Guttural, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Gutturals · Nominativ Plural: Gutturale
Aussprache
WorttrennungGut-tu-ral (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

Sprachwissenschaft Gaumenlaut, Kehllaut
Beispiel:
›g‹ und ›k‹ sind Gutturale
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

guttural · Guttural
guttural Adj. ‘(scheinbar) aus der Kehle kommend, kehlig klingend’. In Grammatiken des 17. und 18. Jhs. erscheint das Adjektiv nlat. gutturalis, gelehrte Bildung zu lat. guttur ‘Gurgel, Kehle’, teils in der Verbindung littera gutturalis, teils substantiviert Gutturalis, zunächst (wie das dt. Äquivalent Kälbuchstab 1619) bezogen auf die tatsächlich in der Kehle gebildeten Laute des Semitischen (Hebräischen). Später gilt es, wie auch eingedeutschtes guttural, Guttural m. (vgl. Guttural-Buchstabe, Ende 18. Jh.), als Bezeichnung (der historischen Sprachwissenschaft) für Laute, die in der am weitesten zurückliegenden Zone des Artikulationstraktes gebildet werden, sowie als Oberbegriff für alle Gaumenlaute (velare und palatale).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Timbre der ganzen Aufnahme wird dann schließlich abgerundet durch den hier oft zum Gutturalen veränderten, dann wieder metallisch glänzenden Mezzosopran von Crace Bumbry.
Die Zeit, 11.03.1966, Nr. 11
Zitationshilfe
„Guttural“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Guttural>, abgerufen am 22.04.2019.

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