Granne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Granne · Nominativ Plural: Grannen
WorttrennungGran-ne (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Granne‹ als Erstglied: ↗Grannenhaar
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
borstige Spitze an Gräsern, Getreide
2.
Oberhaar von Pelztieren
Beispiele:
ein Fell mit dichten, langen Grannen
goldgelbe Grannen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Granne · grannig
Granne f. ‘borstenartige Spitze an Ähren, Gräsern’, ahd. grana ‘Barthaar, Schnurrbart’ (8. Jh.), mhd. gran(e) ‘Spitze eines Haares, Barthaar, stachliges Haar, Ährenborste, Gräte’, aengl. granu ‘Schnurrbart’, anord. grǫn ‘Barthaar, Schnurrbart’, auch ‘Tanne’ (eigentlich ‘Nadel’) sind verwandt mit den slaw. Formen aruss. granь ‘Grenze, Grenzlinie’, russ. gran’ (грань) ‘Grenze, Markstein, Abschnitt’, tschech. hrana ‘Grenze, Ecke’, apoln. poln. grań ‘Ecke, Winkel, Grenze’ (aus dessen Ableitung nhd. ↗Grenze, s. d., entlehnt ist). Sie alle führen mit n-Suffix auf die Formen ie. *ghrō-, *ghrə- der Wurzel ie. *gher(ə)- ‘hervorstechen’ (von Pflanzentrieben, Stacheln, Borsten, Erderhebungen, Kanten), zu der auch ↗Grat, ↗Gräte und, im Anschluß an die weiterführende Bedeutung ‘wachsen, grünen’, ↗Gras, ↗grün gehören (s. d.). grannig Adj. ‘mit Grannen, borstig’ (16. Jh.).
Zitationshilfe
„Granne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Granne>, abgerufen am 24.05.2019.

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