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Granat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Granat(e)s/Granaten · Nominativ Plural: Granate(n)
Aussprache
WorttrennungGra-nat
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Granat‹ als Erstglied: ↗Granatbrosche · ↗Granatkette · ↗Granatschmuck
eWDG, 1969

Bedeutung

verbreiteter, oft purpurrot gefärbter Halbedelstein von großer Härte und schönem Glanz, der zu den Silikaten gehört
Beispiel:
sie […] borgte mir deshalb, um mich zu beruhigen, ihr eigenes Halsband aus böhmischen Granaten [KafkaSchloß249]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Granat m. stark glänzender, meist roter Schmuckstein, mhd. grānāt, Entlehnung aus gleichbed. mlat. granatus (wohl substantiviert aus *lapis granatus), das entweder als ‘körniger (d. h. kornförmiger) Edelstein’ (vgl. lat. lapis ‘Stein, Edelstein’ und lat. grānātus Adj. ‘mit Körnern, Kernen versehen’, zu lat. grānum ‘Korn, Kern’) zu verstehen ist oder besser aus dem übertragenen Gebrauch von lat. (mālum) grānātum (s. ↗Granatapfel) entstanden sein mag, indem die Farbe des Minerals mit den roten Granatapfelblüten verglichen wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
Granat · ↗Nordseekrabbe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Bombe Disco Explosion Mine Rakete Splitter Sprengplatz Sprengstoff abfeuern abgefeuert abschießen beschießen entschärfen explodiert mitnehmen scharf schleudern transportieren triefen voll werfen zerfetzen zünden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Granat‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An Deck lag ein großer Haufen Granat mit grünem Tang dazwischen.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 112
Farblich besonders apart, nicht unerschwinglich, doch modisch sind Kompositionen aus Perlen und Granats.
Die Zeit, 27.09.1968, Nr. 39
In Österreich früher Bezeichnung für das in Böhmen mit Granat zu Schmuck verarbeitete achtkarätige Gold, das nicht gestempelt wurde.
o. A.: Lexikon der Kunst - N. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 13136
Es hatte nur einen Wunsch: einmal ein Pferd wie Granat zu besitzen und zu reiten.
Süddeutsche Zeitung, 07.04.1999
Mit dieser erheblichen Steigerung aller Aufwendungen hielt der Preis für die Nordsee-Garnele, auch Krabbe oder Granat genannt, nicht Schritt.
o. A. [k]: Krabbenfischer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1980]
Zitationshilfe
„Granat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Granat>, abgerufen am 10.12.2019.

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