Granit, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Granit(e)s · Nominativ Plural: Granite
Aussprache
WorttrennungGra-nit (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Granit‹ als Erstglied: ↗Granitblock · ↗Granitbruch · ↗Granitfelsen · ↗Granitgebirge · ↗Granitmassiv · ↗Granitplatte · ↗Granitquader · ↗granitartig · ↗graniten · ↗granithaltig
 ·  mit ›Granit‹ als Grundform: ↗granitisch
eWDG, 1969

Bedeutung

weitverbreitetes, körniges, sehr hartes Gestein aus Feldspat, Quarz und Glimmer, das in der Natur flache Kuppen, Bänke und Rücken bildet
Beispiele:
der Granit dieses Gebirgszuges
ein Denkmal, Grabstein aus Granit
rötlicher Granit
übertragen
Beispiel:
bei jmdm. auf Granit beißen (= auf starken Widerstand stoßen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Granit · graniten
Granit m. sehr hartes Gestein (aus körnigen Teilen), Entlehnung (18. Jh.) von frz. granit, das seinerseits aus in gleichem Sinne verwendetem ital. granito stammt, dem substantivierten Part. Perf. von ital. granire ‘körnen, körnig werden’ (vgl. mlat. granitum marmor ‘körniger Marmor’); zu ital. grano, lat. grānum ‘Korn, Körnchen, Kern’ (s. ↗Gran, ↗Granat). Fernzuhalten ist hier, obwohl letztlich ebenfalls auf lat. grānum beruhend, mhd. grānīt ‘Scharlachfarbe’. graniten Adj. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsplatte Basalt Chrom Edelstahl Glimmer Gneis Kalkstein Kirschholz Klinker Marmor Naturstein Porphyr Quarz Sandstein Schiefer Stele Travertin beißen dunkelgrau dunkelrot geschliffen grau graugrün hellgrau meißeln pflastern poliert rosafarben rötlich schlesisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Granit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insgesamt 1137 Namen stehen auf den Platten aus schwarzem polierten Granit.
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2002
Der resultierende Druck von 3000 bar reißt den Granit in Stücke.
Die Zeit, 18.04.1980, Nr. 17
Geringer ist er im Granit, der zu einem scharfkantigen wasserdurchlässigen Grus verwittert, am dürftigsten im trockenen hitzigen Sandstein.
Lais, Robert: Dr. Hans Kauffmann's hinterlassene Schneckensammlung, Naumburg: Lippert 1925, S. 381
Es besteht aus Granit mit aufgelegtem Sandstein und ist mit grünem Wald bestanden.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 15
Und ich sah, daß ich einen Stein in die Hand bekam, schwer und von frischen scharfen Kanten, Granit, er lag auf meinem Schreibtisch.
Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 154
Zitationshilfe
„Granit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Granit>, abgerufen am 19.10.2019.

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