gehoben Besitz
Habe, die
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Habe · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Worttrennung Ha-be
Wortbildung
mit ›Habe‹ als Erstglied:
↗habelos
Mehrwortausdrücke
↗Hab und Gut
eWDG
Bedeutung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
haben · Habe · habhaft · Habseligkeit · Habsucht
haben
Vb.
‘besitzen, sein eigen nennen’,
ahd.
habēn
(8. Jh.),
mhd.
haben,
hān
‘besitzen, (fest)halten’,
anord.
hafa
‘haben, anwenden, ergreifen, treffen’,
schwed.
ha(va),
got.
haban
und
(mit anderer Bildungsweise)
asächs.
hebbian,
mnd.
mnl.
nl.
hebben,
aengl.
habban,
engl.
to have
stehen mit der resultativ-zuständlichen Bedeutung
‘halten, besitzen’
zu der unter
↗heben
(s. d.)
angegebenen Wurzel
ie.
*kap-
‘fassen’
(s. auch
↗-haft,
↗Haft1,
↗Heft1).
Dem oft behaupteten Zusammenhang
mit semantisch übereinstimmendem
lat.
habēre
‘haben, halten’
unter einem Ansatz
ie.
*khab(h)-
steht der Vergleich des Lat.
mit anderen ie. Sprachen
(einschließlich des Osk.-Umbr.)
entgegen;
Literaturangaben dazu bei
und
³229
Doch ist Einfluß von
ie.
³1, 630 f.
*kap-
auf die unter
↗geben
(s. d.)
genannte Wurzel
ie.
*ghabh-,
*ghab-
und besonders
*ghap-
‘fassen, nehmen’,
zu der
lat.
habēre
gehört,
anzunehmen.
Habe
f.
‘Besitz, Gesamtheit dessen, was einem gehört’,
ahd.
haba
‘Griff, Henkel, Besitz, Eigenschaft’
(um 1000),
mhd.
habe.
habhaft
Adj.
heute nur noch in der Wendung
jmds., einer Sache habhaft werden
‘etw. erlangen, sich aneignen, jmdn. ergreifen’,
frühnhd.
habhaft
‘mit Besitz versehen, habend’
(15. Jh.).
Habseligkeit
f.
meist Plur.
‘dürftiger Besitz’
(17. Jh.),
im zweiten Wortbestandteil eine Weiterbildung
(s.
↗-selig)
des unter
↗-sal,
↗-sel
(s. d.)
behandelten Suffixes.
Habsucht
f.
‘krankhafter Drang, Besitz und Vermögen zu erweitern’
(18. Jh.).
Thesaurus
Synonymgruppe
↗Besitz
·
↗Besitzstand
·
↗Eigentum
·
Geld und Gut
·
↗Hab und Gut
·
Habe
·
Habseligkeiten
·
↗Vermögen
●
↗Besitzung(en)
geh.
·
↗Siebensachen
ugs.
Unterbegriffe |
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Assoziationen |
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Typische Verbindungen zu ›Habe‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Ermordete
Koffer
Mitnahme
Plastiktüte
Tüte
Vieh
Zurücklassung
armselig
bemächtigen
berauben
beweglich
fahrend
gerettet
gesamt
irdisch
kärglich
kümmerlich
persönlich
plündern
rauben
spärlich
unbeweglich
verblieben
vermachen
verpacken
verstauen
versteigern
zurückgelassen
zurücklassen
zusammenpacken
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Habe‹.
Verwendungsbeispiele für ›Habe‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Das braucht man nicht in jener Welt, ist alles fahrend Habe.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 24483
Siehe, es ist niemandem beschieden, seine Habe mit sich zu nehmen.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6101
Er trug alle seine Habe in einem Sack auf dem Rücken.
Die Zeit, 25.11.1948, Nr. 48
Mit Hilfe eines Schaffners trug der Herr den Rest der Habe zusammen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 168
Ich band meine Habe samt den Kindern auf einen Karren und zog dahin.
Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 17079
Zitationshilfe
„Habe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Habe>, abgerufen am 01.03.2021.
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