Hamen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hamens · Nominativ Plural: Hamen
Aussprache
WorttrennungHa-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Hamen‹ als Letztglied: ↗Aalhamen
eWDG, 1969

Bedeutung

Fischerei beutelförmiges Fischnetz mit breiter Öffnung
Beispiel:
im Hamen hatten sich große Aale gefangen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hamen1 m. ‘beutelförmiges Fischnetz’, ahd. hamo ‘Fangnetz’ (Hs. 12. Jh.), mhd. ham, hame ‘sackförmiges Fangnetz’, mnd. hāme entsprechen etymologisch dem Grundwort von ahd. līhhamo (s. ↗Leichnam) und den unter ↗Hemd (s. d.) behandelten, auf germ. *hama-, *haman- ‘Hülle, Haut’ zurückgehenden Formen. Auch die Bezeichnung für ein Fisch- oder Fangnetz geht auf die Vorstellung der ‘Hülle’, des ‘Einhüllens’ zurück. Hiervon zu trennen ist gleichlautendes

Hamen2 m. ‘Angelrute’, ahd. hamo (10. Jh.), mhd. ham, hame, das aus lat. hāmus ‘Haken, Angelhaken’ entlehnt ist. Die gegenüber dem Lat. kürzere Vokalquantität ist wohl durch Anschluß an das heimische hamo, ham(e) ‘Fangnetz’ (s. oben) zu erklären.
Zitationshilfe
„Hamen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hamen>, abgerufen am 13.10.2019.

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