Habit, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Habits · Nominativ Plural: Habite
Nebenform süddeutsch, österreichisch Habit · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Habits · Nominativ Plural: Habite
Aussprache[haˈbiːt] · [haˈbɪt] · [ˈhaːbɪt]
WorttrennungHa-bit (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Habit‹ als Letztglied: ↗Jagdhabit · ↗Matrosenhabit · ↗Morgenhabit · ↗Mönchshabit · ↗Ordenshabit
eWDG, 1969

Bedeutung

Kleidung
a)
Ordenskleid, Amtstracht
Beispiele:
das Habit des Mönchs, Priesters
die Nonnen trugen ein braunes Habit
Der […] Betrachter trug befremdlicherweise Habit und Mantel eines Benediktiners [TralowKepler352]
b)
veraltet vornehmer, feierlicher Anzug, festliche Kleidung
Beispiele:
scherzhaft er war in seinem besten Habit gekommen
Es leuchtete ihr um so mehr ein, als die armen […] Tagelöhnersöhne auch keinen schwarzen Habit zu tragen pflegten [G. KellerGr. Heinrich4,305]
Ich mußte […] an das schwarze Habit der venetianischen Handelsherren [denken] [Th. Mann11,351]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Habitus · Habit
Habitus m. ‘Erscheinungsbild nach Aussehen und Verhalten’, seit dem 18. Jh. in der Medizin und bald darauf allgemein üblich, entsprechend lat. habitus ‘äußere Erscheinung, Aussehen, Gestalt, Kleidung, Zustand, Lage, Eigentümlichkeit’, das von lat. habēre (habitum) ‘haben, halten’, auch ‘an sich tragen’, abgeleitet ist. Vorher (16. Jh. bis 19. Jh.), dem Sprachgebrauch der scholastischen Philosophie folgend, im mlat. Sinne ‘Gewohnheit’, anfangs meist in lat. Flexion. Aus kirchenlat. habitus ‘Ordenstracht’ entlehnt spätmhd. abīt, habīt, das in nhd. Habit n. ‘Kleidung, Tracht’ erhalten ist.

Thesaurus

Psychologie
Synonymgruppe
Angewohnheit · Habit · ↗Neigung  ●  ↗Marotte  ugs. · ↗Schrulle  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Habit · Ordensgewand · ↗Ordenstracht
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein dunkler Habit sticht zwischen den Jeans und bunten Shirts der anderen Gäste heraus.
Die Zeit, 25.09.2006, Nr. 39
Die meisten fühlen sich schön, körperlich wohl und sogar ausgesprochen weiblich in dem Habit.
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2004
Zwei orthodoxe Geistliche in schwarzem Habit gesellen sich zu ihnen.
Die Welt, 14.06.1999
Diese vereinigten sich 1233 zu gemeinsamem Leben und nahmen 1240 die Augustinerregel und einen schwarzen Habit an.
Hofmeister, Ph.: Serviten. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 40729
Ihre Gewandung war das weiße Habit der Zisterzienser mit einem roten Kreuz.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Zitationshilfe
„Habit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Habit>, abgerufen am 20.04.2019.

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