Griebe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Griebe · Nominativ Plural: Grieben · Verwendung im Singular ungebräuchlich
Aussprache  [ˈgʀiːbə]
Worttrennung Grie-be
Wortbildung  mit ›Griebe‹ als Erstglied: Griebenfett · Griebenspeck  ·  mit ›Griebe‹ als Letztglied: Fettgriebe · Speckgriebe · Talggriebe
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

meist D Reste der gebratenen Speckwürfel (vom Schwein)
Synonym zu Grammeln
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: große, kleine, dunkle, helle, knusprige Grieben
Beispiele:
Grieben wurden aus Schweinefett hergestellt und waren als Brotaufstrich gedacht. [Aachener Zeitung, 28.03.2020]
Sie brachte einen Topf mit Grieben […] und Schwarzbrot dazu – alle langten zu, und es dauerte gar nicht lange und der Griebentopf war leer. [Hamburger Abendblatt, 20.12.2019]
Blut‑ und Leberwürste, Kutteln, Zunge, Herz, Nierli, Schmalz und Grieben et cetera hatten damals einen festen Platz auf den privaten (und gastronomischen) Menüplänen. [Luzerner Zeitung, 06.04.2018]
Für so eine mit Grieben gut durchsetzte, heiße Flüssigkeit lasse ich mich mitten in der Nacht aus tiefstem Schlaf wecken. [Allgemeine Zeitung, 28.10.2008]
Nach einigen Tagen wurde das Fett vom [geschlachteten] Schwein ausgelassen und kam in den Schmalzhafen. Das reichte dann ein ganzes Jahr. Was davon übrig blieb, waren die Grieben, sie wurden auf dem Brot gegessen oder unter die Bratkartoffeln gemischt. [Badische Zeitung, 05.12.2008]
[Rezept:] Bauchfett […] in kleine Würfel schneiden, knusprig braten, Bratfett abgießen und die Hälfte der Grieben mit den vorbereiteten Füllungszutaten locker mischen, die restlichen beiseite stellen. [Süddeutsche Zeitung, 21.12.2001]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Griebe f. ‘Rückstand beim Zerlassen von Speck, Fettstückchen in der Wurst’, ahd. griobo ‘Brennholz, Ausgetrocknetes’ (11. Jh.), mhd. griebe ‘ausgedörrte Rückstände, ausgelassener Fettwürfel’, mnd. grēve; vergleichbar ist aengl. elegrēofa ‘Ölgriebe’. Herkunft ungewiß. Verwandtschaft mit Griebs (s. d.) ist wahrscheinlich.
Zitationshilfe
„Griebe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Griebe>, abgerufen am 25.10.2021.

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