Gut, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gut(e)s · Nominativ Plural: Güter
Wortbildung mit ›Gut‹ als Erstglied: ↗Gutsbesitzer · ↗Gutshaus · ↗Gutsherr · ↗Gutsherrschaft · ↗Gutshof · ↗Gutsverwalter · ↗Gutswirtschaft · ↗Gütchen1
 ·  mit ›Gut‹ als Letztglied: ↗Bauerngut · ↗Hofgut · ↗Kammergut · ↗Krongut · ↗Landgut · ↗Lehensgut · ↗Lehngut · ↗Lehnsgut · ↗Lehrgut · ↗Mustergut · ↗Pachtgut · ↗Rittergut · ↗Sattelgut · ↗Staatsgut · ↗Stadtgut · ↗Stiftsgut · ↗Tierzuchtgut · ↗Universitätsgut · ↗Versuchsgut · ↗Volksgut · ↗Waldgut · ↗Weingut · ↗Wiesengut · ↗Zinsgut
eWDG, 1969

Bedeutung

Wohngebäude und Wirtschaftsgebäude umfassender, mit Landwirtschaft verbundener Grundbesitz
Beispiele:
ein Gut pachten, erwerben, bewirtschaften
er lebte zurückgezogen auf seinen Gütern
das Gut war versteigert, enteignet worden
ein kleines, großes Gut
die volkseigenen Güter DDR
er hatte das Gütchen seiner Eltern übernommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gut · Gut · Güte · vergüten · Vergütung · begütert · gütig · begütigen · gütlich · Gutachten · Gutdünken · Guthaben · gutheißen · gutmütig · Gutschein · gutwillig
gut Adj. ahd. (8. Jh.), mhd. guot, asächs. aengl. gōd, mnd. gōt, engl. good, mnl. goet, nl. goed, anord. gōðr, schwed. dän. god, got. gōþs gehört ablautend zu der unter ↗Gatte (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *ghadh- ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenpassen’ (vgl. auch aind. gádhyaḥ ‘was man gerne festhält, was einem paßt’, aslaw. godьnъ ‘gefällig, geeignet’ sowie ahd. gigat ‘passend’). Als Ausgangsbedeutung von germ. *gōda- wird danach etwa ‘passend, geeignet’ anzusetzen sein. Das Wort zeigt, teils schon in sehr früher Zeit, eine reiche Bedeutungsentwicklung, die, von ‘passend’ ausgehend, zunächst zu ‘für einen Zweck geeignet, tauglich, brauchbar’, in spezifischer Anwendung auf Personen ‘tüchtig, geschickt’ führt. Aus dem Begriff des Geeignetseins für einen bestimmten Zweck entwickelt sich gut zum Wertbegriff im Sinne von ‘wertvoll, kostbar, hochwertig, qualitativ einwandfrei’ (bei Sachen), ‘vornehm, edel, angesehen, ehrlich’ (auf Personen oder deren Verhältnisse bezogen), ferner zum Ausdruck des Wohlgefallens, der Freude, die jemand an einer Sache oder einem Zustand hat, wird also zu ‘angenehm, bequem, vorteilhaft, erfreulich, fein, schön’. Aus ‘passend, geeignet’ entwickelt sich auch, gleichfalls schon in ältester Zeit, die Bedeutung ‘geneigt, wohlmeinend, freundlich, gefällig, gütig’; in allgemeiner ethischer Verwendung steht gut im Sinne von ‘rechtschaffen, tugendhaft, anständig’. gut wird auch zur Bezeichnung von Mengen- oder Maßangaben im Sinne von ‘richtig, ordentlich’ verwendet, woraus sich ‘reichlich, beträchtlich’ (eine gute Stunde, gute acht Tage) ergibt; schließlich kann gut als Mittel der Steigerung etwa im Sinne von ‘tüchtig, gehörig, völlig’ (ich habe gute Lust, in gutem Einvernehmen) gebraucht werden. Gut n. ‘Besitz, Vermögen, versandfertige Ware, Ladung, Material, Stoff für einen bestimmten Arbeitsprozeß (Saat-, Steingut), größerer landwirtschaftlicher Betrieb’, ahd. guot ‘Gutes, Vermögen, Besitz’ (8. Jh.), mhd. guot, auch ‘Landgut’, asächs. aengl. gōd, anord. gott, Substantivierungen des Adjektivs. Güte f. ‘hilfreiche, großherzige Gesinnung, Nachsicht, Freundlichkeit, gute Beschaffenheit, Qualität (einer Ware)’, ahd. guotī (9. Jh.), mhd. güete, asächs. gōdi. vergüten Vb. ‘entschädigen, zurückerstatten, die Güte, Beschaffenheit verbessern’, spätmhd. vergüeten ‘entschädigen, auf Zinsen anlegen’; dazu Vergütung f. (18. Jh.). begütert Adj. ‘mit Gütern, Reichtum ausgestattet, reich, wohlhabend’ (16. Jh.). gütig Adj. ‘voller Güte, hilfreich und verzeihend’, mhd. güetec. begütigen Vb. ‘gut zureden, besänftigen, beschwichtigen’ (15. Jh.). gütlich Adj. ‘in gutem Einvernehmen, ohne Streit, friedlich’, ahd. guotlīh ‘gut, heilbringend, segensreich’ (8. Jh.), mhd. guotlich, güetlich ‘gut, gütig, freundlich’. Gutachten n. ‘ausführlich begründete Stellungnahme eines Sachverständigen’ (Anfang 16. Jh.), substantivierte Zusammenrückung aus etw. für gut achten. Gutdünken n. ‘eigenes, persönliches Ermessen’, spätmhd. guotdunken, Substantivbildung aus Verbindungen wie eʒ dunket mich guot. Guthaben n. ‘worauf man Anspruch hat, zur Verfügung stehendes (gespartes) Geld, geldliche Forderung an jmdn.’ (um 1800), Substantivierung aus etw. gut haben (heute guthaben) ‘etw. zu fordern haben’. gutheißen Vb. ‘für gut befinden, billigen’ (16. Jh.), Zusammenrückung aus etw. gut heißen. gutmütig Adj. ‘von guter Gemütsart, nicht streitsüchtig, leicht zu beeindrucken, mitleidig’ (15. Jh.). Gutschein m. ‘Schein über ein Guthaben in Waren oder Geld’ (19. Jh.), Verdeutschung für ↗Bon (s. d.). gutwillig Adj. ‘guten Willen zeigend, gefügig’, ahd. guotwillīg (um 1000), mhd. guotwillic.

Thesaurus

Synonymgruppe
Domäne · ↗Gutshof
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeit (= Produkt) · ↗Artikel · ↗Erzeugnis · ↗Fabrikat · ↗Handelsgut · ↗Manufakt · ↗Produkt · ↗Ware · ↗Werk
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
...material · ...stoff · ↗Material · ↗Stoff  ●  ...gut  fachspr.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auftragseingänge Austausch Bedarfs Beförderung Böse Dienstleistungen Einfuhr Export Jenseits Schiene Transport Verteilung heiligsten hochwertige hohes immaterielle irdischen knappes kostbares landwirtschaftlichen langlebige lebenswichtigen materiellen produzierten rares sperrige transportiert volkseigenen wertvolles öffentlichen

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele von ihnen dürften ihr Hab und Gut verloren haben.
Die Zeit, 10.11.2013 (online)
Die Erhaltung des Friedens, dieses höchsten Gutes für unsere Völker, erscheint nur gesichert, wenn er auch in diesem lebenswichtigen Raum bewahrt werden kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1970]
Möglicherweise hat sich in der auch hier einstweilen noch nicht überschaubaren Überlieferung neben den drei geläufigen Weisen vereinzelt älteres Gut erhalten.
Hucke, Helmut u. Calo, José López: Responsorium. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 42897
Licht ist ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden darf!
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 624
Wir sehen das Wesen des Kapitals nicht in konkreten Gütern.
Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 297
Zitationshilfe
„Gut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gut#1>, abgerufen am 26.06.2017.

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Gut, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Gut(e)s · Nominativ Plural: Güter
Aussprache
Wortbildung mit ›Gut‹ als Erstglied: ↗Güterabfertigung · ↗Güteraustausch · ↗Güterbahnhof · ↗Güterbeförderung · ↗Güterboden · ↗Güterexpedition · ↗Güterfernverkehr · ↗Gütergemeinschaft · ↗Güterhafen · ↗Güterkraftverkehr · ↗Güternachfrage · ↗Güterschiff-Fahrt · ↗Güterschifffahrt · ↗Güterschuppen · ↗Gütertaxi · ↗Gütertransport · ↗Gütertrennung · ↗Gütertriebwagen · ↗Güterumlauf · ↗Güterumschlag · ↗Güterverkehr · ↗Güterwagen · ↗Güterwaggon · ↗Güterwirtschaft · ↗Güterzug
 ·  mit ›Gut‹ als Letztglied: ↗Agrargut · ↗Allgemeingut · ↗Allodialgut · ↗Anlagegut · ↗Archivgut · ↗Ausfuhrgut · ↗Backgut · ↗Banngut · ↗Bedarfsgut · ↗Bergungsgut · ↗Beutegut · ↗Bildungsgut · ↗Diebesgut · ↗Diplomatengut · ↗Dreschgut · ↗Ehegut · ↗Eilgut · ↗Einfuhrgut · ↗Einmachgut · ↗Erbgut · ↗Erbzinsgut · ↗Erdengüter · ↗Erntegut · ↗Ersatzgut · ↗Erzählgut · ↗Exportgut · ↗Expressgut · ↗Frachtgut · ↗Frauengut · ↗Freigut · ↗Färbegut · ↗Förderungsgut · ↗Gebrauchsgut · ↗Gedankengut · ↗Gefahrgut · ↗Gefriergut · ↗Geistesgut · ↗Gemeingut · ↗Gesamtgut · ↗Glockengut · ↗Glücksgüter · ↗Handelsgut · ↗Heeresgut · ↗Heiratsgut · ↗Hilfsgut · ↗Ideengut · ↗Importgut · ↗Industriegut · ↗Investitionsgut · ↗Kapitalgut · ↗Kaufmannsgut · ↗Kirchengut · ↗Klostergut · ↗Kochgut · ↗Kollektivgut · ↗Kommissionsgut · ↗Konsignationsgut · ↗Konsumgut · ↗Krankengut · ↗Kulturgut · ↗Kunstgut · ↗Ladegut · ↗Lagergut · ↗Leergut · ↗Leichtgut · ↗Liedergut · ↗Liedgut · ↗Luxusgut · ↗Mahlgut · ↗Massenbedarfsgut · ↗Massengut · ↗Mensalgut · ↗Messegut · ↗Nahrungsgut · ↗Passagiergut · ↗Patientengut · ↗Pflanzgut · ↗Postgut · ↗Produktionsgut · ↗Quarzgut · ↗Raubgut · ↗Rechtsgut · ↗Röstgut · ↗Rüstungsgut · ↗Saatgut · ↗Sachgut · ↗Sagengut · ↗Sammelgut · ↗Sangesgut · ↗Schmelzgut · ↗Schmuggelgut · ↗Schnittgut · ↗Schriftgut · ↗Schutzgut · ↗Schwemmgut · ↗Schwergut · ↗Schüttgut · ↗Setzgut · ↗Sperrgut · ↗Sprachgut · ↗Spülgut · ↗Stammgut · ↗Steingut · ↗Strandgut · ↗Streugut · ↗Sturzgut · ↗Stückgut · ↗Tauschgut · ↗Tongut · ↗Transitgut · ↗Transportgut · ↗Treibgut · ↗Umweltgut · ↗Umzugsgut · ↗Verbrauchsgut · ↗Versandgut · ↗Versorgungsgut · ↗Vorbehaltsgut · ↗Walzgut · ↗Waschgut · ↗Weibergut · ↗Wirtschaftsgut · ↗Wissensgut · ↗Wortgut · ↗Zollgut
 ·  formal verwandt mit: ↗begütert
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw., was einen Wert, ein Vermögen darstellt
Beispiele:
sein rechtmäßiges, erworbenes Gut
das gestohlene, fremde, herrenlose Gut
ihr in die Ehe eingebrachtes Gut
bewegliche, unbewegliche, liegende, nicht veräußerliche Güter
die wahren, irdischen, zeitlichen, äußeren, geistigen, inneren, bleibenden, ewigen Güter
nicht um alle Güter der Erde!
unrecht Gut gedeiht nicht sprichwörtlich
Gesundheit ist das höchste Gut sprichwörtlich
Vom nationalen Gut zerstört der Krieg so viel ... wie in hundert Jahren nicht herzustellen ist [H. MannZeitalter41]
Das Leben ist der Güter höchstes nicht [SchillerBraut v. MessinaIV 10]
Hab und Gut, Geld und Gut gehoben Besitz
Beispiele:
Hab und Gut verlieren
Gut und Blut (= Besitz und Leben) hingeben
Was frag' ich viel nach Geld und Gut [Volkslied]
2.
versandfertige Ware, Frachtstück
Beispiele:
leicht verderbliches Gut muss schnell befördert werden
sperrige, leichte Güter
Güter aufgeben, aufladen, abfertigen, absenden, verladen, verzollen, verschicken, mit dem Auto, Schiff, dem Flugzeug befördern
die Umladung der Güter auf dem Bahnhof
3.
Material, Stoff für einen bestimmten Arbeitsprozess
Beispiele:
schlechtes, verdorbenes Gut
stehendes und laufendes Gut (= alle festen und beweglichen Taue) Seemannssprache
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gut · Gut · Güte · vergüten · Vergütung · begütert · gütig · begütigen · gütlich · Gutachten · Gutdünken · Guthaben · gutheißen · gutmütig · Gutschein · gutwillig
gut Adj. ahd. (8. Jh.), mhd. guot, asächs. aengl. gōd, mnd. gōt, engl. good, mnl. goet, nl. goed, anord. gōðr, schwed. dän. god, got. gōþs gehört ablautend zu der unter ↗Gatte (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *ghadh- ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenpassen’ (vgl. auch aind. gádhyaḥ ‘was man gerne festhält, was einem paßt’, aslaw. godьnъ ‘gefällig, geeignet’ sowie ahd. gigat ‘passend’). Als Ausgangsbedeutung von germ. *gōda- wird danach etwa ‘passend, geeignet’ anzusetzen sein. Das Wort zeigt, teils schon in sehr früher Zeit, eine reiche Bedeutungsentwicklung, die, von ‘passend’ ausgehend, zunächst zu ‘für einen Zweck geeignet, tauglich, brauchbar’, in spezifischer Anwendung auf Personen ‘tüchtig, geschickt’ führt. Aus dem Begriff des Geeignetseins für einen bestimmten Zweck entwickelt sich gut zum Wertbegriff im Sinne von ‘wertvoll, kostbar, hochwertig, qualitativ einwandfrei’ (bei Sachen), ‘vornehm, edel, angesehen, ehrlich’ (auf Personen oder deren Verhältnisse bezogen), ferner zum Ausdruck des Wohlgefallens, der Freude, die jemand an einer Sache oder einem Zustand hat, wird also zu ‘angenehm, bequem, vorteilhaft, erfreulich, fein, schön’. Aus ‘passend, geeignet’ entwickelt sich auch, gleichfalls schon in ältester Zeit, die Bedeutung ‘geneigt, wohlmeinend, freundlich, gefällig, gütig’; in allgemeiner ethischer Verwendung steht gut im Sinne von ‘rechtschaffen, tugendhaft, anständig’. gut wird auch zur Bezeichnung von Mengen- oder Maßangaben im Sinne von ‘richtig, ordentlich’ verwendet, woraus sich ‘reichlich, beträchtlich’ (eine gute Stunde, gute acht Tage) ergibt; schließlich kann gut als Mittel der Steigerung etwa im Sinne von ‘tüchtig, gehörig, völlig’ (ich habe gute Lust, in gutem Einvernehmen) gebraucht werden. Gut n. ‘Besitz, Vermögen, versandfertige Ware, Ladung, Material, Stoff für einen bestimmten Arbeitsprozeß (Saat-, Steingut), größerer landwirtschaftlicher Betrieb’, ahd. guot ‘Gutes, Vermögen, Besitz’ (8. Jh.), mhd. guot, auch ‘Landgut’, asächs. aengl. gōd, anord. gott, Substantivierungen des Adjektivs. Güte f. ‘hilfreiche, großherzige Gesinnung, Nachsicht, Freundlichkeit, gute Beschaffenheit, Qualität (einer Ware)’, ahd. guotī (9. Jh.), mhd. güete, asächs. gōdi. vergüten Vb. ‘entschädigen, zurückerstatten, die Güte, Beschaffenheit verbessern’, spätmhd. vergüeten ‘entschädigen, auf Zinsen anlegen’; dazu Vergütung f. (18. Jh.). begütert Adj. ‘mit Gütern, Reichtum ausgestattet, reich, wohlhabend’ (16. Jh.). gütig Adj. ‘voller Güte, hilfreich und verzeihend’, mhd. güetec. begütigen Vb. ‘gut zureden, besänftigen, beschwichtigen’ (15. Jh.). gütlich Adj. ‘in gutem Einvernehmen, ohne Streit, friedlich’, ahd. guotlīh ‘gut, heilbringend, segensreich’ (8. Jh.), mhd. guotlich, güetlich ‘gut, gütig, freundlich’. Gutachten n. ‘ausführlich begründete Stellungnahme eines Sachverständigen’ (Anfang 16. Jh.), substantivierte Zusammenrückung aus etw. für gut achten. Gutdünken n. ‘eigenes, persönliches Ermessen’, spätmhd. guotdunken, Substantivbildung aus Verbindungen wie eʒ dunket mich guot. Guthaben n. ‘worauf man Anspruch hat, zur Verfügung stehendes (gespartes) Geld, geldliche Forderung an jmdn.’ (um 1800), Substantivierung aus etw. gut haben (heute guthaben) ‘etw. zu fordern haben’. gutheißen Vb. ‘für gut befinden, billigen’ (16. Jh.), Zusammenrückung aus etw. gut heißen. gutmütig Adj. ‘von guter Gemütsart, nicht streitsüchtig, leicht zu beeindrucken, mitleidig’ (15. Jh.). Gutschein m. ‘Schein über ein Guthaben in Waren oder Geld’ (19. Jh.), Verdeutschung für ↗Bon (s. d.). gutwillig Adj. ‘guten Willen zeigend, gefügig’, ahd. guotwillīg (um 1000), mhd. guotwillic.

Thesaurus

Synonymgruppe
Domäne · ↗Gutshof
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeit (= Produkt) · ↗Artikel · ↗Erzeugnis · ↗Fabrikat · ↗Handelsgut · ↗Manufakt · ↗Produkt · ↗Ware · ↗Werk
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
...material · ...stoff · ↗Material · ↗Stoff  ●  ...gut  fachspr.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auftragseingänge Austausch Bedarfs Beförderung Böse Dienstleistungen Einfuhr Export Jenseits Schiene Transport Verteilung heiligsten hochwertige hohes immaterielle irdischen knappes kostbares landwirtschaftlichen langlebige lebenswichtigen materiellen produzierten rares sperrige transportiert volkseigenen wertvolles öffentlichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Gut‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele von ihnen dürften ihr Hab und Gut verloren haben.
Die Zeit, 10.11.2013 (online)
Die Erhaltung des Friedens, dieses höchsten Gutes für unsere Völker, erscheint nur gesichert, wenn er auch in diesem lebenswichtigen Raum bewahrt werden kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1970]
Möglicherweise hat sich in der auch hier einstweilen noch nicht überschaubaren Überlieferung neben den drei geläufigen Weisen vereinzelt älteres Gut erhalten.
Hucke, Helmut u. Calo, José López: Responsorium. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 42897
Licht ist ein kostbares Gut, das man nicht verschwenden darf!
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 624
Wir sehen das Wesen des Kapitals nicht in konkreten Gütern.
Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 297
Zitationshilfe
„Gut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Gut#2>, abgerufen am 26.06.2017.

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