Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Granat, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Granat(e)s/Granaten · Nominativ Plural: Granate(n)
Aussprache 
Worttrennung Gra-nat
Wortbildung  mit ›Granat‹ als Erstglied: Granatbrosche · Granatkette · Granatschmuck
Herkunft aus gleichbedeutend granatusmlat
eWDG

Bedeutung

verbreiteter, oft purpurrot gefärbter Halbedelstein von großer Härte und schönem Glanz, der zu den Silikaten gehört
Beispiel:
sie […] borgte mir deshalb, um mich zu beruhigen, ihr eigenes Halsband aus böhmischen Granaten [ KafkaSchloß249]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Granat m. stark glänzender, meist roter Schmuckstein, mhd. grānāt, Entlehnung aus gleichbed. mlat. granatus (wohl substantiviert aus *lapis granatus), das entweder als ‘körniger (d. h. kornförmiger) Edelstein’ (vgl. lat. lapis ‘Stein, Edelstein’ und lat. grānātus Adj. ‘mit Körnern, Kernen versehen’, zu lat. grānum ‘Korn, Kern’) zu verstehen ist oder besser aus dem übertragenen Gebrauch von lat. (mālum) grānātum (s. Granatapfel) entstanden sein mag, indem die Farbe des Minerals mit den roten Granatapfelblüten verglichen wird.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik, Zoologie
Synonymgruppe
Granat · Knat · Porre · Sandgarnele · Strandgarnele  ●  Nordseegarnele  Hauptform · Crangon crangon  fachspr. · Graue Krabbe  ugs., fälschlich · Nordseekrabbe  ugs., fälschlich
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Granat‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An Deck lag ein großer Haufen Granat mit grünem Tang dazwischen. [Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 112]
Farblich besonders apart, nicht unerschwinglich, doch modisch sind Kompositionen aus Perlen und Granats. [Die Zeit, 27.09.1968, Nr. 39]
In Österreich früher Bezeichnung für das in Böhmen mit Granat zu Schmuck verarbeitete achtkarätige Gold, das nicht gestempelt wurde. [o. A.: Lexikon der Kunst - N. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 13136]
Man trägt auch in der Hansestadt Rot, Granat oder Rubin. [Die Welt, 30.08.2003]
Es hatte nur einen Wunsch: einmal ein Pferd wie Granat zu besitzen und zu reiten. [Süddeutsche Zeitung, 07.04.1999]
Zitationshilfe
„Granat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Granat>.

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