Gruft, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Gruft · Nominativ Plural: Grüfte
Aussprache
Wortbildung mit ›Gruft‹ als Erstglied: ↗Grufti  ·  mit ›Gruft‹ als Letztglied: ↗Erbgruft · ↗Felsengruft · ↗Felsgruft · ↗Fürstengruft · ↗Kirchengruft · ↗Matratzengruft · ↗Totengruft
eWDG, 1969

Bedeutung

offenes Grab
Beispiele:
der Totengräber bereitete die Gruft für die Beerdigung vor
der Sarg wurde langsam in die Gruft hinabgelassen
Grabgewölbe
Beispiel:
der Verstorbene fand in der Gruft neben seinen Vorfahren die letzte Ruhestätte
bildlich
Beispiel:
Wenn einmal die Geschichte ihre Grüfte öffnet [BüchnerDantonIV]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gruft f. ‘Grabgewölbe, (offenes) Grab’, ahd. grufti n. (?) ‘Ziselierung’ (11. Jh.), mhd. gruft ‘gedeckter Gang, Höhle, (unterirdisches) Gewölbe’, eine Abstraktbildung zu dem unter ↗graben (s. d.) behandelten Verb. Diese vermischt sich mit gleichbed., aus vlat. crupta (s. ↗Grotte und ↗Krypta) entlehntem ahd. cruft (9. Jh.), mhd. kruft. Beide Formen fallen in nhd. Gruft zusammen. Vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 200 ff.

Thesaurus

Synonymgruppe
Grablege · Gruft · ↗Krypta
Oberbegriffe
Geologie
Synonymgruppe
Gewölbe · ↗Grotte · Gruft · ↗Höhle
Unterbegriffe
  • Lourdesgrotte · Mariengrotte

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beisetzung Bestattung Dorfkirche Garnisonkirche Gebein Gewölbe Grab Grabmal Heldenberg Hofkirche Kapelle Krypta Mausoleum Mumie Parochialkirche Pfändung Rätselschloß Sarg Sarkophag Spuk ausheben beisetzen bestatten gemauert geöffnet hinabsteigen königlich pfänden steinern unterirdisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gruft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sonst hätten sie vielleicht das Geld für ihre luxuriöse Gruft lieber den Armen gespendet.
Süddeutsche Zeitung, 04.08.1998
Da kam sie mir wie eine Gruft vor, diese Freiheit.
Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 83
Der steht aus seiner Gruft auf und sagt, er habe immer schon alles gewusst über den Daum.
Der Tagesspiegel, 19.01.2002
Ich selbst bin bestattet in einer Gruft, darüber steht der Sarkophag.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 138
Der Reichspräsident kehrt aus der Gruft zurück, die Herren seiner Begleitung schließen sich ihn an.
o. A.: "Tag der Nation" in der Potsdamer Garnisonkirche, 21.03.1933
Zitationshilfe
„Gruft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gruft>, abgerufen am 15.11.2019.

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