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Harfe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Harfe · Nominativ Plural: Harfen
Aussprache 
Worttrennung Har-fe (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Harfe‹ als Erstglied: Harfenist · Harfenklang · Harfenpedal · Harfenspiel · Harfenspieler · Harfenspielerin · Harfner
 ·  mit ›Harfe‹ als Letztglied: Geisterharfe · Pedalharfe · Wetterharfe
eWDG

Bedeutung

Zupfinstrument in Gestalt eines großen, dreieckigen Rahmens, der als Resonanzraum dient und in dem die Saiten aufgespannt sind
Beispiel:
die Harfe spielen, schlagen, zupfen
bildlich
Beispiel:
So daß die Harfe ihrer Seele … ein neues Lied erklingen lassen kann [ H. FranckAnnette279]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Harfe · harfen · Harfenist · Harfner
Harfe f. großes Musikinstrument, dessen Saiten mit den Fingern gezupft werden; in seiner Grundform bereits auf Abbildungen in altägyptischen Felsengräbern dargestellt. Die Herkunft der germ. Bezeichnung ahd. harpha (9. Jh.), harfa (10. Jh.), mhd. harpfe, asächs. harpa, mnd. mnl. harpe, herpe, nl. harp, aengl. hearpe, engl. harp, anord. harpa und (latinisiert) harpa (Venantius Fortunatus, 6. Jh.) ist jedoch ungeklärt. Deutungsversuche knüpfen an die Form des Instruments oder an die Art der Tonerzeugung an. So wird Harfe mit anord. munnharpa ‘Mundkrampf, Zusammenziehen der Lippen wegen Kälte’ (auch Name einer Dämonin), isl. harpa ‘zusammenkneifen’, herpa ‘zusammenziehen’, griech. kárphos (κάρφος) ‘trockener Körper, dürres Reisig’, lat. corbis ‘Korb, Flechtwerk’, russ. koróbit’ (коробить) ‘krümmen, biegen’ verglichen und zu ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)- ‘drehen, krümmen’, einer Erweiterung der Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen’, gestellt, so daß das Instrument entweder nach seiner hakigen Krümmung (Pokorny 1, 948) oder nach den beim Zupfen gekrümmten Fingern benannt sein kann. – harfen Vb. ‘die Harfe spielen’, mhd. harpfen, herpfen. Harfenist m. (16. Jh.), Harfner m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Harfe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Harfe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Harfe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bin ich die Harfe, zu deinen Liedern zu schlagen, Gott? [Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 154]
Er galt selber als Held, und er starb, wurde ihm die sechssaitige Harfe mit ins Grab gegeben. [Schneider, Günter: Musik der Meister – Meister der Musik, Gütersloh: Bertelsmann 1977, S. 2]
Zwei Frauen spielen Harfe, und an der Bar gibt es Gin Tonic. [Die Zeit, 05.09.1997, Nr. 37]
Seine Harfe läßt er seinem Volke zu ewiger Freude zurück. [Die Zeit, 24.08.1950, Nr. 34]
Für die Harfe ist das natürlich Pech, wegen des Transports. [Süddeutsche Zeitung, 24.12.2003]
Zitationshilfe
„Harfe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Harfe>.

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