Graben, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Grabens · Nominativ Plural: Gräben
Aussprache
WorttrennungGra-ben
Wortbildung mit ›Graben‹ als Erstglied: ↗Grabenbruch · ↗Grabenböschung · ↗Grabenkampf · ↗Grabenkrieg · ↗Grabenlinie · ↗Grabenrand · ↗Grabensohle · ↗Grabenstück · ↗Grabenwand
 ·  mit ›Graben‹ als Letztglied: ↗Abflussgraben · ↗Ableitungsgraben · ↗Abstichgraben · ↗Abzugsgraben · ↗Bewässerungsgraben · ↗Burggraben · ↗Chausseegraben · ↗Deckungsgraben · ↗Dorfgraben · ↗Entwässerungsgraben · ↗Fanggraben · ↗Festungsgraben · ↗Floßgraben · ↗Flutgraben · ↗Fuchsgraben · ↗Fundamentgraben · ↗Hauptgraben · ↗Hindernisgraben · ↗Laufgraben · ↗Leitungsgraben · ↗Längsgraben · ↗Mühlgraben · ↗Panzergraben · ↗Quergraben · ↗Schlossgraben · ↗Schutzgraben · ↗Schützengraben · ↗Sicherheitsgraben · ↗Splittergraben · ↗Stadtgraben · ↗Straßengraben · ↗Trennungsgraben · ↗Umfassungsgraben · ↗Verbindungsgraben · ↗Verteidigungsgraben · ↗Wallgraben · ↗Wassergraben · ↗Zuflussgraben · ↗Zuggraben
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
längs verlaufende, größere Vertiefung im Erdreich, breite und tiefe Rinne
Beispiele:
ein tiefer, flacher, breiter, schmaler, langer, künstlicher, natürlicher, trockener, nasser, trennender Graben
ein mit Wasser gefüllter Graben
der neben der Chaussee entlangführende Graben
ein Graben hatte sich gebildet
einen Graben ziehen, schaufeln, ausheben, verbreitern, zuschütten, einebnen
durch die trockenen Felder wurden Gräben zur Bewässerung gezogen
einen Graben nehmen (= darüberspringen, darüber hinwegreiten)
in einen Graben fallen, stürzen
seinen Wagen in den Graben fahren
er war in den Graben gefahren
er lag im Graben
sie landeten schließlich im Graben (= fuhren, stürzten hinein)
über einen Graben springen
2.
ausgehobene Befestigungsanlage an der vordersten Front, die zur Deckung und zum Schutz des Verteidigers dient und zugleich ein wichtiges Hindernis für den Angreifer bildet, Schützengraben
Beispiele:
im vordersten Graben liegen
einen Graben abriegeln, besetzen, verteidigen
den Graben (ein)nehmen
ein Graben um eine Festung, Burg
Wall und Graben bauen
dafür sind wir nicht draußen gewesen und haben im Graben gelegen [DöblinAlexanderpl.94]
daß wir im Graben das Essen viel zu spät und kalt bekommen hatten [RemarqueIm Westen11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Graben m. ‘längsverlaufende Vertiefung im Boden, ausgehobene Befestigungsanlage an vorderster Front’, ahd. grabo (9. Jh.), mhd. grabe, asächs. graƀo, mnd. mnl. grāve sind Substantivbildungen (mask. n-Stämme) zu dem unter ↗graben (s. d.) behandelten Verb. Auslautendes -n im Hd. (zuerst gegen Ende des 13. Jhs., häufiger seit dem 15. Jh.) stammt aus den flektierten Formen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Furche · Graben · ↗Kanal · lange Vertiefung
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Falte · ↗Furche · Graben · ↗Mulde · ↗Riefe · ↗Spur · ↗Vertiefung
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Abstand  fig. · Graben  fig. · ↗Kluft  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erdwall Ost Wall atlantisch aufgerissen aufreißen auftun ausgehoben ausheben breit digital einebnen ethnisch garstig ideologisch klaffen ostafrikanisch rutschen tief transatlantisch trennend unüberbrückbar unüberwindbar vertiefen vorder zugeschüttet zuschütten überbrücken überspringen überwinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Graben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als ich schön um die Kurven driften wollte, war da plötzlich dieser tiefe Graben neben der Straße.
Die Welt, 08.10.2005
Wir alle mussten in einem Graben bei der Straße sitzen, auf der wir in kleinen Gruppen weggeführt wurden, um getötet zu werden.
Der Tagesspiegel, 21.09.2003
Ein Teil der Männer in den Gräben schlief noch immer.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 81
Ein Stück des Grabens geht mitten durch einen schönen Park.
Brief von Gotthold Rohden vom 19.02.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 114
Das geschlagene Heer zog sich in das durch einen Graben geschützte Lager auf den Höhen zurück.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. V. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 12289
Zitationshilfe
„Graben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Graben>, abgerufen am 25.08.2019.

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