Gottesfrieden, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Gottesfriede · Substantiv (Maskulinum)
WorttrennungGot-tes-frie-den ● Got-tes-frie-de
WortzerlegungGottFrieden
eWDG, 1969

Bedeutung

historisch im Mittelalter von der Kirche ausgesprochenes Verbot der Fehde für gewisse Tage

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch früher herrschte Gottesfrieden im Haus des Islam so wenig wie anderswo.
Süddeutsche Zeitung, 27.09.1997
Es handelte sich um eine Übertragung des »Gottesfriedens« in das weltliche Recht.
Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7318
Auch die Verteidigung des Gottesfriedens konnte zur Rechtfertigung räuberischer Übergriffe benutzt werden.
Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52
Er wirkte für den Gottesfrieden und die Einführung des Allerseelentages.
Schieffer, Th.: Odilo. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 13821
Im weiteren Verfolg der Untersuchung werden jedoch Kommunefrieden, Gottesfrieden und Landfrieden in ihren Einflüssen nicht mehr klar geschieden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 260
Zitationshilfe
„Gottesfrieden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gottesfrieden>, abgerufen am 18.10.2019.

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