Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Gravität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gravität · Nominativ Plural: Gravitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Gra-vi-tät
Wortbildung  mit ›Gravität‹ als Erstglied: gravitätisch
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

spöttisch steife, feierliche Würde
Beispiele:
mit Gravität einherschreiten
Der in Gravität und Sorglichkeit gehüllte Eifer [ Wasserm.Wahnschaffe2,227]

Thesaurus

Synonymgruppe
Erhabenheit · Gefasstheit · Haltung · Stolz · Vornehmheit · würdevolles Benehmen  ●  Dignität  geh., bildungssprachlich · Distinktion  geh. · Getragenheit  geh. · Grandezza  geh., ital. · Gravität  geh., bildungssprachlich · Pathetik  geh. · Weihe  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Gravität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Streng muß es eben zugehen; auch die Reinigung des Tempels will mit der nötigen Gravität besorgt werden. [Die Zeit, 15.10.1993, Nr. 42]
Edwards dagegen gilt zwar als integer, aber ihm fehlt es an Gravität. [Der Tagesspiegel, 05.10.2004]
Wen haben wir da vor uns in geschliffen schwarzer Eleganz und symmetrischem Ernst, wer steckt in diesen 250 Kilo Gravität? [Die Zeit, 22.03.2010, Nr. 12]
Der Wechsel der Generationen, der sich auch in der Politik niederschlägt, ist in Deutschland von anderer, nämlich größerer Gravität als andernorts. [Die Welt, 19.12.2000]
Neben der dunklen Gravität des Alten nahm sich die klirrende Buntheit des Jungen noch leuchtender und geräuschvoller aus. [Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 41]
Zitationshilfe
„Gravität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gravit%C3%A4t>.

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