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Hüfte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hüfte · Nominativ Plural: Hüften
Aussprache 
Worttrennung Hüf-te
Wortbildung  mit ›Hüfte‹ als Erstglied: Hüftbein · Hüftgelenk · Hüftgold · Hüftgurt · Hüftgürtel · Hüfthalter · Hüfthose · Hüftknochen · Hüftleiden · Hüftlinie · Hüftnerv · Hüftrock · Hüftschmerz · Hüftschwung · Hüftspeck · Hüftstütz · Hüftumschwung · Hüftverrenkung · Hüftwackler · Hüftweite · Hüftwurf · hüftbetont · hüfteng · hüfthoch · hüftlahm · hüftlang
 ·  mit ›Hüfte‹ als Binnenglied: breithüftig · einhüftig · schmalhüftig
eWDG

Bedeutung

seitliche Körperpartie zwischen Gürtellinie und oberem Teil des Oberschenkels
Beispiele:
breite, schlanke Hüften
sie hat schmale, feste Hüften
mit wippenden, wiegenden Hüften gehen
sich (beim Gehen) in den Hüften wiegen, (hin und der) drehen
die Arme in die Hüften stemmen, stützen
er legte den Arm um ihre Hüften
[ich] fühlte die straffen Hüften … meiner Tänzerin [ HesseSteppenw.4,313]
aus der Hüfte schießendas Gewehr, die Pistole an der Hüfte anlegen und schießen
Beispiel:
Er [der Oberleutnant] feuerte aus der Hüfte [ BredelEnkel370]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hüfte f. ‘seitliche Körperpartie unterhalb der Taille’, ahd. (9. Jh.), mhd. huf, mnd. hüp, hüf, hüft(e), aengl. hype, engl. hip, nl. heup, got. hups (germ. *hupi- m.) führen im Sinne von ‘gebogener Körperteil’ mit griech. kýbos (κύβος) ‘Würfel, Höhlung vor der Hüfte von Tieren’, lat. cubitus ‘Ellenbogen’, nhd. hüpfen und Haufen (s. d., wo Weiteres zur Etymologie) auf ie. *keub-, *kūb-, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen’, auch ‘den Körper, sich in den Gelenken biegen’, aber auch ‘Wölbung, Höhlung’. Auslautendes t erscheint seit dem 15. Jh. und vergleicht sich mit sekundärem -t in Obst, Saft, Werft (s. d.). Der nhd. Singular Hüfte f. (mit Umlaut) ist aus dem bei paarigen Dingen häufig gebrauchten Plural rückgebildet.

Typische Verbindungen zu ›Hüfte‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hüfte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hüfte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es war zweimal zerbrochen, einmal an der Hüfte, einmal am Hals. [Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 325]
Bei einer Frau kommt es auf die prachtvollen Hüften an. [Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 118]
Der rechte Arm ist erhoben, die linke Hand an die Hüfte gelegt; im Rücken breiteten sich große Flügel aus. [o. A.: Lexikon der Kunst – N. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 13362]
Mittendrin pausiert die Dame – die Hände in die Hüften gestemmt. [Die Zeit, 14.10.1999, Nr. 42]
Das blauschwarze offene Haar reicht ihm bis zu den Hüften. [Die Zeit, 13.06.1997, Nr. 25]
Zitationshilfe
„Hüfte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/H%C3%BCfte>.

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