Gruppenbewusstsein

WorttrennungGrup-pen-be-wusst-sein
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Sozialpsychologie Bewusstsein einer bestimmten (sozialen) Gruppe, einem Kreis von Menschen anzugehören, denen man aufgrund bestimmter Gemeinsamkeiten verbunden ist, denen gegenüber man Rechte u. Pflichten, Verantwortung hat; Sinn für die Gemeinschaft, in der man lebt

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie erstreben das Gruppenbewußtsein, das an die Stelle eines inhaltslos gewordenen Individualismus treten soll.
Die Zeit, 23.08.1968, Nr. 34
Sie zeichneten sich nicht nur durch gefestigtes Gruppenbewußtsein, sondern auch durch grenzenloses Selbstbewußtsein aus.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 194
Es scheint so zu sein, dass Lebewesen allein dadurch, dass sie auf ihre nächsten Nachbarn achten, eine Art Gruppenbewusstsein entwickeln können.
Der Tagesspiegel, 02.11.2000
Es schafft Gruppenbewußtsein, und es tut der Union, die neben ihrem rechten Stammpersonal irgendwann schon noch ein paar Wähler mehr braucht, sehr weh.
Süddeutsche Zeitung, 01.02.1999
Mit der häufigen Verwendung des Pronomens "wir" appelliert der Redner an das Gruppenbewußtsein und versucht, ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen.
Barthel, Henner (Hg.), Politische Reden in der DDR, St. Ingbert: Röhrig 1998, S. 192
Zitationshilfe
„Gruppenbewusstsein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gruppenbewusstsein>, abgerufen am 15.11.2019.

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