Harmonium, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Harmoniums · Nominativ Plural: Harmonien/Harmoniums
WorttrennungHar-mo-ni-um
HerkunftGriechisch
eWDG, 1969

Bedeutung

Tasteninstrument, dessen freischwingende Metallzungen durch den Luftstrom aus einem Tretbalg zum Tönen gebracht werden
Beispiel:
im Gemeindesaal stand ein Harmonium
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Harmonium n. Bezeichnung für ein Tasteninstrument, das in Klang und Verwendungszweck entfernt der Orgel vergleichbar ist. Eine Frühform des Instruments wird zunächst frz. orgue expressif bezeichnet; die verbesserte, im Prinzip noch heute verwendete Konstruktion wird (1840) von ihrem Erfinder, dem Franzosen A. F. Debain, wohl um die Klangfülle zu betonen, harmonium (zu lat. harmonia, s. ↗Harmonie) genannt (im Dt. seit 2. Hälfte 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkord Akkordeon Banjo Celesta Cello Disharmonie Dissonanz Flöte Geige Gitarre Harfe Klangfarbe Klavier Melodie Metrum Mundharmonika Orgel Rhythmik Rhythmus Saxophon Schlagzeug Streichquartett Tonart Violine chromatisch dissonant eingängig himmlisch modal schwebend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Harmonium‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer Ecke kauert ein alter Mann, und seine Finger hämmern auf die Tasten eines quietschenden Harmoniums.
Die Zeit, 22.04.2002, Nr. 16
Das Harmonium ist alles in allem noch keine Stunde gespielt worden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1931. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1931], S. 238
Auch hier wurde rezitiert, Harmonium gespielt und mancher Ulk getrieben.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
Voll in ihrem Element, spielte sie auf dem Harmonium, sang, betete und führte indische Tänze vor.
Die Welt, 03.04.2000
Die zitierte Zeile hatten wir unter Begleitung durch das Harmonium nachzusingen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 22073
Zitationshilfe
„Harmonium“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Harmonium>, abgerufen am 21.10.2019.

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