Hütte, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hütte · Nominativ Plural: Hütten
Aussprache
WorttrennungHüt-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Hütte‹ als Erstglied: ↗Hüttchen · ↗Hüttenabend · ↗Hüttenbank · ↗Hüttendorf · ↗Hüttenjagd · ↗Hüttenkäse · ↗Hüttenschuh
 ·  mit ›Hütte‹ als Letztglied: ↗Abferkelhütte · ↗Almhütte · ↗Bambushütte · ↗Bauernhütte · ↗Bauhütte · ↗Berghütte · ↗Bienenkorbhütte · ↗Blockhütte · ↗Bretterhütte · ↗Elendshütte · ↗Erdhütte · ↗Fischerhütte · ↗Grillhütte · ↗Heuhütte · ↗Holzhütte · ↗Hundehütte · ↗Jagdhütte · ↗Krähenhütte · ↗Köhlerhütte · ↗Laubhütte · ↗Lehmhütte · ↗Mooshütte · ↗Nissenhütte · ↗Rindenhütte · ↗Schihütte · ↗Schilfhütte · ↗Schneehütte · ↗Schutzhütte · ↗Schweinehütte · ↗Schäferhütte · ↗Sennhütte · ↗Skihütte · ↗Stiftshütte · ↗Strandhütte · ↗Wetterhütte · ↗Wetterschutzhütte
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
kleines, mit einfachen Mitteln gebautes, meist ärmliches Haus, das oft nur vorübergehend als Unterkunft dient
Beispiele:
eine niedrige, enge, kleine, schlechte, ärmliche, windschiefe, gemauerte, strohgedeckte Hütte
ein zerfallendes, wackliges Hüttchen
eine Hütte aus Holz, Stein, Lehm
die Hütte des Fischers, Fährmanns, Senners
die Wintersportler übernachteten in einer Hütte in den Bergen
eine Hütte bauen, aufrichten
in einer Hütte Unterschlupf suchen
während die Armen einst in Hütten lebten, bauten sich [Dativ] die Reichen Paläste
die weißen Hütten mit Wellblech [FrischHomo faber191]
Raum ist in der kleinsten Hütte / Für ein glücklich liebend Paar [Schiller1,42]
umgangssprachlich, bildlich
Beispiele:
hier lasst uns Hütten bauen! (= lasst uns bleiben!)
weil es ihm bedünken mochte, hier sei's gut Hütten bauen (= es sei angenehm, sich hier aufzuhalten) [H. KurzSonnenwirt114]
2.
Seemannssprache hinterer Decksaufbau
Beispiel:
der größte Teil der Schiffsbesatzung war in der Hütte untergebracht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hütte · Glashütte · Hüttenwerk · verhütten · Verhüttung
Hütte f. ‘einfaches kleines Haus, Anlage zur Metallgewinnung’. Das ursprünglich nur hd. Substantiv ahd. hutta ‘Schuppen, Laube, kleines Haus’ (9. Jh.), mhd. hütte ‘kleines Haus, Zelt, Verkaufsbude’, bergmannssprachlich auch ‘Gebäude zum Schmelzen von Erz’ stellt sich mit den unter ↗Haut und ↗Hode (s. d.) aufgeführten Formen und vielleicht auch (bei Nasalierung des Wurzelvokals) mit apreuß. pokūnst ‘behüten’, pakūnst ‘bewahren’, aslaw. sъkǫtati ‘niederhalten, beruhigen, stillen’, russ. kútat’ (кутать) ‘einhüllen, verhüllen’ zu ie. *(s)keut-, einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə-, *(s)kū- ‘bedecken, umhüllen’ (s. ↗Scheune und mit s-Erweiterung ↗Haus). Auszugehen ist wohl von einer Grundbedeutung ‘bedeckter Schutzort’. Aus dem Hd. stammen mnd. hütte, mnl. hutte, huette, nl. hut (woraus schwed. hytta) sowie afrz. hute, frz. hutte (woraus engl. hut). Glashütte f. mhd. glas(e)hütte; danach Sennhütte (16. Jh.), Hundehütte (17. Jh.), Eisenhütte (18. Jh.), Bauhütte (1. Hälfte 19. Jh.). Hüttenwerk n. (19. Jh.). verhütten Vb. und Verhüttung f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Häuschen · ↗Verschlag
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Baracke · ↗Behelfsbau · ↗Bretterverschlag · Einfachst-Behausung · Einfachst-Unterkunft · ↗Kabache (westfälisch, Rotwelsch) · ↗Klause · ↗Verschlag  ●  ↗Bretterbude  ugs. · ↗Bruchbude  ugs. · ↗Bude  ugs. · ↗Budike  ugs., regional · ↗Butze  ugs. · ↗Erdloch  derb · ↗Hucke  ugs., norddeutsch · ↗Kate  ugs. · Kotten  ugs. · Muchtbude  ugs., berlinerisch · ↗Schuppen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
00 · ↗Abort · ↗Abtritt · ↗Klosett · ↗Latrine · ↗Null-Null · ↗Retirade · ↗WC · ↗Wasserklosett  ●  ↗Pissoir  franz. · ↗Toilette  franz., Hauptform · ↗Donnerbalken  ugs. · ↗Kackstuhl  derb · ↗Klo  ugs. · ↗Lokus  ugs. · ↗Orkus  geh. · ↗Pinkelbude  derb · ↗Pissbude  derb · ↗Scheißhaus  derb · ↗Thron  ugs., scherzhaft · To  ugs. · ↗Topf  ugs. · Tö  ugs. · da, wo der Kaiser zu Fuß hingeht  ugs. · stilles Örtchen  ugs. · ↗Örtchen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (die) Toilette benutzen (wollen) · (ein) dringendes Bedürfnis verspüren · (mal) auf die Toilette (gehen) müssen · (mal) verschwinden müssen · (mal) wohin müssen · (mal) zur Toilette (gehen) müssen · Stuhldrang haben  ●  (etwas) Dringendes zu erledigen haben  fig., verhüllend · (ein) menschliches Rühren verspüren  ugs., verhüllend · ↗(mal) müssen  ugs. · aufs Klo müssen  ugs.
  • Hygienepapier · ↗Klopapier · WC-Papier  ●  ↗Toilettenpapier  Hauptform · Scheißhauspapier  derb
Synonymgruppe
Heim  ●  ↗Haus  Hauptform · ↗Behausung  ugs. · ↗Bude  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Berghütte · ↗Schutzhaus · ↗Schutzhütte  ●  ↗Hospiz  schweiz., südtirolerisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Vernagthütte · Würzburger Haus
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alpenvereins Ansammlung Holz Hütte Ilseder Lehm Onkel Paläste Völklinger Wellblech Zelten armseligen baufälligen bewirtschafteten brennt einsamen elenden errichteten friede hausen niedergebrannt niederrheinische primitiven schäbigen strohgedeckten urigen verfallenen windschiefen ärmlichen übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hütte‹.

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nicht mal ein Stück Land mit einer Hütte darauf befindet sich in meinem Besitz.
Die Zeit, 03.01.2007, Nr. 02
Landen wir nicht morgen zwangsläufig auf der Straße, in der Hütte?
Der Tagesspiegel, 04.12.2002
Die Hütten der älteren Phase scheinen um einen freien Platz locker angelegt zu sein.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 7932
Raum ist in der kleinsten Hütte für einer netten Gäste Schar!
Meißner, Hans-Otto: Man benimmt sich wieder, Giessen: Brühl 1950, S. 89
Es ist finstere Nacht und ich stehe vor der Hütte.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 326
Zitationshilfe
„Hütte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hütte#1>, abgerufen am 25.07.2017.

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Hütte, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hütte · Nominativ Plural: Hütten
Aussprache
WorttrennungHüt-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Hütte‹ als Erstglied: ↗Hüttenarbeiter · ↗Hüttenbims · ↗Hüttenindustrie · ↗Hütteningenieur · ↗Hüttenkoks · ↗Hüttenkombinat · ↗Hüttenkunde · ↗Hüttenmann · ↗Hüttenrauch · ↗Hüttenwerk · ↗Hüttenwerker · ↗Hüttenwesen · ↗hüttenfähig
 ·  mit ›Hütte‹ als Letztglied: ↗Bleihütte · ↗Eisenhütte · ↗Glashütte · ↗Kupferhütte · ↗Messinghütte · ↗Schmelzhütte · ↗Silberhütte · ↗Zinnhütte
eWDG, 1969

Bedeutung

Betrieb zur Gewinnung von Metallen aus Erzen, zur Herstellung von Glas
Beispiele:
die Hütte liefert Roheisen zur Weiterverarbeitung
das Erz wird in den Hütten aufbereitet
die Schornsteine vieler Hütten
rauchende Hütten
die Arbeit des Glasbläsers, der […] aus den Stücken, die ihm der Glasmacher aus der Hütte angeliefert hat, kleine und große Geräte herstellt [Wissenschaft und Fortschritt1957]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hütte · Glashütte · Hüttenwerk · verhütten · Verhüttung
Hütte f. ‘einfaches kleines Haus, Anlage zur Metallgewinnung’. Das ursprünglich nur hd. Substantiv ahd. hutta ‘Schuppen, Laube, kleines Haus’ (9. Jh.), mhd. hütte ‘kleines Haus, Zelt, Verkaufsbude’, bergmannssprachlich auch ‘Gebäude zum Schmelzen von Erz’ stellt sich mit den unter ↗Haut und ↗Hode (s. d.) aufgeführten Formen und vielleicht auch (bei Nasalierung des Wurzelvokals) mit apreuß. pokūnst ‘behüten’, pakūnst ‘bewahren’, aslaw. sъkǫtati ‘niederhalten, beruhigen, stillen’, russ. kútat’ (кутать) ‘einhüllen, verhüllen’ zu ie. *(s)keut-, einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)keu-, *(s)keu̯ə-, *(s)kū- ‘bedecken, umhüllen’ (s. ↗Scheune und mit s-Erweiterung ↗Haus). Auszugehen ist wohl von einer Grundbedeutung ‘bedeckter Schutzort’. Aus dem Hd. stammen mnd. hütte, mnl. hutte, huette, nl. hut (woraus schwed. hytta) sowie afrz. hute, frz. hutte (woraus engl. hut). Glashütte f. mhd. glas(e)hütte; danach Sennhütte (16. Jh.), Hundehütte (17. Jh.), Eisenhütte (18. Jh.), Bauhütte (1. Hälfte 19. Jh.). Hüttenwerk n. (19. Jh.). verhütten Vb. und Verhüttung f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Häuschen · ↗Verschlag
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Baracke · ↗Behelfsbau · ↗Bretterverschlag · Einfachst-Behausung · Einfachst-Unterkunft · ↗Kabache (westfälisch, Rotwelsch) · ↗Klause · ↗Verschlag  ●  ↗Bretterbude  ugs. · ↗Bruchbude  ugs. · ↗Bude  ugs. · ↗Budike  ugs., regional · ↗Butze  ugs. · ↗Erdloch  derb · ↗Hucke  ugs., norddeutsch · ↗Kate  ugs. · Kotten  ugs. · Muchtbude  ugs., berlinerisch · ↗Schuppen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
00 · ↗Abort · ↗Abtritt · ↗Klosett · ↗Latrine · ↗Null-Null · ↗Retirade · ↗WC · ↗Wasserklosett  ●  ↗Pissoir  franz. · ↗Toilette  franz., Hauptform · ↗Donnerbalken  ugs. · ↗Kackstuhl  derb · ↗Klo  ugs. · ↗Lokus  ugs. · ↗Orkus  geh. · ↗Pinkelbude  derb · ↗Pissbude  derb · ↗Scheißhaus  derb · ↗Thron  ugs., scherzhaft · To  ugs. · ↗Topf  ugs. · Tö  ugs. · da, wo der Kaiser zu Fuß hingeht  ugs. · stilles Örtchen  ugs. · ↗Örtchen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (die) Toilette benutzen (wollen) · (ein) dringendes Bedürfnis verspüren · (mal) auf die Toilette (gehen) müssen · (mal) verschwinden müssen · (mal) wohin müssen · (mal) zur Toilette (gehen) müssen · Stuhldrang haben  ●  (etwas) Dringendes zu erledigen haben  fig., verhüllend · (ein) menschliches Rühren verspüren  ugs., verhüllend · ↗(mal) müssen  ugs. · aufs Klo müssen  ugs.
  • Hygienepapier · ↗Klopapier · WC-Papier  ●  ↗Toilettenpapier  Hauptform · Scheißhauspapier  derb
Synonymgruppe
Heim  ●  ↗Haus  Hauptform · ↗Behausung  ugs. · ↗Bude  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Technik
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Berghütte · ↗Schutzhaus · ↗Schutzhütte  ●  ↗Hospiz  schweiz., südtirolerisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Vernagthütte · Würzburger Haus
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alpenvereins Ansammlung Holz Hütte Ilseder Lehm Onkel Paläste Völklinger Wellblech Zelten armseligen baufälligen bewirtschafteten brennt einsamen elenden errichteten friede hausen niedergebrannt niederrheinische primitiven schäbigen strohgedeckten urigen verfallenen windschiefen ärmlichen übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hütte‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nicht mal ein Stück Land mit einer Hütte darauf befindet sich in meinem Besitz.
Die Zeit, 03.01.2007, Nr. 02
Landen wir nicht morgen zwangsläufig auf der Straße, in der Hütte?
Der Tagesspiegel, 04.12.2002
Die Hütten der älteren Phase scheinen um einen freien Platz locker angelegt zu sein.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 7932
Raum ist in der kleinsten Hütte für einer netten Gäste Schar!
Meißner, Hans-Otto: Man benimmt sich wieder, Giessen: Brühl 1950, S. 89
Es ist finstere Nacht und ich stehe vor der Hütte.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 326
Zitationshilfe
„Hütte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hütte#2>, abgerufen am 25.07.2017.

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