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Gulden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Guldens · Nominativ Plural: Gulden
Aussprache 
Worttrennung Gul-den (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Gulden‹ als Letztglied: ↗Reichsgulden · ↗Silbergulden
eWDG, 1969

Bedeutung

historisch
Beispiel:
historischder holländische Gulden (= Währungseinheit)
Goldmünze, die vom 14.–19. Jahrhundert in Europa verbreitet war
Beispiel:
der Kaufmann besah mich und die schönen Gulden mit wunderlichen Blicken [ G. KellerGr. Heinrich4,106]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gulden m. seit dem 14. Jh. in Deutschland und benachbarten Gebieten verbreitete ‘Gold-’, später auch ‘Silbermünze’ (bis ins 19. Jh.), dann auch Währungseinheit der Niederlande. Mhd. guldīn, gulden ist die substantivierte Verselbständigung des Attributs in Fügungen wie guldīn pfenninc, guldīn flōrīn ‘goldener Pfennig, Goldmünze’ (vgl. lat. dēnārius aureus), eigentlich ‘der Goldene’ (s. ↗Gold). Seine Verbreitung gewinnt der Ausdruck dadurch, daß er auf den aus Florenz stammenden, seit dem 14. Jh. auch in Deutschland (besonders von rheinischen Kurfürsten) geprägten Goldfloren bezogen wird (vgl. die Abkürzung f. oder fl. für ‘Gulden’). Zur Geschichte des Wortes und der Sache vgl. ¹DWB 4, 1, 6, 1054 ff.

Typische Verbindungen zu ›Gulden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gulden‹.

Verwendungsbeispiele für ›Gulden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielmehr hat er diese Burg 1622 für 150000 Gulden gekauft.
Süddeutsche Zeitung, 05.06.2002
Wenn sie ein Jahr "clean" bleiben, bekommen sie 250 Gulden (222 Mark).
Bild, 28.03.1998
Aber diesmal war der Gulden unnötig, der Zug halb leer.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 54
Da ging der Verbrauch eines Tages nur selten über den Gulden hinaus.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 14489
Vater fragte ihn oft um Rat und lieh bei ihm manches Mal einen Gulden oder auch zwei.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 24
Zitationshilfe
„Gulden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gulden>, abgerufen am 25.09.2020.

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