Grotte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Grotte · Nominativ Plural: Grotten
WorttrennungGrot-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Grotte‹ als Letztglied: ↗Bärengrotte · ↗Feengrotte · ↗Felsengrotte · ↗Felsgrotte
eWDG, 1969

Bedeutung

(künstliche) Felsenhöhle
Beispiel:
in der Grotte war es feucht und kühl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Grotte f. ‘Felsenhöhle von geringer Tiefe’, namentlich Bezeichnung für die künstlich angelegte malerische Höhle, wie sie in der Gartenarchitektur seit der Renaissance üblich wird. Das zuerst im 15. Jh. als frühnhd. grotte bezeugte, um 1600 stärker in Gebrauch kommende Substantiv ist eine Entlehnung von ital. grotta ‘Grotte, Höhle, Wall’ (Endung -a noch in dt. Texten des 17. Jhs.). Dieses beruht auf vlat. crupta (vgl. auch mlat. grupta), lat. crypta ‘gedeckter Gang, (unterirdisches) Gewölbe, Gruft’ (s. ↗Krypta und ↗Gruft). Der u-Vokal, der sich im älteren Lat. wie im Vlat. findet, bewahrt die ursprüngliche Aussprache des griech. y (υ).

Thesaurus

Geologie
Synonymgruppe
Gewölbe · Grotte · ↗Gruft · ↗Höhle
Unterbegriffe
  • Lourdesgrotte · Mariengrotte
Synonymgruppe
Einsiedelei · Einsiedlergrotte · Einsiedlerklause · ↗Eremitage · ↗Eremitei · Eremo · Ermitage · Grotte · ↗Klause · Mönchsklause
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausgrabung Basilika Bucht Fels Grotte Höhle Höhlenforscher Kaskade Klippe Labyrinth Linderhof Nymphe Orangerie Petersdom Schlucht Sibylle Springbrunnen Teich Tempel Wasserfall Wasserspiel beisetzen blau buddhistisch künstlich südfranzösisch unterirdisch vatikanisch verwunschen weltberühmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Grotte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Plötzlich schallt ein merkwürdiges Wispern durch die Grotte, wie eine längst verwehte Sprache.
Der Tagesspiegel, 20.11.1998
Mächtige schwarze Flügel regt es in einer anderen geräumigen Grotte.
Berliner Tageblatt, 02.03.1908
Er hob sie auf seine Arme und trug sie in die Grotte.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 273
Das war die Freude des Matrosen am Eingang der Blauen Grotte.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 316
Die R. als Grotte erweist somit ihre Stellung zwischen Ornament und Naturgebilde.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 4455
Zitationshilfe
„Grotte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Grotte>, abgerufen am 13.11.2019.

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