Haifisch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungHai-fisch (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Haifisch‹ als Erstglied: ↗Haifischbecken · ↗Haifischkragen
eWDG, 1969

Bedeutung

Hai
Beispiel:
Und der Haifisch, der hat Zähne / Und die trägt er im Gesicht [BrechtMackie Messer]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hai · Haifisch
Hai m. Die für die Angehörigen einer Ordnung der Knorpelfische gebrauchte Bezeichnung (anfangs auch Hay, Haye und häufig schwach flektierend) findet sich seit der 1. Häfte des 17. Jhs., zunächst vor allem in Reisebeschreibungen. Sie ist (wie schwed. haj) eine Entlehnung von nl. haai, mnl. hay, das seinerseits dem Nord. entstammt, vgl. anord. (mit nasaliertem Vokal) hār, isl. hár ‘Ruderpflock, Dolle, Hai’. Das vorauszusetzende, im Ablautverhältnis zu (nicht nasaliertem) got. hōha ‘Pflug’ (eigentlich ‘Hakenpflug’), ahd. huochilī(n) ‘kleiner Pflug’ (10. Jh.) stehende germ. *hanh- verbindet sich mit aind. śaṅkúḥ ‘spitzer Pflock, Holznagel’, auch Bezeichnung eines Wassertieres (also bereits in der für das Anord. gleichfalls bezeugten, wohl auf Ähnlichkeit der Gestalt beruhenden Doppelbedeutung), kymr. cainc ‘Ast’, air. (mit t-Suffix) cēcht ‘Pflug(schar)’, aslaw. sǫkъ ‘Splitter’, sǫčьcь ‘Splitter, Span’, russ. suk (сук) ‘Ast, Knorren’ sowie nasallosem lit. šakà ‘Ast, Zweig’ und führt mit diesen wohl auf einen Wurzelansatz ie. *k̑ā̌k-, nasaliert *k̑ank- ‘Ast, Zweig, Pflock’, wobei die meisten der zitierten Formen in der Wurzelsilbe auch auf ablautendes o bzw. ō zurückgehen können. In verdeutlichender Zusammensetzung Haifisch m. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Hai · Haifisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Drescherhai · Fuchshai
  • Grauhai · Grundhai · ↗Menschenhai · Requiemhai
  • Grauhai · Kammzähnerhai
  • Eishai · Grönlandhai

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anwaltsgewand Becken Haifisch Haut Krokodil Maul Schildkröte Wind Zahn eingelegt fressen füttern riesig schwimmen tot tummeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Haifisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn Lesen dick machte, sähen sie aus wie fette Haifische.
Die Zeit, 05.01.2005, Nr. 01
Die Musik ist aus, das letzte Bier gezapft, die Haifische sind im Zoo.
Bild, 10.03.2003
Gewisse riesige Haifische sollen ihnen so den Garaus gemacht haben.
Bölsche, Wilhelm: Das Leben der Urwelt, Leipzig: Dollheimer 1931 [1931], S. 88
Einige tanzten paarweise und eng umschlungen auf der kleinen Tanzfläche unter dem ausgestopften Haifisch.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 302
Und sie begann ihm die Geschichte von dem Haifisch zu erzählen, von den Kindern ohne Visum und von dem großen Sturm.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 8
Zitationshilfe
„Haifisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Haifisch>, abgerufen am 12.11.2019.

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