Hecht, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hecht(e)s · Nominativ Plural: Hechte
Aussprache
Wortbildung mit ›Hecht‹ als Erstglied: ↗Hechtbrut · ↗Hechtrolle · ↗Hechtsprung · ↗Hechtsuppe · ↗hechtgrau
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
im Ostseegebiet, in den Binnengewässern Europas und Nordamerikas lebender, sehr gefräßiger Raubfisch mit langgestrecktem Kopf und starken Zähnen, der eine Länge bis 1,50 Meter erreicht und als Speisefisch dient
Beispiele:
einen Hecht fangen
er hat einen großen Hecht geangelt
Im ruhigen klaren Wasser am Rande der Seen gedeiht der Hecht am besten [BrehmTierleben2,72]
umgangssprachlich, bildlich der Hecht im Karpfenteichjmd., der durch seine Anwesenheit Unruhe erzeugt
Beispiele:
der neue Mitarbeiter der Abteilung war der Hecht im Karpfenteich
bei diesem Turnier spielte unsere Mannschaft den Hecht im Karpfenteich
2.
salopp, übertragen bezeichnet eine männliche Person   Bursche
Grammatik: in Verbindung mit bestimmten Adjektiven
Beispiele:
er ist ein toller Hecht (= ein Draufgänger) (= jmd., der außerordentliche Leistungen vollbringt)
er ist ein schlauer Hecht
er ist ein magerer Hecht (= ist hager)
auf dem Golffeld ergingen sich alte Herren, erfahrene Hechte [KoeppenAmerikafahrt56]
salopp, spöttischdu scheinst mir auch ein feiner Hecht zu sein! [H. KurzSonnenwirt59]
salopp, abwertender sei ein mieser Hecht und habe Tomatenmark im Gehirn [Tageszeitung1955]
3.
Sport, umgangssprachlich
Synonym zu Hechtsprung
Beispiele:
ein Hecht über den Kasten
er machte einen Hecht vom Dreimeterbrett
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hecht m. grauer Raubfisch mit spitzen, scharfen Zähnen, ahd. hehhit (um 1000), mhd. hechet, hecht, übertragen ‘raubsüchtiger Mensch’ (14. Jh.), später auch ‘Kerl, Bursche’ (vgl. toller Hecht), asächs. hakth, mnd. hēket, mnl. heket, heect, hecht, aengl. hacod. Der mit Dentalsuffix gebildete Fischname westgerm. *hakiþa- bzw. *hakuþa- ist mit ahd. hecken ‘durchbeißen’ (9. Jh.), mhd. hecken, hechen ‘hauen, stechend verwunden’ (besonders von Schlangen) und den unter ↗hacken, ↗Haken, ↗Hechel und wohl auch ↗Hacke (s. d.) behandelten Substantiven an die Wurzel ie. *keg-, *kek- ‘Pflock zum Aufhängen, Haken, Henkel’, auch ‘spitz sein’ anzuschließen. Der Fisch ist nach seinen spitzen, scharfen Zähnen benannt.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Esox  ●  Hecht  Hauptform
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Barbe Barsch Blei Brasse Fischart Flußbarsch Flußkrebs Forelle Gräte Karpfen Karpfenteich Lachs Plötze Regenbogenforelle Renke Rotauge Rotfeder Saibling Schlei Schleie Stör Teich Weißfisch Wels Zander anbeißen angeln kapital toll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hecht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ein fescher Hecht schubberte sichtlich angetan an der Dame herum.
Bild, 20.04.2005
Am Abend, denkt man so bei sich, sollte es im Restaurant Hecht sein.
Der Tagesspiegel, 09.08.1997
Hechte von 6 bis 8 kg brauchen nicht älter als 8 bis 10 Jahre zu sein.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 73
Meine Atmung beginnt zu schnappen, ich klinge wie ein Hecht.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 84
Seine Söhne stachen damals schon die Hechte mit dem Speer.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 202
Zitationshilfe
„Hecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hecht#1>, abgerufen am 19.11.2019.

Weitere Informationen …

Hecht, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hecht(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp sehr dichter Tabaksqualm in einem Raum
Beispiele:
macht doch mal das Fenster auf, bei euch ist wieder ein toller Hecht im Zimmer!
es war ein Hecht in dem Lokal, dass man die Anwesenden kaum sehen konnte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hecht m. grauer Raubfisch mit spitzen, scharfen Zähnen, ahd. hehhit (um 1000), mhd. hechet, hecht, übertragen ‘raubsüchtiger Mensch’ (14. Jh.), später auch ‘Kerl, Bursche’ (vgl. toller Hecht), asächs. hakth, mnd. hēket, mnl. heket, heect, hecht, aengl. hacod. Der mit Dentalsuffix gebildete Fischname westgerm. *hakiþa- bzw. *hakuþa- ist mit ahd. hecken ‘durchbeißen’ (9. Jh.), mhd. hecken, hechen ‘hauen, stechend verwunden’ (besonders von Schlangen) und den unter ↗hacken, ↗Haken, ↗Hechel und wohl auch ↗Hacke (s. d.) behandelten Substantiven an die Wurzel ie. *keg-, *kek- ‘Pflock zum Aufhängen, Haken, Henkel’, auch ‘spitz sein’ anzuschließen. Der Fisch ist nach seinen spitzen, scharfen Zähnen benannt.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Esox  ●  Hecht  Hauptform
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Barbe Barsch Blei Brasse Fischart Flußbarsch Flußkrebs Forelle Gräte Karpfen Karpfenteich Lachs Plötze Regenbogenforelle Renke Rotauge Rotfeder Saibling Schlei Schleie Stör Teich Weißfisch Wels Zander anbeißen angeln kapital toll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hecht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ein fescher Hecht schubberte sichtlich angetan an der Dame herum.
Bild, 20.04.2005
Am Abend, denkt man so bei sich, sollte es im Restaurant Hecht sein.
Der Tagesspiegel, 09.08.1997
Hechte von 6 bis 8 kg brauchen nicht älter als 8 bis 10 Jahre zu sein.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 73
Meine Atmung beginnt zu schnappen, ich klinge wie ein Hecht.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 84
Seine Söhne stachen damals schon die Hechte mit dem Speer.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 202
Zitationshilfe
„Hecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hecht#2>, abgerufen am 19.11.2019.

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