Heilkunde, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Heil-kun-de
Wortzerlegung heilen-kunde
Wortbildung  mit ›Heilkunde‹ als Erstglied: ↗heilkundlich  ·  mit ›Heilkunde‹ als Letztglied: ↗Altersheilkunde · ↗Augenheilkunde · ↗Erfahrungsheilkunde · ↗Frauenheilkunde · ↗Kinderheilkunde · ↗Männerheilkunde · ↗Nasenheilkunde · ↗Naturheilkunde · ↗Nervenheilkunde · ↗Ohrenheilkunde · ↗Pferdeheilkunde · ↗Sprachheilkunde · ↗Strahlenheilkunde · ↗Tierheilkunde · ↗Wasserheilkunde · ↗Zahnheilkunde
eWDG, 1969

Bedeutung

Wissenschaft von der Heilung der Krankheiten, Medizin
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

heilen · Heiland · Heilquelle · Heilkunde · Heilanstalt
heilen Vb. ‘gesund, ganz machen oder werden’. In nhd. mhd. heilen ‘gesund, heil werden oder machen’ sind zwei ursprünglich nach Ableitungssuffixen und Bedeutung geschiedene Verben zu dem unter ↗heil (s. d.) behandelten Adjektiv zusammengefallen, und zwar ahd. heilēn ‘gesund, heil werden’ (um 1000), entsprechend gleichbed., aber anders gebildetem got. gahailnan, und ahd. heilen ‘wiederherstellen, erlösen, (er)retten’ (um 800, giheilen, 8. Jh.) mit asächs. hēlian ‘heilen, sühnen’, aengl. hǣlan, engl. to heal, anord. heila, got. hailjan ‘heil machen’ und (beide Bedeutungen miteinander vereinend) mnd. heilen, hēlen ‘erbitten, wünschen, gesund machen oder werden, erlösen, fest verbinden’, mnl. hēlen, heilen ‘gesund machen, verbinden, gesund, verbunden werden’, nl. helen ‘heilen, wiederherstellen, genesen’. Heiland m. ‘Erlöser, Retter, Christus’, eigentlich Part. Präs. zum Verb, dessen alter Lautstand sich im Dt. und Nl. erhalten hat, ahd. heilant (8. Jh.) neben heilanto (9. Jh.), heilenti (8. Jh.), mhd. heilant, heilent ‘Erlöser, Retter’, asächs. hēliand, mnd. mnl. heilant, nl. heiland, aengl. hǣlend, mengl. healend. Das westgerm. Substantiv übersetzt kirchenlat. salvātor ‘Retter, Erlöser’ (zu lat. salvāre ‘heilen, retten, erlösen’), das seinerseits griech. sōtḗr (σωτήρ) ‘Retter’ (Neues Testament) wiedergibt, zu griech. sṓzein (σῴζειν) ‘unversehrt am Leben erhalten, bewahren, retten’. Heilquelle f. (19. Jh.), älter Heilquell m. (17. Jh.). Heilkunde f. (18. Jh.). Heilanstalt f. (19. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Gesundheitslehre · Heilkunde · ↗Heilkunst · ↗Medizin  ●  ↗Iatrik  griechisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Heilkunde‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Heilkunde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Heilkunde‹

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Allerdings sind die Alternativen oft wenig bekannt, viele kleben förmlich an der klassischen Heilkunde.
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2001
In den frühen siebziger Jahren begannen Apparate die Heilkunde zu bestimmen.
Die Zeit, 22.03.1996, Nr. 13
Sie rangieren weit vor den rein medizinischen Erkenntnissen der Heilkunde.
o. A.: Richtlinien für Reiten und Fahren - Bd. 2: Ausbildung für Fortgeschrittene, Warendorf: FN-Verl. der Dt. Reiterlichen Vereinigung 1990 [1964], S. 124
Allein die Wissenschaft liefert eine brauchbare Astronomie, eine wirksame Heilkunde, eine zuverlässige Technik.
Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1976, S. 403
Selbst in der Heilkunde beginnt man sich schon mit dem Ultraschall zu beschäftigen.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 339
Zitationshilfe
„Heilkunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heilkunde>, abgerufen am 24.11.2020.

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