Heldenlied, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Hel-den-lied
Wortzerlegung HeldLied
eWDG, 1969

Bedeutung

kurze, in stabreimenden Langzeilen abgefasste germanische Dichtung, deren Inhalt besonders die Taten einer Heldengestalt aus der Zeit der Völkerwanderung bildete
Beispiele:
die Heldenlieder der ›Edda‹
das einzige erhaltene deutsche Heldenlied ist das ›Hildebrandslied‹

Typische Verbindungen zu ›Heldenlied‹

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Verwendungsbeispiele für ›Heldenlied‹

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Manches Heldenlied war so lang, dass sein Ende erst nach Stunden erreicht war.
Der Tagesspiegel, 27.08.2002
Wo wäre je in Bildern früherer Jahrhunderte ein solches Heldenlied der Gemeinschaft gestaltet worden?
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 337
Sein Boss-Gesang ist das größte deutsche Heldenlied geblieben, bis auf den heutigen Tag.
Die Zeit, 22.04.1994, Nr. 17
Noch hochgeschätzt sind die Heldenlieder, und kaum ist eine Plänkelei vorbei, so wird ihr Ruhm schon in dichterischer Form besungen.
Husmann, Heinrich: Afghanistan. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 6213
Wie kommt man aber vom verlorenen, weil nicht aufgezeichneten, kurzen «Heldenlied» zum angelsächsischen und mittelhochdeutschen «Heldenepos»?
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 169
Zitationshilfe
„Heldenlied“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heldenlied>, abgerufen am 05.12.2020.

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