Haushaltspolitik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Haushaltspolitik · Nominativ Plural: Haushaltspolitiken · wird meist im Singular verwendet
Nebenform meist schweizerisch Haushaltpolitik · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Haushaltpolitik · Nominativ Plural: Haushaltpolitiken · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungHaus-halts-po-li-tik ● Haus-halt-po-li-tik
WortzerlegungHaushaltPolitik
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

politisches Handeln die Einnahmen und Ausgaben sowie die (grundsätzlichen) fiskalischen Ziele eines öffentlichen Haushalts (2) betreffend
Beispiele:
Er [der Finanzminister] sagte […], dass sich die Haushaltspolitik im kommenden Jahr stärker auf Ausgabenkürzungen konzentrieren werde als auf eine Erhöhung der Einnahmen. [Spiegel, 19.09.2011 (online)]
Italien, Portugal und Spanien laufen Gefahr, mit ihren bisherigen Budgetplänen für 2017 EU-Vorgaben für die nationale Haushaltpolitik zu verletzen. [Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2016]
Gleichwohl dürfte die Haushaltspolitik [Italiens] in Brüssel kritisch gesehen werden, denn das Land sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 130 Prozent des BIP [Bruttoinlandsprodukts], während eigentlich nur 60 Prozent erlaubt sind. [Die Zeit, 20.12.2015 (online)]
Dass solide Haushaltspolitik auf Dauer positiv ist, ist weitgehend unstrittig – hohe Steuern und große Schuldenlasten lähmen langfristig das Wachstum. [Die Zeit, 09.08.2011, Nr. 31]
Infolge dieser verfehlten Haushaltspolitik lasten derzeit auf der Hansestadt [Hamburg] rund 20,6 Milliarden Euro Schulden. [Die Welt, 23.05.2003]
So heißt es in dem […]Eckpunktepapier, Ziel einer nachhaltigen Haushaltspolitik müsse es sein, die strukturellen Defizite der öffentlichen Haushalte zurückzuführen, mittelfristig einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und damit finanzielle Handlungsspielräume für die Politik zurückzugewinnen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.1999]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine antizyklische, expansive, restriktive, rigide, solide, strikte, sparsame, unsolide, verfehlte Haushaltspolitik
als Akkusativobjekt: die Haushaltspolitik abstimmen, ändern, fortsetzen, koordinieren, kritisieren, loben; eine [solide, vernünftige] Haushaltspolitik betreiben
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Kurswechsel, Paradigmenwechsel, Umsteuern, eine Kehrtwende, Kurskorrektur in der Haushaltspolitik
mit Genitivattribut: die Haushaltspolitik des Bundes, Bundesfinanzministers, Landes, Senats, Staates, der Bundesregierung, Euro-Zone, Koalition, Landesregierung, Mitgliedsstaaten
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Haushaltspolitik vom Bund, in der Euro-Zone, in den Gemeinden
als Genitivattribut: eine Abstimmung, Koordinierung, Korrektur, Lockerung der Haushaltspolitik; die Auswirkungen, Grundsätze, Notwendigkeit einer [lockeren, rigiden] Haushaltspolitik

Typische Verbindungen zu ›Haushaltspolitik‹, ›Haushaltpolitik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Euro-Land Euro-Staat Koordinierung Kurswechsel Nachhaltigkeit Spielball Umsteuern Verfassungsgerichtsurteil abgestimmt antizyklisch defizitär diszipliniert expansiv konjunkturgerecht lax nachhaltig restriktiv rigid seriös solid solide sparsam stabilitätsorientiert straff strikt unseriös unsolide verantwortungsbewußt verantwortungsvoll verfehlt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Haushaltspolitik‹.

Zitationshilfe
„Haushaltspolitik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Haushaltspolitik>, abgerufen am 27.01.2020.

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