Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Gummi, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gummis · Nominativ Plural: Gummi/Gummis
Nebenform österreichisch Gummi · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gummis · Nominativ Plural: Gummi/Gummis
WorttrennungGum-mi
HerkunftÄgyptisch → Griechisch → Latein
Wortbildung mit ›Gummi‹ als Erstglied: ↗Gummiarabikum · ↗Gummibaum · ↗Gummifluss · ↗Gummigutt · ↗Gummiharz · ↗gummieren
 ·  mit ›Gummi‹ als Letztglied: ↗Chiclegummi
eWDG, 1969

Bedeutung

fachsprachlich
1.
Saft, der aus der Rinde mancher Akazienarten austritt
2.
Klebstoff, Klebemasse aus 1
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gummi · Gummiarabikum · Gummibaum · gummieren
Gummi m. n. ‘Saft bestimmter Pflanzen, Gummiharz, Klebstoff, elastisches, aus Kautschuk gewonnenes Produkt’, auch kurz für ↗Radiergummi (nur m.; s. d.). Mhd. gummi (vereinzelt 13. Jh., häufiger ab 15. Jh.) ist eine Entlehnung von lat. gummi, älter cummi, griech. kómmi (κόμμι), nach ägypt. kemai, kemȧ, der Bezeichnung eines wohlriechenden Harzes. Gummiarabikum n. aus dem Saft von Akazien gewonnener Klebstoff, mlat. gummi Arabicum ‘arabischer Gummi’ (seit dem 14. Jh. in dt. Texten), teils aus Arabien stammend, teils über Arabien eingeführt. Gummibaum m. aus Ostindien stammender Feigenbaum mit lederartigen, dunkelgrün glänzenden Blättern, beliebte Zimmerpflanze (19. Jh.). gummieren Vb. ‘mit einer klebrigen Gummimasse bestreichen, mit Klebstoff versehen’ (Anfang 19. Jh.), älter ‘mit Harzen zubereiten’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gummi · ↗Gummiband
Synonymgruppe
Kondom · ↗Präservativ  ●  Gummi  ugs. · ↗Lümmeltüte  derb · ↗Pariser  ugs. · ↗Präser  ugs. · ↗Verhüterli  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Asphalt Baumwolle Benzin Blech Filz Gestank Jute Kakao Kautschuk Kork Kunststoff Lack Latex Leder Metall Palmöl Plastik Schaumstoff Silikon Sperrholz Wolle Zinn abgerieben elastisch riechen stinken synthetisch verbrannt vulkanisiert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gummi‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Laut "Focus" sind unter anderem die Tanks in den Flügeln nun mit Gummi stärker ausgekleidet.
Die Welt, 30.10.2000
Auch in den Mund nimmt man, so ist da zu lernen, fremde Partner nur mit Gummi.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.1998
Manchmal kommen irgendwelche Freier vorbeigefahren, dann halten sie an, und dann sagen sie, 30 Mark ohne Gummi.
Der Spiegel, 30.10.1989
Dort ist der Gummi genügend weit von den erhitzten Rohren entfernt.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 167
Ich schritt wie auf sich wellendem Gummi zur marmornen Fläche.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 63
Zitationshilfe
„Gummi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gummi#1>, abgerufen am 22.05.2019.

Weitere Informationen …

Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Gummi, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gummis · Nominativ Plural: Gummi/Gummis
Aussprache
WorttrennungGum-mi
HerkunftÄgyptisch → Griechisch → Latein
Wortbildung mit ›Gummi‹ als Erstglied: ↗Gummiabsatz · ↗Gummiadler · ↗Gummianzug · ↗Gummiart · ↗Gummiauflage · ↗Gummiauskleidung · ↗Gummiball · ↗Gummiband · ↗Gummibandage · ↗Gummibegriff · ↗Gummibelag · ↗Gummibereifung · ↗Gummibeutel · ↗Gummiboot · ↗Gummibärchen · ↗Gummidichtung · ↗Gummidruck · ↗Gummieinlage · ↗Gummifeder · ↗Gummifetischist · ↗Gummiflicken · ↗Gummigeschoss · ↗Gummiglocke · ↗Gummihammer · ↗Gummihandschuh · ↗Gummihaut · ↗Gummihose · ↗Gummikappe · ↗Gummikapsel · ↗Gummikissen · ↗Gummiknie · ↗Gummiknüppel · ↗Gummilinse · ↗Gummilösung · ↗Gummilöwe · ↗Gummimantel · ↗Gummiparagraf · ↗Gummiparagraph · ↗Gummipfropfen · ↗Gummiplättchen · ↗Gummiproduktion · ↗Gummiproduzent · ↗Gummipuppe · ↗Gummirad · ↗Gummiradler · ↗Gummireifen · ↗Gummiring · ↗Gummisauger · ↗Gummischeibe · ↗Gummischlauch · ↗Gummischnuller · ↗Gummischuh · ↗Gummischwamm · ↗Gummischürze · ↗Gummisohle · ↗Gummistempel · ↗Gummistiefel · ↗Gummistrumpf · ↗Gummistöpsel · ↗Gummitier · ↗Gummituch · ↗Gummitwist · ↗Gummiunterlage · ↗Gummiwagen · ↗Gummiware · ↗Gummiwärmflasche · ↗Gummizelle · ↗Gummizug · ↗Gummizwinge · ↗Gummiüberschuh · ↗gummiartig · ↗gummibelegt · ↗gummibereift
 ·  mit ›Gummi‹ als Letztglied: ↗Einweckgummi · ↗Haargummi · ↗Hartgummi · ↗Kaugummi · ↗Knetgummi · ↗Kreppgummi · ↗Profilgummi · ↗Radiergummi · ↗Schaumgummi · ↗Schwammgummi · ↗Tintengummi · ↗Ventilgummi · ↗Vollgummi · ↗Weingummi · ↗Zellgummi
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
vulkanisierter Kautschuk
Beispiel:
Fahrradreifen aus Gummi
2.
umgangssprachlich kleiner, meist rechteckiger Gegenstand zum Radieren, Radiergummi
Beispiel:
hier hast du den Gummi
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gummi · Gummiarabikum · Gummibaum · gummieren
Gummi m. n. ‘Saft bestimmter Pflanzen, Gummiharz, Klebstoff, elastisches, aus Kautschuk gewonnenes Produkt’, auch kurz für ↗Radiergummi (nur m.; s. d.). Mhd. gummi (vereinzelt 13. Jh., häufiger ab 15. Jh.) ist eine Entlehnung von lat. gummi, älter cummi, griech. kómmi (κόμμι), nach ägypt. kemai, kemȧ, der Bezeichnung eines wohlriechenden Harzes. Gummiarabikum n. aus dem Saft von Akazien gewonnener Klebstoff, mlat. gummi Arabicum ‘arabischer Gummi’ (seit dem 14. Jh. in dt. Texten), teils aus Arabien stammend, teils über Arabien eingeführt. Gummibaum m. aus Ostindien stammender Feigenbaum mit lederartigen, dunkelgrün glänzenden Blättern, beliebte Zimmerpflanze (19. Jh.). gummieren Vb. ‘mit einer klebrigen Gummimasse bestreichen, mit Klebstoff versehen’ (Anfang 19. Jh.), älter ‘mit Harzen zubereiten’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gummi · ↗Gummiband
Synonymgruppe
Kondom · ↗Präservativ  ●  Gummi  ugs. · ↗Lümmeltüte  derb · ↗Pariser  ugs. · ↗Präser  ugs. · ↗Verhüterli  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Asphalt Baumwolle Benzin Blech Filz Gestank Jute Kakao Kautschuk Kork Kunststoff Lack Latex Leder Metall Palmöl Plastik Schaumstoff Silikon Sperrholz Wolle Zinn abgerieben elastisch riechen stinken synthetisch verbrannt vulkanisiert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gummi‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Laut "Focus" sind unter anderem die Tanks in den Flügeln nun mit Gummi stärker ausgekleidet.
Die Welt, 30.10.2000
Auch in den Mund nimmt man, so ist da zu lernen, fremde Partner nur mit Gummi.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.1998
Manchmal kommen irgendwelche Freier vorbeigefahren, dann halten sie an, und dann sagen sie, 30 Mark ohne Gummi.
Der Spiegel, 30.10.1989
Dort ist der Gummi genügend weit von den erhitzten Rohren entfernt.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 167
Ich schritt wie auf sich wellendem Gummi zur marmornen Fläche.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 63
Zitationshilfe
„Gummi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gummi#2>, abgerufen am 22.05.2019.

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