Grieß, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Grießes · Nominativ Plural: Grieße · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Grieß‹ als Erstglied: Grießbrei · Grießkloß · Grießknödel · Grießkoch · Grießnockerl · Grießpudding · Grießsuppe · grießig
 ·  mit ›Grieß‹ als Letztglied: Blasengrieß · Entengrieß · Gallengrieß · Hafergrieß · Harngrieß · Hartweizengrieß · Maisgrieß · Weizengrieß
eWDG

Bedeutung

körnige Masse aus grobgemahlenen, von Mehl und Kleie befreiten Getreidekörnern, die als Nahrungsmittel verwendet wird
Beispiele:
feiner, grober Grieß
den Grieß kochen, mit Milch oder Bouillon ansetzen
Brei oder Suppe mit Grieß zubereiten
die Kinder bekommen süßen, dicken Grieß (= Brei aus Grieß)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Grieß · grießig · grießeln
Grieß m. ‘geschälte und gemahlene Getreidekörner, grobkörniger Sand’, ahd. grioʒ (8. Jh.), mhd. grieʒ ‘Sand(korn), Ufersand, Ufer’, asächs. griot, mnd. grēt, mnl. griet, aengl. grēot, engl. grit, anord. grjōt ‘Kies’, schwed. gryt ‘Steinhaufen’ stellen sich mit groß, Grütze1 (s. d.) und den außergerm. Verwandten russ. grúda (груда) ‘großer Haufen’, lit. grū́das ‘Korn’ zu ie. *ghrēud-, Erweiterung der Wurzel ie. *gher- ‘hart worüber streichen, zerreiben’ (s. auch grauen2). Im Sinne von ‘gemahlenes Getreide’ ist Grieß seit dem 15. Jh. bezeugt. grießig Adj. ‘feinkörnig’, mhd. grieʒec; grießeln Vb. ‘körnig werden, bröckeln’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Grieß‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Grieß‹.

Verwendungsbeispiele für ›Grieß‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Angesichts solcher Worte fordert man in Grießen zur Solidarität auf.
Die Welt, 05.02.2000
Die Milch fing an zu kochen, und ich rührte den Grieß hinein.
Die Zeit, 17.06.1966, Nr. 25
Der weiße Grieß aus Weichweizen ist feiner, quillt schneller und wird leicht sämig.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 135
In die kochende Brühe wird unter ständigem Rühren der Grieß geschüttet und 15 Minuten lang gekocht.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 388
Durch ihn kommt das Täufertum nach Schaffhausen (Griessen), Waldshut (Hubmaier), Straßburg, Horb (Sattler), Reutlingen, Eßlingen.
Fast, H.: Reublin. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 31844
Zitationshilfe
„Grieß“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Grie%C3%9F>, abgerufen am 27.10.2021.

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