Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Hafen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hafens · Nominativ Plural: Häfen
Aussprache 
Worttrennung Ha-fen
Wortbildung  mit ›Hafen‹ als Erstglied: ↗Hafenabgabe · ↗Hafenamt · ↗Hafenanlage · ↗Hafenanlagen · ↗Hafenarbeit · ↗Hafenarbeiter · ↗Hafenarzt · ↗Hafenaufsicht · ↗Hafenausfahrt · ↗Hafenausgang · ↗Hafenbahn · ↗Hafenbahnhof · ↗Hafenbassin · ↗Hafenbatterie · ↗Hafenbau · ↗Hafenbecken · ↗Hafenbefestigung · ↗Hafenbehörde · ↗Hafenbereich · ↗Hafenbetrieb · ↗Hafenblockade · ↗Hafenbucht · ↗Hafencafé · ↗Hafeneinfahrt · ↗Hafeneingang · ↗Hafenerweiterung · ↗Hafenfeuer · ↗Hafenfunk · ↗Hafengasse · ↗Hafengebiet · ↗Hafengebühr · ↗Hafengeld · ↗Hafengelände · ↗Hafengesundheitsbehörde · ↗Hafenhandbuch · ↗Hafenkai · ↗Hafenkapazität · ↗Hafenkapitän · ↗Hafenkneipe · ↗Hafenkommandant · ↗Hafenkran · ↗Hafenlotse · ↗Hafenlotsin · ↗Hafenmeister · ↗Hafenmole · ↗Hafennähe · ↗Hafenordnung · ↗Hafenpapiere · ↗Hafenplan · ↗Hafenpolizei · ↗Hafenrand · ↗Hafenrundfahrt · ↗Hafenschiffer · ↗Hafenschlepper · ↗Hafenschleuse · ↗Hafenspeicher · ↗Hafenstadt · ↗Hafenumschlag · ↗Hafenviertel · ↗Hafenwasser · ↗Hafenwirtschaft · ↗Hafenzoll · ↗hafennah
 ·  mit ›Hafen‹ als Letztglied: ↗Abflughafen · ↗Abgangshafen · ↗Absprunghafen · ↗Ausfuhrhafen · ↗Ausrüstungshafen · ↗Außenhafen · ↗Bestimmungshafen · ↗Binnenhafen · ↗Bootshafen · ↗Containerhafen · ↗Durchgangshafen · ↗Ehehafen · ↗Einfuhrhafen · ↗Einschiffungshafen · ↗Fischereihafen · ↗Fischerhafen · ↗Flughafen · ↗Flusshafen · ↗Fluthafen · ↗Freihafen · ↗Fährhafen · ↗Güterhafen · ↗Handelshafen · ↗Haupthafen · ↗Heimathafen · ↗Industriehafen · ↗Jachthafen · ↗Kahnhafen · ↗Kriegshafen · ↗Lufthafen · ↗Luftschiffhafen · ↗Naturhafen · ↗Nothafen · ↗Ostseehafen · ↗Schutzhafen · ↗Seehafen · ↗Seezollhafen · ↗Tidehafen · ↗Tiefwasserhafen · ↗Umschlaghafen · ↗Verschiffungshafen · ↗Vorhafen · ↗Winterhafen · ↗Yachthafen · ↗Zielhafen · ↗Zufluchtshafen · ↗Ölhafen · ↗Überseehafen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
natürliches oder künstlich angelegtes Wasserbecken in geschützter Lage, das mit seinen Einrichtungen als Landeplatz und Liegeplatz für Schiffe sowie zum Abfertigen von Schiffspassagieren und Frachtgut dient
Beispiele:
ein natürlicher, künstlicher, eisfreier Hafen
der Hafen von Rostock
der Hamburger Hafen
einen Hafen (aus)bauen, ausbaggern, erweitern
er kennt viele Häfen der Welt
das Schiff lief den heimatlichen, einen fremden Hafen an, musste in den nächsten Hafen einlaufen
wir (= das Schiff, auf dem wir uns befanden) liefen am Abend aus dem Hafen aus
im Hafen lagen mehrere ausländische Schiffe
2.
übertragen Ziel, Ort der Sicherheit, Geborgenheit
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
den rettenden Hafen erreichen
im sicheren Hafen landen, geborgen sein
er scheiterte kurz vor dem Hafen
scherzhaftim Hafen der Ehe vor Anker gehen, landen, einlaufen (= heiraten)
verhüllendin den letzten Hafen einlaufen (= sterben)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hafen1 · Hafner
Hafen1 m. ‘Topf’, (zunächst aus Ton) ‘irdenes Gefäß’, vornehmlich obd. und schweiz., ahd. havan (8. Jh.), mhd. haven. Herkunft ungewiß. Vielleicht im Sinne von ‘Behältnis’ zur Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ (s. ↗heben). Hafner m. ‘Topf-, Kachelmacher, Töpfer, Ofensetzer’, ahd. havanāri (9. Jh.) mhd. havenære.

Hafen2 m. ‘Anker- und Liegeplatz für Schiffe’ entstammt einem alten, in mehreren Varianten vorliegenden germ. Küstenwort, vgl. mnd. mnl. hāven(e) f., nl. haven f., aengl. hæfen, hæfne f., engl. haven, anord. hǫfn f., dän. havn (vgl. København, eigentlich ‘Kaufmannshafen’). Schon früh dringt die Bezeichnung ins Binnenland und erscheint, in hd. Lautform umgesetzt, als mhd. habe, habene f. Seit dem 15. Jh. begegnet im Hd. auch das Maskulinum, zunächst noch mit inlautendem b, dann, der nd. Lautform entsprechend und vielleicht auch in Anlehnung an Hafen ‘Gefäß’ (s. ↗Hafen1), als Haven, Hafen (16. Jh.). Man vergleicht mit den germ. Formen air. cuan (aus *kapno-) ‘(See)hafen’, sieht in ahd. havan (10. Jh.; vgl. havanāri ‘Häfner, Töpfer’, 9. Jh.), nhd. (obd.) Hafen m. ‘Gefäß, Topf’ dasselbe Wort und hält bei Annahme einer abstrakten Bedeutung ‘das Umfassende’ eine Verbindung zu den unter ↗heben und ↗haben genannten Verben für wahrscheinlich, so daß die genannten Formen als germ.-kelt. Neubildungen zur Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ angesehen werden können. Doch glaubt de Vries Nl. 240 angesichts der begrenzten Bezeugung, Herkunft aus einem vorie. Substrat, einer alten Küstensprache, erwägen zu dürfen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Hafen  ●  ↗Port  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Kasserole · ↗Kochtopf · ↗Topf  ●  Hafen  ugs., schweiz. · ↗Pott  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Hafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hafen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die BLG hat in den letzten Jahren versucht, sich über den Hafen hinaus zu entwickeln.
Die Welt, 22.04.2005
Ein Bild von 1939 zeigt den Hafen von Tel Aviv.
Der Tagesspiegel, 29.01.2005
Er fand sich gut zurecht in dem großzügigen Haus am Hafen.
Hahn, Ulla: Unscharfe Bilder, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2003, S. 6
Wir fuhren in den Hafen, der ziemlich dürftig der Stadt vorgeklebt ist.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 87
Gegen Abend trugen wir dann in einem alten Hafen den ganzen Fang heim.
Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 16865
Zitationshilfe
„Hafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hafen#1>, abgerufen am 29.05.2020.

Weitere Informationen …

Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Hafen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hafens · Nominativ Plural: Häfen
Aussprache 
Worttrennung Ha-fen
Wortbildung  mit ›Hafen‹ als Erstglied: ↗Haferl · ↗Haferlschuh · ↗Häferl
 ·  mit ›Hafen‹ als Letztglied: ↗Glashafen · ↗Glückshafen · ↗Nachthafen · ↗Punschhafen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch] Topf, (irdenes) Gefäß
  2. 2. [Industrie] Schmelzgefäß aus Schamotte, das in Glashütten zum Schmelzen des Glassatzes dient
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch Topf, (irdenes) Gefäß
Beispiele:
ein Hafen aus Ton, Glas
ein Hafen mit Eingemachtem, Eiern, voll Schmierseife, Schmalz
ein Haferl Milch
den Deckel vom Hafen nehmen
nun kochten sie Wasser in großen Häfen [PenzoldtPowenzbande120]
2.
Industrie Schmelzgefäß aus Schamotte, das in Glashütten zum Schmelzen des Glassatzes dient
Beispiel:
den Hafen aus dem Schmelzofen fahren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hafen1 · Hafner
Hafen1 m. ‘Topf’, (zunächst aus Ton) ‘irdenes Gefäß’, vornehmlich obd. und schweiz., ahd. havan (8. Jh.), mhd. haven. Herkunft ungewiß. Vielleicht im Sinne von ‘Behältnis’ zur Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ (s. ↗heben). Hafner m. ‘Topf-, Kachelmacher, Töpfer, Ofensetzer’, ahd. havanāri (9. Jh.) mhd. havenære.

Hafen2 m. ‘Anker- und Liegeplatz für Schiffe’ entstammt einem alten, in mehreren Varianten vorliegenden germ. Küstenwort, vgl. mnd. mnl. hāven(e) f., nl. haven f., aengl. hæfen, hæfne f., engl. haven, anord. hǫfn f., dän. havn (vgl. København, eigentlich ‘Kaufmannshafen’). Schon früh dringt die Bezeichnung ins Binnenland und erscheint, in hd. Lautform umgesetzt, als mhd. habe, habene f. Seit dem 15. Jh. begegnet im Hd. auch das Maskulinum, zunächst noch mit inlautendem b, dann, der nd. Lautform entsprechend und vielleicht auch in Anlehnung an Hafen ‘Gefäß’ (s. ↗Hafen1), als Haven, Hafen (16. Jh.). Man vergleicht mit den germ. Formen air. cuan (aus *kapno-) ‘(See)hafen’, sieht in ahd. havan (10. Jh.; vgl. havanāri ‘Häfner, Töpfer’, 9. Jh.), nhd. (obd.) Hafen m. ‘Gefäß, Topf’ dasselbe Wort und hält bei Annahme einer abstrakten Bedeutung ‘das Umfassende’ eine Verbindung zu den unter ↗heben und ↗haben genannten Verben für wahrscheinlich, so daß die genannten Formen als germ.-kelt. Neubildungen zur Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ angesehen werden können. Doch glaubt de Vries Nl. 240 angesichts der begrenzten Bezeugung, Herkunft aus einem vorie. Substrat, einer alten Küstensprache, erwägen zu dürfen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Hafen  ●  ↗Port  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Kasserole · ↗Kochtopf · ↗Topf  ●  Hafen  ugs., schweiz. · ↗Pott  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Hafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hafen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die BLG hat in den letzten Jahren versucht, sich über den Hafen hinaus zu entwickeln.
Die Welt, 22.04.2005
Ein Bild von 1939 zeigt den Hafen von Tel Aviv.
Der Tagesspiegel, 29.01.2005
Er fand sich gut zurecht in dem großzügigen Haus am Hafen.
Hahn, Ulla: Unscharfe Bilder, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2003, S. 6
Wir fuhren in den Hafen, der ziemlich dürftig der Stadt vorgeklebt ist.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 87
Gegen Abend trugen wir dann in einem alten Hafen den ganzen Fang heim.
Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 16865
Zitationshilfe
„Hafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hafen#2>, abgerufen am 29.05.2020.

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