Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Heidenchrist, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Heidenchristen · Nominativ Plural: Heidenchristen
Worttrennung Hei-den-christ
Wortzerlegung Heide2 Christ2
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

im Ur- und Frühchristentum im Unterschied zum Judenchristen   Christ nicht jüdischer Herkunft

Typische Verbindungen zu ›Heidenchrist‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Heidenchrist‹.

Verwendungsbeispiele für ›Heidenchrist‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und weil ein Jude nicht antisemitisch sein kann, sind sie alle von Heidenchristen verfaßt. [Süddeutsche Zeitung, 17.10.1998]
Das Problem der späteren Heidenchristen liegt in einer unkontrollierten und gedankenlosen Übertragung von biblischen Sätzen auf die jeweilige Gegenwart. [Der Tagesspiegel, 16.03.2004]
Die Aufnahme dieses Gutes durch Heidenchristen ist um so leichter, als sich darin Elemente der griechischen Popularphilosophie finden, die ihren Weg ins Judentum gefunden hatten. [Conzelman, H.: Heidenchristentum. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 17426]
Nicht von ungefähr macht sich der Heidenchrist Lukas, der aus einem anderen Kulturkreis kommt, die Sache der Frauen zu eigen. [Katholische Arbeiterzeitung, 03.04.1994]
Er war ein Mann des Ausgleichs, der kraft seiner einmaligen Autorität zwischen den »Zwölf« und Paulus, zwischen Judenchristen und Heidenchristen vermitteln konnte. [Die Welt, 27.01.2000]
Zitationshilfe
„Heidenchrist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heidenchrist>.

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