Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Grippe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Grippe · Nominativ Plural: Grippen
Aussprache 
Worttrennung Grip-pe
Wortbildung  mit ›Grippe‹ als Erstglied: Grippeanfall · Grippeepidemie · Grippeerkrankung · Grippefall · Grippeimpfung · Grippeschutz · Grippeschutzimpfung · Grippevirus · Grippewelle · Grippewetter · grippekrank · grippeähnlich
 ·  mit ›Grippe‹ als Letztglied: Darmgrippe · Kopfgrippe · Magen-Darm-Grippe · Männergrippe · Schweinegrippe · Sommergrippe · Virusgrippe · Vogelgrippe
 ·  mit ›Grippe‹ als Grundform: grippal
eWDG

Bedeutung

akute Infektionskrankheit, die mit (hohem) Fieber und Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen verbunden ist, Influenza
Beispiele:
eine leichte, schwere, böse Grippe
die asiatische (= in China und anderen asiatischen Ländern zuerst aufgetretene) Grippe
die Grippe grassiert, greift immer mehr um sich, klingt bereits wieder ab
sich [Dativ] eine Grippe zuziehen, holen
mit Grippe im Bett liegen
von einer Grippe befallen werden
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Grippe f. ‘fieberhafte Erkältungskrankheit, epidemisch auftretende Viruserkrankung’, Übernahme (Ende 18. Jh., etwa zur selben Zeit wie Influenza, s. d.) von gleichbed. frz. grippe. Dieses ist wahrscheinlich Verbalsubstantiv zu frz. gripper ‘ergreifen, fassen, haschen’, das (vgl. être grippé ‘erfaßt werden’) das plötzliche Auftreten dieser Krankheit zu bezeichnen sucht. Das frz. Verb ist eine Entlehnung aus dem Germ., wohl aus anfrk. *grīpan (vgl. asächs. grīpan, mnl. grīpen, s. greifen). Oder stammt frz. grippe als eine in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aufkommende Bezeichnung für ein vermeintlich sich aus Rußland ausbreitendes „Schnupfenfieber“ (Campe) aus russ. chrip (хрип) ‘Heiserkeit’ (vgl. Gamillscheg ²501), einer postverbalen Bildung zu lautnachahmendem russ. chripét’ (хрипеть) ‘heiser sein, krächzen, röcheln’?

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Grippe · Virusgrippe · echte Grippe  ●  Influenza  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Grippe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Grippe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Grippe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viermal empfing er die Letzte Ölung, zuletzt anläßlich einer beinahe tödlichen Grippe vor zwei Jahren. [Degenhardt, Franz Josef: Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 0]
Aber vielleicht beneidete er sie schon um ihre tödliche Grippe. [Zeitler, Andreas: Eines Mannes beste Zeit. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 52]
Der hat – wegen einer Grippe für einige Tage weitab von Bonn ans Bett gefesselt – Zeit zum Nachdenken gefunden. [Die Zeit, 12.09.1997, Nr. 38]
Der Jack hat sich gleich ins Bett gelegt mit Grippe. [konkret, 1985]
Ich dachte heute morgen schon, ich hätte die Grippe am Hals. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 30.03.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Zitationshilfe
„Grippe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Grippe>.

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