Habilitation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Habilitation · Nominativ Plural: Habilitationen
Aussprache
WorttrennungHa-bi-li-ta-ti-on
HerkunftLatein
Wortzerlegunghabilitieren-ation
Wortbildung mit ›Habilitation‹ als Erstglied: ↗Habilitationsschrift  ·  mit ›Habilitation‹ als Grundform: ↗Habil
eWDG, 1969

Bedeutung

Erwerb der Lehrberechtigung an einer Hochschule
Beispiel:
er wurde bald nach seiner Habilitation als Professor an die Universität B berufen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

habilitieren · Habilitation
habilitieren Vb. ‘den höchsten akademischen Grad erwerben’ (mit dem ursprünglich die Lehrberechtigung an einer Universität oder Hochschule verbunden ist), entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus mlat. habilitare ‘geschickt, fähig machen’ (zu lat. habilis ‘leicht zu handhaben, passend, geeignet, geschickt’, abgeleitet von lat. habēre ‘haben, halten, beherrschen’, s. ↗haben) und in diesem Sinne bis ins 19. Jh. gebräuchlich. In der 2. Hälfte des 17. Jhs. entwickelt sich daneben die in der akademischen Fachsprache übliche Verwendung ‘seine Fähigkeit zur Übernahme einer Lehrtätigkeit an einer Universität erweisen’. Habilitation f. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Erwerb der akademischen Lehrerlaubnis · Erwerb der venia legendi · Habilitation
Unterbegriffe
  • Publikationshabilitation · Sammelhabilitation · kumulative Habilitation
Assoziationen
  • habil. · habilitiert  ●  ↗habilitatus  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschaffung Abwertung Beamtenstatus Beibehaltung Berufung Diplom Diplomarbeit Dissertation Doktorarbeit Durchschnittsalter Einstellungsvoraussetzung Entwertung Fach Frauenanteil Hürde Juniorprofessur Nebeneinander Ochsentour Privatdozent Professur Promotion Qualifikationsweg Unsinn Wegfall Zugangsvoraussetzung abschaffen beibehalten kumulativ reformieren reformiert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Habilitation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bisher seien die Wissenschaftler nach der Habilitation im Schnitt über 40 Jahre alt.
Der Tagesspiegel, 03.09.2002
Drittens kritisiere ich die Habilitation als Ausdruck einer schlechten Kultur des Alterns.
Die Zeit, 04.04.1997, Nr. 15
Mit der Habilitation soll die Befähigung nachgewiesen werden, ein wissenschaftliches Fach in Forschung und Lehre selbständig vertreten zu können.
o. A. [rast]: Habilitation. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1995]
Aber selbst wenn die Habilitation glückte, durfte ich hoffen, jemals über den Privatdozenten hinauszukommen?
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 23116
Denselben Gedanken spann er gestern nach der Habilitation Siegmund-Schultze noch einmal aus.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1951. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1951], S. 126
Zitationshilfe
„Habilitation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Habilitation>, abgerufen am 27.03.2019.

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