Hasel, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hasel · Nominativ Plural: Haseln
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hasels · Nominativ Plural: Hasel
WorttrennungHa-sel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Hasel‹ als Erstglied: ↗Haselbaum · ↗Haselbusch · ↗Haselgerte · ↗Haselhahn · ↗Haselhuhn · ↗Haselkätzchen · ↗Haselmaus · ↗Haselnuss · ↗Haselrute · ↗Haselstaude · ↗Haselstrauch · ↗Haselwurz
eWDG, 1969

Bedeutung

Haselstrauch
Beispiel:
die Büsche des Holder und der Hasel glühten so köstlich in ihren unzähligen, durchsonnten Regentropfen [FedererBerge62]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hasel · Haselbaum · Haselbusch · Haselhuhn · Haselnuß · Haselnußbaum · Haselstrauch · Haselnußstrauch
Hasel f. m. verbreiteter Strauch, der vor der Entfaltung der Blätter lange, hängende Kätzchen hat und im Herbst Nüsse mit harter, holziger Schale trägt (heute oft Haselbusch, Haselstrauch, Haselnußstrauch), ahd. hasal (9. Jh.), hasala (11. Jh.), mhd. hasel, mnd. hāsel, hassel, nl. hazelaar, aengl. hæsel, engl. hazel, anord. hasl, schwed. hassel führen mit den außergerm. Verwandten lat. corulus, corylus ‘Haselstaude’, colurnus (aus *corulinos) ‘aus Haselholz’ und der kelt. Gruppe air. akymr. coll (ll aus sl) ‘Hasel’, vielleicht auch lit. (älter) kasulas ‘Jägerspieß’, auf ie. *kos(e)lo- ‘Hasel’, dessen Wurzelbedeutung aus Mangel an weiteren Anknüpfungen nicht erklärbar ist. Haselbaum m. ‘Haselbusch’, ahd. hasalboum (9. Jh.), mhd. haselboum, mnd. hāselbōm, hasselbōm. Haselbusch m. ‘Hasel’, spätmhd. haselbusch, mnd. hasselbusch. Haselhuhn n. ahd. hasalhuon (Hs. 12. Jh.), mhd. haselhuon, mnd. hasselhōn; nach seinem bevorzugten Aufenthaltsort, dem Haselbusch, benannt. Haselnuß f. ‘hartschalige Frucht des Haselstrauches’, ahd. hasalnuʒ (11. Jh.), mhd. haselnuʒ. Haselnußbaum m. Haselstrauch m. (beide 16. Jh.), Haselnußstrauch m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Birke Eiche Erle Weide blühen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hasel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wurde auf dem Dach liegend an der normalerweise harmlosen, gestern aber zu einem reißenden Bach angeschwollenen Hasel gefunden.
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2002
Bis jetzt habe ich unter den Haseln geschlafen ", antwortete sie und setzte sich dabei an den Tisch.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 71
Doch manchmal kam mir Buben das Speiben vorm Grausen und ich erholte mich bei den Haseln am nahen Wald.
Die Zeit, 26.07.1974, Nr. 31
Auch mit einer Hasel wären sie zufrieden gewesen, niemals aber mit irgendeinem Kraut.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Die erotische Bedeutung der Hasel erklärt auch ihre Funktion als warnender Baum in der Volksballade.
Röhrich, Lutz: Hasel. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 25989
Zitationshilfe
„Hasel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hasel>, abgerufen am 22.05.2019.

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