Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Granne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Granne · Nominativ Plural: Grannen
Worttrennung Gran-ne (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Granne‹ als Erstglied: Grannenhaar
eWDG

Bedeutungen

1.
borstige Spitze an Gräsern, Getreide
2.
Oberhaar von Pelztieren
Beispiele:
ein Fell mit dichten, langen Grannen
goldgelbe Grannen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Granne · grannig
Granne f. ‘borstenartige Spitze an Ähren, Gräsern’, ahd. grana ‘Barthaar, Schnurrbart’ (8. Jh.), mhd. gran(e) ‘Spitze eines Haares, Barthaar, stachliges Haar, Ährenborste, Gräte’, aengl. granu ‘Schnurrbart’, anord. grǫn ‘Barthaar, Schnurrbart’, auch ‘Tanne’ (eigentlich ‘Nadel’) sind verwandt mit den slaw. Formen aruss. granь ‘Grenze, Grenzlinie’, russ. gran’ (грань) ‘Grenze, Markstein, Abschnitt’, tschech. hrana ‘Grenze, Ecke’, apoln. poln. grań ‘Ecke, Winkel, Grenze’ (aus dessen Ableitung nhd. Grenze, s. d., entlehnt ist). Sie alle führen mit n-Suffix auf die Formen ie. *ghrō-, *ghrə- der Wurzel ie. *gher(ə)- ‘hervorstechen’ (von Pflanzentrieben, Stacheln, Borsten, Erderhebungen, Kanten), zu der auch Grat, Gräte und, im Anschluß an die weiterführende Bedeutung ‘wachsen, grünen’, Gras, grün gehören (s. d.). grannig Adj. ‘mit Grannen, borstig’ (16. Jh.).
Zitationshilfe
„Granne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Granne>.

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