Happen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Happens · Nominativ Plural: Happen
Aussprache 
Worttrennung Hap-pen
Wortbildung  mit ›Happen‹ als Erstglied: Häppchen  ·  mit ›Happen‹ als Letztglied: Anstandshappen · Appetithappen · Appetitshappen · Cocktailhappen · Kostehappen · Kosthappen · Ohnmachtshappen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich Bissen
Beispiele:
ein fetter, tüchtiger Happen
ein Happen Fleisch, Brot
wir wollen noch einen Happen essen
die Mutter schob uns manchen guten Happen zu
bildlich ein fetter Happeneine gewinnbringende Sache
Beispiel:
sich [Dativ] den fetten Happen nicht entgehen lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Happen · happig
Happen m. ‘mundgerechtes Stück, Bissen’, seit dem 18. Jh. nachweisbar und wahrscheinlich lautmalend in der Kindersprache entstanden (vgl. die Interjektion happ, die das Zuschnappen lautlich nachahmt). Das gleichlautende Verb nd. nl. happen ‘schnappen, verschlingen’ bringt Pokorny 1, 528 (bei Annahme einer affektischen Gemination der germ. Formen) in Zusammenhang mit lat. capere ‘nehmen, fassen, ergreifen’, griech. káptein (κάπτειν) ‘schnappen, schlucken’ und dadurch mit der Wurzel ie. *kap- ‘fassen’ (s. heben), die als Nachahmung des Schnapplautes aufzufassen sein dürfte. happig Adj. ‘gierig, unmäßig, schwer zu schlucken’ (18. Jh.), meist übertragen im Sinne von ‘derb, ungewöhnlich stark’. daher auch ‘unzumutbar, Unwillen erregend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gabelbissen · Gabelfrühstück · Häppchen · Lunchpaket · Pausenbrot · Snack · Vesper · Zwischendurch-Mahlzeit · Zwischenmahlzeit · kleine Stärkung · leichte Mahlzeit  ●  Fingerfood  engl. · Imbiss  Hauptform · Imbs  regional · Jause  österr. · Jausenbrot  österr. · Marende  regional · Neinerln  österr. · Unternessen  österr. · Znüni  schweiz. · Zvieri  schweiz. · Bissen  ugs. · Brotzeit  ugs., süddt. · Happen  ugs. · Stärkung  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Biss  ●  Happen  ugs. · Happs  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Happen‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Happen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Happen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eigentlich reizt es ihn wenig, von diesem Stück jetzt einen Happen zu nehmen.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 135
Einmal wird das Maul geöffnet, schon ist der Happen verschwunden.
Die Welt, 28.05.1999
Liebevoll ist der gebratene Hund angerichtet - servierfertig, für den Happen zwischendurch.
Süddeutsche Zeitung, 29.12.1994
Für die Größe der Happen gilt, daß jedes Stück komplett in den Mund passen muß.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4573
Da ißt der Erste Bürgermeister mal lieber einen Happen zwischendurch.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 149
Zitationshilfe
„Happen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Happen>, abgerufen am 28.01.2022.

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