Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Halbseidene, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Halbseidenen · Nominativ Plural: Halbseidene(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Halbseidenen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einzelne Halbseidene.
Worttrennung Halb-sei-de-ne
Grundformhalbseiden
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich, veraltend, abwertend Homosexueller

Verwendungsbeispiele für ›Halbseidene‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kann zwanzig oder dreißig von den Halbseidenen einstecken und vernehmen. [Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 187]
Und zweitens hat denen der Ruch des Halbseidenen inzwischen gute Umfrageergebnisse beschert. [Süddeutsche Zeitung, 17.02.1996]
Er hat sie immer gehegt und gepflegt, sich gerne geschmückt mit ihrem Hauch des Halbseidenen. [Der Tagesspiegel, 23.10.2000]
Andererseits hat auch gerade diese von Schröder offensiv ausgespielte Nähe zum Halbseidenen den Nimbus von März mitgeformt. [Die Zeit, 28.11.2011, Nr. 48]
Von Beust hat das Halbseidene der Schill‑Partei und die irrlichternde Kraft seines Innensenators unterschätzt. [Die Welt, 21.08.2003]
Zitationshilfe
„Halbseidene“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Halbseidene>.

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