.). Goldlack m. halbstrauchartiger Kreuzblütler mit wohlriechenden goldgelben bis dunkelbraunen Blüten (18. Jh.). Goldwaage f. ‘Feinwaage für Edelmetall’ (14. Jh.), oft in der Wendung ein Wort, Worte auf die Goldwaage legen ‘das Gesagte genau prüfen, übergenau nehmen’ (seit frühnhd. Zeit).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Au  Elementsymbol · Aurum  lat. · Gold  Hauptform · gelbes Metall  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Gold‹ (berechnet)

Alchemist Azteke Fürstengrab Großkönig Helvetier Inka Karpathen Krisenwährung Maori Merowinger Schweigen Skythe Thraker Windrichtung ersehnt fixen flüssig geraubt gewinnen holen kaufen olympisch physisch pur rein schwarz verarbeiten weisse weissen weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gold‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gold‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die werden auch vor dreitausend Jahren ihr Gold nicht fortgeworfen haben. [Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 264]
Das Gold, das Ihre Männer da zusammenschaufeln, reicht für mindestens zwei Leben. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 189]
Eine besondere Fertigkeit war das Bekleiden von Bein mit Gold. [Trimborn, Hermann: Das präkolumbische Amerika. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2366]
Nach einer Unterbrechung von fünf Jahrhunderten begann man wieder Gold zu prägen. [Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7395]
Hier verschifften sie das Gold, das sie weiter oben in den Bergen gefördert hatten. [Die Zeit, 29.12.1999, Nr. 1]
Zitationshilfe
„Gold“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gold>.

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